Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
klinken
klinken
Klinke f. ‘Griff zum Öffnen oder Schließen einer Tür, Sperr- oder Schalthebel an technischen Vorrichtungen’, mhd. (md.) klinke ‘Türriegel’, spätmhd. auch ‘Schlagbaum’, frühnhd. klinke, klinge (15. Jh.), mnd. klinke, klenke, klinge, mnl. clinke, nl. klink. Vielleicht nach dem Geräusch des Fallriegels gebildet zu klinken, einer (im Dt. besonders omd. thür. bezeugten) Nebenform von klingen (s. d.). Andere verbinden das Substantiv (trotz semantischer Schwierigkeiten) mit mhd. klanc ‘Schlinge’, westfäl. Klanke ‘Biegung’, ahd. giklenken ‘verknüpfen, verbinden’ (8. Jh.), mhd. klenken ‘schlingen, (ver)flechten’, nl. klinken, aengl. beclencan ‘festhalten’, engl. to clench ‘fest zusammenpressen’, to clinch ‘sicher befestigen, (ver)nieten’ und knüpfen an eine nasalierte Gutturalerweiterung (s. Klüngel, Klunker) der Wurzel ie. *gel- ‘(sich) ballen, Gerundetes, Kugeliges’ (s. kleben) an. Diese Herleitung ist jedoch fraglich. – klinken Vb. ‘auf die Türklinke drücken’ (17. Jh.); in Präfixbildungen auf- (mhd.), zuklinken (17. Jh.), einklinken (18. Jh.), ausklinken (Anfang 20. Jh., älter in den Mundarten).