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Karen

mhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
12 in 8 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
20
Verweise raus
16

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Karen

Bd. 10, Sp. 622
Karen (birmanisch Kareng, siamesisch Karieng), zu den Lohitavölkern gehöriger Volksstamm Hinterindiens, in Tenasserim, Siam, Pegu, den Waldgebirgen von Arakan und Oberbirma bis zur Grenze gegen Assam. Sie zerfallen in drei durch ihre Sprache geschiedene Stämme: Sgau (»weiße K.«, nach ihrer Tracht), Pwo oder Talaing und Bghai, unter letztern die Karenin (»rote K.«) in Niederbirma. Die K. sind von kleiner, aber kräftiger Gestalt, heller als die Birmanen, in Gesichtstypus und Augenstellung den Chinesen ähnlich, auch nach ihrer Überlieferung im 4. oder 5. Jahrh. n. Chr. aus Yünnan eingewandert. Während ein größerer Teil unter britischer Herrschaft sich dauernd in den Ebenen angesiedelt hat und Ackerbau treibt, beharrt ein andrer in den Bergen in ursprünglicher Roheit und Unstetigkeit. Die meisten sind Buddhisten, viele aber Naturanbeter, etwa 70,000 durch amerikanische und englische Missionare zum Christentum bekehrt. Ihre Sprache, deren Stellung innerhalb der hinterindischen Sprachgruppe noch nicht feststeht, behandelten Walde (»Karen vernacular grammar«, Maulmain 1861; »The Anglo-Karen dictionary«, Rangun 1883) und Brayton (»A primer of the Pwo-Karen language«, das. 1884). Vgl. Smeaton, The loyal Kareens of Burma (Lond. 1886); J. Nisbet, Burma under British rule and before (das. 1901, 2 Bde.).
1322 Zeichen · 21 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    karenst. N.

    Köbler Mhd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    karen , st. N. nhd. Trauern, Klagen (N.) Q.: WvÖst (1314) E.: s. karen* (1) W.: nhd. DW- L.: FB 195 (karn)

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kâren

    Mittelniederdeutsches Wb. · +2 Parallelbelege

    ° kâren s. 1 kêren.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    karen

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    karen , kären , ein schweiz. wort, 1 1) kâren, röcheln. 2) kæren, ' rackeln ', von gewissen unangenehmen scharfen tönen,…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Karen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Karen (birmanisch Kareng , siamesisch Karieng ), zu den Lohitavölkern gehöriger Volksstamm Hinterindiens, in Tenasserim,…

  5. modern
    Dialekt
    karenschw.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    karen schw. : ' geizig sein ' im Wortpaar spare un kare [ BZ-Dörrb ]. Zs. zusammenkaren . Verbale Bildung in Anlehnung a…

  6. Spezial
    Karenn

    Dt.-Russ. phil. Termini

    Karen , n язык , м , каренский

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit karen

47 Bildungen · 41 Erstglied · 5 Zweitglied · 1 Ableitungen

karen‑ als Erstglied (30 von 41)

Kārenasse

WWB

karen·asse

Kāren-asse f. Achse für einen kleinen Wagen (handgeschmiedet) ( WmWb ).

Kārenbänder

WWB

karen·baender

Kāren-bänder m. [ Dor Enr Isl Alt] 1. Begleiter der Karren und Wagen ( Isl Is ). — 1.1. „der den beim Transport in Unordnung geratenen Karre…

Kārenbō²m

WWB

karen·bom

Kāren-bō²m m. [WMünsterl Bch Dor Enr Hag Alt] Holm der Karre; Deichsel beim Zweispänner; Gabeldeichsel beim Einspänner.

Kārenbred

WWB

karen·bred

Kāren-bred n. 1. Rückbrett der Karre ( WmWb ). — 2. Sitzbrett, das man über die Karre legt ( Dor Schleef ). — 3. Seitenbrett am Kastenwagen …

Kārengūl

WWB

karen·gul

Kāren-gūl m. [verstr.] (altes) Zugpferd. — Ra.: Sou stihf as en allen Kahrengul sehr steif ( Olp At).

Kārenhakke

WWB

karen·hakke

Kāren-hakke f. [ Enr Alt] Karrenhacke, die gebraucht wurde, um die zweirädrige Karre im Stehen zu stützen und um die festgefahrene Karre los…

Kārenjunge

WWB

karen·junge

Kāren-junge m. (Zieglergewerbe) Junge, der leichtere Arbeiten zu verrichten hat, meistens solche Karren zu schieben, die auf Schienen stehen…

Kārenlichte

WWB

karen·lichte

Kāren-lichte f. 1.1. Traggurt an der Schubkarre ( Enr Sw ). — 1.2. starkes Leder, wodurch die Karrenbäume gesteckt werden ( Isl Is ). — 2. w…

Kārenlǖde

WWB

karen·luede

Kāren-lǖde Pl. Gesamtheit der Arbeiter, die mit Karren beschäftigt sind (Lippe = NdJb 43,109).

Kārenman

WWB

karen·man

Kāren-man m. [Lippe] Ziegeleiarbeiter, der den Ton zum Ofen, zur Mühle schiebt.

Kārennāwe

WWB

karen·nawe

Kāren-nāwe f. [verstr.] Radnabe (Frbg.). ⟨ Kōr - ( Bor Lo ), Kāren - ( Alt Au) ⟩

Kārenpiᵉrd

WWB

karen·pierd

Kāren-piᵉrd n. [WMünsterl Dor Unn Enr Isl] (Kaltblut-)Pferd, das Karren zieht.

Kārenplanke

WWB

karen·planke

Kāren-planke f. Aufsatzbrett oder abnehmbares Endbrett der Karre, des Erntewagens ( WmWb ).

Kārensādel

WWB

karen·sadel

Kāren-sādel m. [ Rek Bür Isl Arn Mes Alt Olp] Karrensattel: Geschirr des Pferdes für schwere Wagen. ⟨ Kor - ( Bür Bo ), sonst Kāren - u.ä. ⟩

Kārensmeªr

WWB

Kāren-smeªr f. Schmiere für die Karrenachse ( Isl Ös).

karen als Zweitglied (5 von 5)

drekkāre(n)

MNWB

drek·karen

drekkāre(n) , -karre , m. , Dreckwagen, -karren zur Abfuhr des Unrats. —

jāmerkaren

KöblerMhd

jāmer·karen

jāmerkaren , st. N. nhd. jammervolles Klagen, Wehklagen Q.: WvÖst (1314) (FB jāmerkarn) E.: s. jāmer W.: nhd. DW- L.: MWB 3, 44 (jâmerkarn),…

schrîversche (karen-)

MNWB

~schrîversche (karen-), f. , Stiftsangehörige mit dem gleichen Amt in einem Frauenkloster . —

stempel (karen-)

MNWB

stempel·karen

~stempel (karen-) , m. , Siegelstempel als Steuerzeichen für Getreide. — ° ~stōven (-staven, koren-), kōrne-, m. , Getreidespeicher (Hamburg…

underkāren

MNWB

under·karen

° underkāren , adj. : (nach Wortlaut eines Urteils:) eingesetzt, „ des Ersamen Rades to Lubeke vulmechtige breff, dar Heyse Pattyner prinzip…

Ableitungen von karen (1 von 1)

karene

Lexer

karene s. kerrîne.