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kleinod

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Campe
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12 in 12 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Kleinod Das

Bd. 2, Sp. 958b
Das Kleinod, des — es, Mz. die — e, überhaupt ein kleines Ding, in Gegensatz größerer Dinge derselben Art. So heißen bei den Fleischern die kleinen Theile des geschlachteten Viehes, als Kopf, Füße, Kaldaunen, Geschlinge, die Kleinode; und im Harzgebirge werden die Gartengewächse das Kleinod oder Kleinet, als mit einem Sammelworte genannt, davon auch in andern Gegenden O. S. Felder oder Felbstücke, welche mit Gartenfrüchten bestellt werden, den Namen Kleinete, oder Kleinetgarten, Kleinetstücke führen. I engerer Bedeutung nannte man ehemahls auch kleinen Hausrath, kleine Werkzeuge, als Bürsten, Scheren, Spiegel, Kämme , wie auch kleine Stücke des Putzes Kleinode, und in der Wappenkunst heißen die Helmzierrathen, als Kronen, Hüte, Kissen, Thiere  noch Kleinode. I der Bibel heißt Kleinod auch der bei Kampf= und Wettspielen ausgesetzte Preis. »Die so in den Schranken laufen, die laufen alle, aber Einer erlanget das Kleinod.« 1 Cor. 9, 24. Am gewöhnlichsten, der Abstammung von klein und Od, ein Gut, gemäßer, wird Kleinod für Edelsteine und aus Edelsteinen oder edlen Metallen verfertigte Dinge, welche zum Schmuck dienen, gebraucht. Sich mit Kleinoden schmücken, mit Edelsteinen, goldenen Ketten, Ringen  Die Kleinode des Reichs, oder die Reichskleinode, die goldene mit Edelsteinen besetzte Krone, der ähnliche Zepter, das Schwert . Dann uneigentlich, jede kostbare, sehr schätzbare Sache, deren Besitz wünschenswerth ist, und in deren Besitz man sich zu erhalten strebt oder streben sollte. Das größte Kleinod ist ein gutes reines Gewissen.
1566 Zeichen · 14 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kleīnōd

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Kleīnōd , des -s, plur. die -e, ein kleines, zartes Ding, im Gegensatze größerer Dinge seiner Art. 1) Überhaupt, wo …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kleinod

    Goethe-Wörterbuch

    Kleinod pl -ode od -odien 1 kostbarer (zierlich, fein gearbeiteter kleiner) Gegenstand, Schmuckstück; vereinzelt (im Ver…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kleinod

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Kleinod , ursprünglich soviel wie etwas Kleines, Kleinigkeit; dann eine sein und zierlich gearbeitete Sache, ein zierlic…

  4. modern
    Dialekt
    Kleinodn.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Wossidia Kleinod n. 'Kleinod', oft in a. Spr., eig. feine, zierliche Sache, wertvolles Geschenk, bes. feine Goldschmiede…

  5. Sprichwörter
    Kleinod

    Wander (Sprichwörter)

    Kleinod 1. Das beste Kleinod, so mich ziert; der beste Geleitsmann, der mich führt; der beste Platz, den ich erhalten; d…

  6. Spezial
    Kleinod

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Klein|od n. (-[e]s,-e) 1 (Schmuckstück) pera preziosa f. , iuvel (-ei) m. 2 (Kostbarkeit) preziosité (-s) f. , tesur (-s…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kleinod

27 Bildungen · 9 Erstglied · 16 Zweitglied · 2 Ableitungen

kleinod‑ als Erstglied (9 von 9)

kleinod(e),

FWB

1. ›einzelnes Schmuckstück‹; (Kollektiv): ›Geschmeide, Wertgegenstände, Kostbarkeiten (als Teil des fahrenden Gutes)‹.; 2. Wertgegenstände m…

kleinodde

KöblerMnd

kleinodde , N. Vw.: s. klēnȫde

kleinodhaus

DWB

kleinod·haus

kleinodhaus , n. zur bewahrung der kirchenkleinodien: in stiften und klöstern .. da sind nicht predigerheuser, sondern messeheuser ... goldh…

kleinodlein

DWB

kleinod·lein

kleinodlein , n. kleines kleinod, als geschenk, minnegabe: hat er dir nur ain klainatlin geben, ei dʒ kanstu nit gnuog behalten, als wär es …

kleinod als Zweitglied (16 von 16)

