Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
leumund
leumund , m. fama, existimatio. ahd. hliumunt, was nach seiner wurzel zu laut sp. 366 gehört, der bildung nach aber zunächst zu altnord. hlio-mr schall, ruf, sowie zu goth. hliu-ma das ohr tritt, mit der allgemeinsten bedeutung des hörens oder gehörtwerdens, wird glossiert opinio, favor, testimonium, fama, rumor u. ähnl. die tieftonige zweite silbe des wortes hält sich zum theil durch das mhd. liumunt bis in das nhd., wo leumund ( eine form deren sich Luther bedient, vgl. unten 2 und 3) als subst. jetzt allein schriftgemäsz geworden ist ( während eine gekürzte form den verben beleumden, verleu…