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Lummer

mnd. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
12 in 9 Wb.
Sprachstufen
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9

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Lummer

Bd. 12, Sp. 841
Lummer, Otto, Physiker, geb. 17. Juli 1860 in Gera, studierte seit 1880 in Berlin, wurde 1884 Assistent am Physikalischen Institut in Berlin unter Helmholtz, siedelte mit diesem an die Physikalisch-technische Reichsanstalt in Charlottenburg über und wurde daselbst 1889 zum Mitglied, 1894 zum Professor ernannt. 1900 habilitierte er sich in Berlin als Privatdozent, 1893 ging er mit Helmholtz als Delegierter Deutschlands auf den Internationalen Elektrikerkongreß nach Chicago und besuchte auch die astrophysikalischen Institute der Vereinigten Staaten. 1904 ging er als Professor und Direktor des Physikalischen Instituts nach Breslau. L. arbeitete über Interferenzerscheinungen, besonders über Theorie und Gestalt neu beobachteter Interferenzkurven (Lummersche Ringe), über ein neues Interferenzspektroskop, über komplementäre Interferenzerscheinungen im reflektierten Licht, ferner lieferte er (mit Kurlbaum) bolometrische Untersuchungen, Arbeiten über hydrostatische Wägungen, über die Einführung der Wellenlänge als Normalmaß und über eine neue Methode zur Vergleichung von Meter und Kilogramm, ferner über das Verhältnis der beiden spezifischen Wärmen, über die Temperaturbestimmung hocherhitzter Körper auf bolometrischem und photometrischem Wege etc. Er konstruierte ein ideales Photometer, welches das Bunsensche verdrängt hat. Durch seine Verwirklichung der »absolut schwarzen« Strahlung erlangte das Gesetz von Kirchhoff über die Absorption und Emission des Lichtes erst seine weittragende Bedeutung und wurde die Temperaturbestimmung der Sonne und irdischer Lichtquellen ermöglicht. Blondlots N-Strahlen stellte er als optische Illusion hin und führte sie auf Vorgänge im Auge zurück. Er lieferte eine neue Bearbeitung der Optik in Müller-Pouillets »Lehrbuch der Physik« (Braunschw. 1894–1897) und schrieb noch: »Die Ziele der Leuchttechnik« (Münch. 1903); auch übersetzte er S. Thompsons Vorlesungen »Über sichtbares und unsichtbares Licht« (Halle 1898). Seine in der »Zeitschrift für Instrumentenkunde« erschienenen Aufsätze: »Neues und Altes aus der photographischen Optik« wurden von Silv. P. Thompson ins Englische übersetzt u. d. T.: »Contributions to photographical Optics« (Lond. 1900).
2212 Zeichen · 21 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    lummerN.?

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    lummer , N.? nhd. ? E.: Bedeutung und Herkunft ungeklärt? L.: Lü 213b (lummer)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    lummeradj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    lummer , adj. locker, schlaff, weitverbreitete nebenform zu lumm sp. 1289: am Rhein, Main, Taunus lummer und lummerig, l…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Lummer

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Lummer , Otto , Physiker, geb. 17. Juli 1860 in Gera, studierte seit 1880 in Berlin, wurde 1884 Assistent am Physikalisc…

  4. modern
    Dialekt
    lummer

    Mecklenburgisches Wb. · +7 Parallelbelege

    lummer müde, schlaff: mi is so lummer Ro Börg ; entspricht dem hess. lummer locker, schlaff D. Wb. 6, 1291.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lummer

34 Bildungen · 29 Erstglied · 3 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von lummer

lumm + -er

lummer leitet sich vom Lemma lumm ab mit Suffix -er.

lummer‑ als Erstglied (29 von 29)

Lummerich

SHW

Lummer-ich Band 4, Spalte 427-428

Lummerarsch

PfWB

lummer·arsch

Lummer-arsch m. : ' schlaffer, schwächlicher Kerl ', Lummeʳaʳsch [ KU-Bedb ]; zu lummer 2.

lummeren

KöblerMhd

lumm·eren

lummeren , st. N. nhd. „Lummern“ (N.), Schlaffsein, Welksein, Schlottern Q.: Macc (vor 1332) (FB lummern) E.: Herkunft ungeklärt? W.: nhd. (…

lummerenpatk

WWB

lummeren-patk m. Luomerpatt(k) „bummelnde, umherstreifende Person“ ( Hal Bh).

Lummereⁿ

Idiotikon

Lummereⁿ Band 3, Spalte 1266 Lummereⁿ 3,1266

lummerich

LothWB

lumme·rich

lummerich [lùməriχ Bi. u. s.] adj. 1. leer: e lummericher Mâ’ han einen leeren Magen haben. Min Geldsack isch l. es ist nicht mehr viel drin…

lummericht

DWB

lumme·richt

lummericht , adj. schlaff, welk, vergl. das vorhergehende lummer: ihre ( eines alten weibes ) lange brüste weisz ich nichts anders zu vergle…

lummern I

RhWB

lummern I s. o. bei lumm II.

lummern II

RhWB

lummern II -u- Eup , Erk-Elmpt schw.: schlummern, bes. von Kindern. — Abl.: die Lummer(er)ei, dat Gelummer.

lummersch

MeckWB

lumm·ersch

lummersch nummersch lombardisch: lummersch Nœt Walnuß (1887) Ro Ribn ; Schmidt Gad. 3, 53; die assimilierte Form beginnt zu überwiegen: (191…

lummer als Zweitglied (3 von 3)

Chlummer

Idiotikon

Chlummer Band 3, Spalte 647 Chlummer 3,647

gelummer

DWB

gel·ummer

gelummer , n. in einem hdschr. Bresl. voc. 15. jh.: tumultus, gelummer; factio, gelummer vel czusamenswerunge, also aufruhr; auch in einem a…

schlummer

DWB

sch·lummer

schlummer , m. zu schlummen gebildet wie schlummerer zu schlummern, mas dormitans Stieler 1806 , mnld. sluymer, dormitator Kilian.

Ableitungen von lummer (2 von 2)

gelummer

DWB

gelummer , n. in einem hdschr. Bresl. voc. 15. jh.: tumultus, gelummer; factio, gelummer vel czusamenswerunge, also aufruhr; auch in einem a…

gelummere

MWB

gelummere stN. ‘Lärm, Getöse, Tumult’ dô wart in der selbin nacht / wol in dem êrstin slummere / ein sô grûwelîch gedummere [La. gelummere ]…