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Matrosen

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Matrosen

Bd. 13, Sp. 439
Matrosen, Seeleute, die alle im Schiffsdienst notwendigen Arbeiten besorgen. Die M. stehen auf Handelsschiffen unter dem Schiffsführer (Kapitän) und den Steuerleuten; die Kauffahrtei unterscheidet: vollbefahrene M., die durch längere Seefahrten allen seemännischen Arbeiten gewachsen sind und außer dem Splissen, Knoten etc. von Tauwerk das Steuern eines Schiffes, das Loten und Segelnähen, Bootsrudern und Bootssegeln verstehen müssen (Vollmatrosen); halbbefahrene M., auch Leichtmatrosen oder Jungmannen genannt, die noch nicht die gehörige Übung in diesen Arbeiten haben; unbefahrene M. oder Schiffsjungen, die zum erstenmal in See gehen und die Arbeiten erst erlernen müssen. In der deutschen Marine bezeichnet Matrose den Rang des Gemeinen, Obermatrose den des Gefreiten. Die Matrosen der deutschen Handelsmarine gehören zur Seeberufsgenossenschaft und sind verpflichtet, sich der Seemannsordnung zu fügen. Matrosenpressen nennt man das gewaltsame Aufgreifen von Menschen zum Matrosendienst, das in England beim Kriegszustand viel gebräuchlich war. In neuerer Zeit hat man in den Seehäfen für M. Herbergen und Kosthäuser (Matrosenasyle, Seemannsheime) errichtet, mit denen zugleich Sparkassen und Mäßigkeitsvereine in Verbindung stehen. Dergleichen Anstalten bestehen in Nordamerika, England, Skandinavien, Deutschland, Frankreich und Holland. In London errichtete Kapitän Elliot 1835 das erste Matrosenasyl für 300 M. Ein zweites ähnliches Haus, Sailors Home, für Ostindienfahrer, errichtete 1841 in London ein Privatmann. Hull erhielt 1842 das Sailors Institute und 1849 Liverpool das großartige Sailors Home. Das Matrosenasyl in Amsterdam, Seemannshop (Seemannshoffnung), das seit 1822 besteht, und das Seemannshaus in Hamburg, gegründet 1858, bieten den abgemusterten Seeleuten Wohnung und Beköstigung und unterstützen alte gebrechliche Seeleute und deren Witwen. In Kiel wurde 1895 durch Prinz Heinrich von Preußen ein Seemannshaus ins Leben gerufen, später auch in Wilhelmshaven und Tsingtau.
2011 Zeichen · 18 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Matrosen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Matrosen , Seeleute; M. pressen , gewaltsames Aufgreifen von Menschen zum Seedienste, in England zu Kriegszeiten mit gew…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit matrosen

32 Bildungen · 32 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von matrosen 2 Komponenten

mat+rosen

matrosen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

matrosen‑ als Erstglied (30 von 32)

Matrosenartillerieabteilungen

Meyers

Matrosenartillerieabteilungen , deutsche Marineteile in Friedrichsort (1. Matrosenartillerieabteilung), Wilhelmshaven (II), Lehe (III.) und …

matrosenbasz

DWB

matrosenbasz , m. : der priester des Neptuns brüllte einen ungeheuern matrosenbasz. Wieland 19, 307 .

matrosenbrauch

DWB

matrosen·brauch

matrosenbrauch , m. : einst nach matrosenbrauch seefahrt und sturmeshauch pries ich. Freiligrath dicht. 5, 208 .

Matrosendivisionen

Meyers

Matrosendivisionen , deutsche Marineteile in Kiel (1.) und in Wilhelmshaven (11.) zur Versorgung der Flotte mit seemännischem Personal. Jede…

matrosengeschwader

DWB

matrosen·geschwader

matrosengeschwader , n. : der geschäftige garkoch siedet, er fürchtet den seltenen regen nicht; ihn umgibt ein matrosengeschwader, die heisz…

matrosenhose

DWB

matrosen·hose

matrosenhose , f. weite bis auf den knöchel reichende hose, wie sie die matrosen tragen. Campe.

matrosenhut

DWB

matrosen·hut

matrosenhut , m. : wo zum abschied ihr den hut geschwenkt, den matrosenhut, den schifferhut! Freiligrath dicht. 2, 133 .

Matrosenkanonier

Meyers

matrosen·kanonier

Matrosenkanonier , in der österreichisch-ungarischen Marine der unterste Rang der im Artilleriedienst ausgebildeten Mannschaft.

matrosenkappe

DWB

matrosen·kappe

matrosenkappe , f. kappe der matrosen; auch name einer schneckenart, patella antiquata. vergl. matrosenmütze.

Matrosenkragen

PfWB

matrosen·kragen

Matrosen-anzug m. , Matrosen-bluse f. , Matrosen-kappe f. , Matrosen-kleid n. , Matrosen-kragen m. : wie schd., Matroseaⁿzuuch, -blus, -kapp…

Matrosenleinen

Meyers

matrosen·leinen

Matrosenleinen ( Bonten, Checks ), glatte, blau und weiß gewürfelte, auch gestreifte, leinene, halbleinene oder baumwollene Gewebe, werden b…

matrosenmesser

DWB

matrosen·messer

matrosenmesser , n. kurzes messer, wie es die matrosen tragen: auf der schulter eine leichte jagdflinte, an der seite ein matrosenmesser. Fr…

matrosensitte

DWB

matrosen·sitte

matrosensitte , f. derbe, bei matrosen vorkommende sitte: und doch waren unter ihnen leute, die auf allen nahen schlössern den namen süszer …

Matrosenstrafe

GWB

matrosen·strafe

Matrosenstrafe Englische Kriegszucht .. M-n [ Mämpel: Strafe der Matrosen ] .. Diebstähle 41 2 ,121,10 Üb:Mämpel,Feldjäger Undine Kramer U.K…

Matrosenstreit

GWB

matrosen·streit

Matrosenstreit Streit unter Matrosen Portsmouth. Quarantäne. M. [ Mämpel: Streit der Matrosen ] 41 2 ,121,21 Üb:Mämpel,Feldjäger Undine Kram…

Matrosentuch

Meyers

matrosen·tuch

Matrosentuch , dicht gewebtes und stark gewalktes Tuch mit langer, zottiger Haardecke, meist schwarz gefärbt, eine Nachahmung der türkischen…

Matrosentücher

Meyers

matrosen·tuecher

Matrosentücher , rotweiß oder blauweiß gegitterte leinene oder halbleinene, auch baumwollene Hals- oder Taschentücher, namentlich in der Obe…