Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Klepper m.
Klepper m.
Klepper m. ‘minderwertiges, verbrauchtes, dürres Pferd’, mnd. klepper, klöpper, klapper ‘Reitpferd’, wohl (nach den klappernden Hufen) gebildet zu mnd. kleppen ‘kurze helle Geräusche durch Schlagen hervorbringen’ (vgl. frühnhd. klepfen ‘knallen’, 15. Jh.), einer Variante neben lautmalendem mnd. klappen, klapperen (s. klappern). Der nd. Ausdruck dringt rasch südwärts, begegnet im 15. Jh. im Md. und im 16. Jh. auch im Obd. Die heutige pejorative Bedeutung entwickelt sich (über Fügungen wie mnd. ōlder klapper) in der Mitte des 18. Jhs. – Buschklepper m. ‘berittener Wegelagerer, Strauchdieb’ (17. Jh.), der sich samt Pferd im Buschwerk (s. Busch) verbirgt; auch sonst steht Klepper in älterer Sprache gelegentlich für ‘Reiter’.