EHRENKLEINOD

DWB2

ehren·kleinod

DWB2 EHRENKLEINOD n. DWB2 zuss. mit ehre f. nbf. ehrkleinod. DWB2 DWB2 1 zu ehre f. I A (?). kostbares geschenk s. kleinod n. 4 1 DWB: ⟨1562…

erbkleinod

DWB2

erb·kleinod

erbkleinod n. : 1566 zimmer. chr. 2 3,4 B. 1685 erbs=kleinodien Ertel relationes 46 a .

gesellschaftskleinod

DWB

gesellschaft·s·kleinod

gesellschaftskleinod , n. kostbares ordenszeichen: schön geschmeltzte ( emaillierte ) gesellschaftskleinode ( der fruchtbringenden gesellsch…

helmkleinod

DWB

helm·kleinod

helmkleinod , n. zierrat auf dem helme; in der heraldik jeder schmuck des helmes mit kronen, wülsten, thieren u. s. w. Eggers kriegslex. 1, …

kirchenkleinod

DWB

kirchen·kleinod

kirchenkleinod , n. kleinod als kirchengerät: es sol auch kein goltschmid gestolen oder verdechtig silber oder golt, als von kirchenkleinod …

kriegskleinod

DWB

kriegs·kleinod

kriegskleinod , n. beutestück als siegespreis ( s. kleinod 5): überfiel sie F. Camillus onversehens .. das er .. in allen iren raub ( d. h. …

Majestätkleinod

DRW

majestät·kleinod

Majestätkleinod, hier pl. zu Kleinod (II 2) die Reichsinsignien vgl. Apfel (II), Lehngewand, Mantel (II 1) 2. Hälfte 15. Jh. NürnbChr. IV 31…

Reichskleinod

Adelung

reich·s·kleinod

Das Reichskleinod , des -es, plur. die -e, oder -dien, ein Kleinod, so fern es ein symbolisches Zeichen der höchsten Gewalt und Würde eines …

riesenkleinod

DWB

riesen·kleinod

riesenkleinod , n. kleinod eines riesen: doch wie sie kamen vor das schlosz und zu den herrn geritten, macht' er von vaters schilde los die …

schulkleinod

DWB

schul·kleinod

schulkleinod , n. bei den meistersingern: item auf die fest zu weinacht, ostern und pfingsten sol das schuelkleinot und kranz frey und nach …

Schützenkleinod

DRW

schützen·kleinod

Schützenkleinod, n. (wertvoller) Ehrenpreis für den besten ³Schützen (IV) des (jährlichen) Wettschießens seiner Schützengesellschaft (I) bdv…

siegeskleinod

DWB

siege·s·kleinod

siegeskleinod , n. : als mir siegskleinode gebracht die stampfenden rosse. Voss Ilias 9, 127 .

vorhängekleinod

DWB

vorhaenge·kleinod

-kleinod , n. , schmuck, den man sich vorhängt: es glänzt drin von spangen und vorhängkleinodien Scheffel (1907) 2, 36 . —

wappenkleinod

DWB

wappen·kleinod

wappenkleinod , n. aus dem wappenhelme hervorgehende figur, helmzierde ( s. kleinod II, 3 sp. 1125): dasz ich ... herrn Otten von Greiffenpe…

zauberkleinod

DWB

zauber·kleinod

-kleinod , n. , eig. ein wunschding des märchens: Immermann w. 11, 69 H.; übertr.: dies teure z. ( das ich ) Fr. L. Jahn w. 2, 250 . —

Ableitungen von kleinod (2 von 2)

bekleinoden

DWB

bekleinoden , gemmis ornare: ob ich jeder wissenschaft ihren glanz gleich lasse, so ist es doch die poeterei alleine, womit der andren ihre …

kleinode

KöblerMnd

kleinode , N. Vw.: s. klēnȫde