Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
lantreht stn.
2. das gerichtliche verfahren nach landrecht. daʒ der rihter lengt den tac und verziuht eim armen man, daʒ erʒ reht niht erlangen kan. daʒ heiʒet dann ein lantreht, eʒ hieʒe baʒ ein ungesleht Teichn. 315. — übertragen: gip her und lâʒ dîn lantreht, höre auf zu streiten, gieb kurz und gut her, Parz. 154,21.
3. die rechtliche befugniss und stellung, die jemand nach den satzungen des landrechtes hat und einnimmt. wan eʒ ime gêt an sînen lîp unde sîne êre unde sîn lantreht mühlh. recht 30,10. 12. ist daʒ her sîne triuwe unde sîne êre unde sîn lantreht behalden hat das. 30, 17. vgl. das. 31,5. sô sal man deme man sîn lantreht wider geben das. 33, 1. wil her sîn lantrecht behalden, sô sol er sweren das. 35,20. sô enmac eʒ ime nicht geschaden weder zu sînen êren noch zu sîme lantrecht das. 49, 6. vgl. das. 55,13. einem sîn lantreht nemen, wider geben vgl. RA. 731 fg.