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lochen

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
20 in 17 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
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Verweise raus
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

lochen

lochen

Loch n. ‘offene Stelle, Öffnung, Spalte, Vertiefung, Lücke’, ahd. loh ‘Verschluß, Versteck, Höhle, Loch, Gefängnis’ (8. Jh.), mhd. loch ‘Versteck, Höhle, Loch, Öffnung, Gefängnis, Hölle’, asächs. lok ‘Loch’, mnd. lok, mnl. loc ‘Loch, Öffnung’, aengl. loc ‘Schloß, Riegel, verschlossener Raum, Gefängnis’, engl. lock ‘Schloß, Verschluß’, anord. lok ‘Schloß, Riegel, Raum, Schluß, Ende’, schwed. lock ‘Deckel’ (germ. *luka-) sind Abstrakta zu dem starken Verb germ. *lūkan ‘(ver)schließen’ (s. Luke). Anschluß an die Wurzel ie. *leug-, *lŭg- ‘biegen’ (wozu auch Lauch und Locke, s. d.) ist möglich, wenn von einer Bedeutungsentwicklung ‘biegen, zusammenbiegen, zumachen, schließen, verschließen’ ausgegangen wird (zu denken ist an ein Verschließen der Öffnung, einer Lücke im geflochtenen Zaun durch zu biegende Äste, Zweige). – lochen Vb. ‘Löcher machen, mit Löchern versehen’, mhd. lochen. einlochen Vb. ‘in ein Loch einfügen, einpassen’ (16. Jh.), ‘ins Gefängnis stecken’ (19. Jh.). löcherig Adj. ‘Löcher aufweisend, durch-, zerlöchert’ (15. Jh.), mhd. lochereht. löchern Vb. ‘Löcher machen’, mhd. löchern, bis ins 19. Jh. Iterativum zu lochen (danach noch in den Zusammensetzungen durch-, zerlöchern); das Simplex neuerdings nur noch in übertragenem Sinne ‘durch anhaltendes Fragen oder Bitten jmdm. keine Ruhe lassen’ (20. Jh.).
1331 Zeichen · 42 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    lochenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    lochen swv. ib. durchlöchern. part. gelochet Iw. 585 var. ; refl. sich öffnen, auftun Parz. 155,8 ; intrans.? vgl. Helbl…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Lóchen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    1. Lóchen , verb. reg. act. welches im Forstwesen einiger Gegenden für lachen üblich ist, mit einem Gränzzeichen bemerke…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Lochen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Lochen , Herstellung von Löchern in Blech, Leder u. dgl. durch Ausschlagen der entsprechenden Teile, wobei die gelochten…

  4. modern
    Dialekt
    lochen

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    loche n beim Eierspiel mit den stumpfen Enden, dem Loch, aufeinanderschlagen Co. — vgl. Schweiz. 3, 1041. Bayer. 1, 1427…

  5. Spezial
    Lochenn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Lochen , n перфорирование , ср

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lochen

27 Bildungen · 2 Erstglied · 20 Zweitglied · 5 Ableitungen

Ableitung von lochen

lo + -chen

lochen leitet sich vom Lemma lo ab mit Suffix -chen.

Zerlegung von lochen 2 Komponenten

loc+hen

lochen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

lochen‑ als Erstglied (2 von 2)

lôchenmēker

MNWB

lochen·meker

° lôchenmēker , der l. mê(i)ster = lôhenmēker (wie lôgerwer ), oder = löschenmāker ? (Ub. Magdebg. 1, 154).

lochen als Zweitglied (20 von 20)

abblochen

BWB

abblochen Band 2, Spalte 2,1336

aneklochen

KöblerMhd

aneklochen , sw. V. nhd. anklopfen Hw.: s. aneklopfen E.: s. ane, klochen W.: s. nhd. anklopfen, sw. V., anklopfen, DW2 2, 1096 L.: Hennig (…

auslochen

DWB

aus·lochen

auslochen , excavare, excavando evellere. bergmännisch, erze auslochen, sie unter dem rasen und in schwebenden mitteln, nicht aber aus der t…

belochen

DWB

bel·ochen

belochen , forstmännisch, die harzhölzer belochen, beharzen, das harz durch gemachte einschnitte abzapfen. s. lochbaum . mhd. ist belochen p…

durchlochen

DWB

durch·lochen

durchlochen , ein loch durch etwas schlagen, perforare Stieler 1102 . Beil 157 , wie durchlöchern, mhd. durchlochen Ben. 1, 1024 b . durchlo…

einlochen

Pfeifer_etym

ein·lochen

Loch n. ‘offene Stelle, Öffnung, Spalte, Vertiefung, Lücke’, ahd. loh ‘Verschluß, Versteck, Höhle, Loch, Gefängnis’ (8. Jh.), mhd. loch ‘Ver…

malochen

Pfeifer_etym

malo·chen

Maloche f. ‘(harte) Arbeit’, aus dem Rotw. (18. Jh.), nach jidd. melōche, malōche, hebr. mᵉlā(ʼ)ḵā(h) ‘Arbeit’. malochen Vb. ‘hart arbeiten’…

verlochen

DWB

ver·lochen

verlochen , verb. 1 1) mit löchern versehen Adelung 4, 1473 ; die eisenarbeiter verlochen das eisen, wenn sie löcher zu den nägeln und niete…

zesamenegelochen

KöblerMhd

zesamene·gelochen

zesamenegelochen , (Part. Prät.=)Adj. nhd. zusammengerollt E.: s. zesamene, gelochen, lechen W.: nhd. DW- L.: Hennig (zesamengelochen)

zesamengelochen

KöblerMhd

zesamengelochen , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. zesamenegelochen*

ūzgelochen

KöblerMhd

ūzgelochen , (Part. Prät.=)Adj. nhd. ausgerupft Q.: Seuse (1330-1360) (FB ūzgelochen) E.: s. ūz, gelochen W.: nhd. DW- L.: FB 400a (ūzgeloch…

Ableitungen von lochen (5 von 5)

belochen

DWB

belochen , forstmännisch, die harzhölzer belochen, beharzen, das harz durch gemachte einschnitte abzapfen. s. lochbaum . mhd. ist belochen p…

entlochen

Lexer

ent-lochen part. s. entlûchen.

erlochen

Lexer

er-lochen part. s. erlëchen.

gelochen

Lexer

ge-lochen part. s. lûchen.

verlochen

DWB

verlochen , verb. 1 1) mit löchern versehen Adelung 4, 1473 ; die eisenarbeiter verlochen das eisen, wenn sie löcher zu den nägeln und niete…