Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
kleimen
[Pa, Kb]):
‚beflecken; contaminare‘(zur
S581klein – kleini, klein 582
Stelle vgl. Splett 1976: 154) (nhd. mdartl.
ndsächs. bekleimen
‚mit Lehm o. Ä. be-[Jungandreas, Ndsächs. Wb. 1,
streichen‘
912 f.], ndd.
‚dss.‘[Schambach, Wb. d. ndd.
Mda. 20], pomm.
‚Fachwerk [mit Lehm], übertragen
verschmieren‘
‚dick auftragen‘
[Hermann-Winter, Pomm. Wb. 1, 274],
meckl.
‚mit Lehmauflagen [Backofen,[Wossidlo-Teuchert,
Fachwerk] versehen‘
Meckl. Wb. 1, 745]; vgl. nhd. mdartl. westf.
klaimen
‚schmieren‘[Woeste, Wb. d. westf.
Mda. 128], ndsächs. kleimen
‚[mit Lehm][Jungandreas, Ndsächs. Wb. 7, 344],
bestreichen, beschmieren, unleserlich schrei-
ben‘
ndd.
‚mit Lehm beschmieren‘[Schambach,
Wb. d. ndd. Mda. 102], meckl.
‚Fachwerk[Wossidlo-Teuchert,
mit Lehm ausfüllen‘
Meckl. Wb. 4, 331 f.]; mndd. klēimen; mndl.
clemen, cleemen; ae. clǣman; aisl. kleima).
Desubst. Ableitung, eigtl.
‚etw. mit kleim(vgl. Schwarz 1986: 85; Riecke
versehen‘
1996: 276 f.). S. kleim. – Ahd. Wb. 5, 235;
Splett, Ahd. Wb. 1, 463; Köbler, Wb. d. ahd.
Spr. 94; Schützeichel7 177; Starck-Wells
334; Schützeichel, Glossenwortschatz 5,
241.