Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Luke f.
Luke f.
Luke f. ‘verschließbare Öffnung in Böden oder Wänden’ (besonders auf Schiffen). Im 16. Jh. wird mnd. lūke ‘Öffnung in den Böden und Wänden der Häuser und Schiffe, die mit einer Falltür geschlossen wird’, mnl. lūke, nl. luik, ursprünglich ein Seemannswort, ins Hd. aufgenommen. Es gehört zu einem durch ahd. -lūhhan (in bilūhhan ‘einschließen’, intlūhhan ‘öffnen’, beide 8. Jh.), mhd. lūchen, liechen ‘(zu)schließen’, asächs. lūkan, aengl. lūcan, mnl. lūken, nl. luiken, anord. lūka, got. galūkan ‘verschließen’, uslūkan ‘aufschließen’ vertretenen starken germ. Verb für ‘schließen, verschließen’ und kann mit Loch und Lücke (s. d.) auf die unter Lauch, Locke (s. d.) genannte Wurzel ie. *leug-, *lŭg- ‘biegen’ zurückgeführt werden; zur möglichen Entwicklung von ‘biegen’ zu ‘(ver)schließen’ s. Loch.