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Kalf

as. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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11 in 10 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Kalf Pl., f.

Bd. 4, Sp. 48
Wossidia MeckWBNKalf Pl. Kalwer n. Kalb 1. eig. a. das Junge der Kuh im ersten Jahr; ein gleich oder einige Tage nach seiner Geburt geschlachtetes Kalb nennt man nüchtern Kalf; der Braten eines solchen Tieres wird wenig geschätzt und heißt im Volksmund Viertel Hurtig Schill. Kr. 2, 5b. Für das Aufziehen des Kalbes sind die Ausdrücke ansetten, upbörnen, upfäuden, uptuchten üblich. Zu diesem Zweck läßt man das Kalb in manchen Gegenden vier bis sechs Wochen bei der Kuh und nimmt es dann ab, s. afnähmen, -setten, -wennen; wennen. Gewöhnlich wird es aber gleich in einer besonderen Bucht untergebracht und im ersten halben Jahr mit Milch getränkt, s. börnen (Bd. 1, 1035); je nachdem dies mit süßer oder saurer Milch geschieht, wird es säutmelkt oder suermelkt Kalf genannt. Beim Tränken steckt man ihm anfangs die Finger oder einen Knüppel in das Maul, damit es sich nicht verfängt (s. verfangen); aus diesem Brauch stammt die auf einen Säufer zielende Rda.: hei süppt ahn Knüppel. Genaue Vorschriften für die Aufzucht von Kälbern gibt die Amtsord. für RoRostock@DoberanDob von 1567 bei Schum. Gedank. Beilage 1, S. 9 f.; Weiteres s. Nützl. Beiträge 1766, S. 117; 1781, S. 116 ff.; Eng. Landw. 1, 205 f.; Ferb. Landg. 217 ff.; Ann. Landw. 1805, S. 208 ff.; 1809, S. 236 ff.; Land. Ann. 1843, S. 405 ff. Das Kalb ist der Liebling der Kinder, auf deren neugierige Fragen nach der Herkunft des Kalbes die verschiedensten Antworten erfolgen: de Kauh hett dat Kalf ut de See haalt, ... ünner de Krüff rutrackt, ... ut 'n Meß klarrt; dat Kalf is unner de Sahl rutkrapen; dat Kalf hett Vadder int Holt gräpen; ... ut 'n Graben haalt; dat Kalf hebben de Kreigen bröcht und ähnl. Das Blarren des Kalbes, wenn es getränkt werden will, deutet der Kindermund als Melk, Melk Wo. V. 2, 360; mit den Koseworten Büller, Müsser, Nöller, Tüsche, Tüscher wird es gelockt. Rdaa.: wer dat Kalf gripen will, möt 't bi 'n Start faten Ro; bäter 'n Kind as 'n Kalf, geiht 't ierst Johr 'n Buern nich int Kuurn mehrf.; auch Latend. Agr. 225; Bri. Volkssp. 28; mööst 'n Sack mitnähmen, wo 't Kalf rinkümmt, wenn du mit de Kauh nah 'n Bullen wist scherzhafter Rat an den Pläneschmied HaHagenow@RedefinRed; wenn 't Kalf ok dot is, wi hebben liker noch dat Fell Trost bei einem mißglückten Unternehmen SchöSchönberg@WarnowWarn; dat Kalf hett acht Dag' an 'n Ledderbom sagen von sehr magerem Kalbfleisch LuLudwigslust@GrabowGrab; dor kann 'n johrsch Kalf twischen dörchlopen von O-Beinen GüGüstrow@GülzowGülz; auf den Vorschlag hadd'st jo Preister warden künnt, kannst jo gaut räden erfolgt die launige Antwort: jo, wenn den Köster sin Kalf mi nich œwerbölkt hadd' HaHagenow@RedefinRed; nu bidd' ick eenen üm Moses willen, wat hett dat Kalf för Been! Ausruf des Erstaunens WaWaren@RöbelRöb; dun Lüd' un nüchtern Kalwer fallen sick nicks taunicht ebda; de rug'sten Kalwer warden de besten Käuh Wa (vgl. Fahl, Bd. 2, 778); rik Lüd' Döchter un arm Lüd' Kälwer kamen bald an 'n Mann Schill. Kr. 2, 5b; dat kümmt up Nümms- un Nahrendsdag, wenn de Kalwer up 't Is danzen (niemals) Derb. 2, 125. Beispielsprichw.: is wat Groots, hadd' dat Kalf seggt, hadd' 'n Ossen weeg't StaStargard@MirowMir; dat sall woll gahn, säd' de Jung', as hei 't Kalf nah dei Stadt drägen süll Raabe Proph. 2, 37; dat lat ick gahn, säd' dei Jung', donn sprüng' em dat Kalf ut dei Kip SchöSchönberg@DemernDem; Vadder slög' Mudder, Mudder slög' mi, ick gew mi up dat swartbunt Kalf, hadd' de Jung' seggt, so is ein Düwel ümmer œwer 'n annern HaHagenow@RedefinRed. Sehr häufig in der Verbindung mit Kuh: dee kann ok ne jüüst Kauh 'n Kalf afhalen von einem Teufelskerl SchöSchönberg@DemernDem; Camm. Bil. 76; he fröggt de oll feer Kauh dat Kalf af (von einem zudringlichen Frager) Schill. Kr. 2, 3a; dat is as Kauh un Kalf von zwei ungleich großen Wagenpferden LuLudwigslust@Groß KramsGKrams; ick hadd' mi so dun sapen, dat ick nich Kauh för Kalf kennen künn' RoRostock@WustrowWustr; StaStargard@FriedlandFriedl; ähnl. Camm. Vadd. 111; wenn du de Kauh köffst, hüürt di dat Kalf ok von einem mit in die Ehe gebrachten Kinde Wa. Vergl.: dee is niglich as 't Kalf in 'n Noors RoRostock@RibnitzRibn; dee blarrt grad' as 'n nüchtern Kalf vom lallenden Bezechten Gres; dee süht ut as 'n nüchtern Kalf vom erstaunt Blickenden WiWismar@PoelPoel; LuLudwigslust@DömitzDöm; mi is tau Maud', as wenn mi 'n nüchtern Kalf in 'n Hals schäten hett mir ist sehr übel Wa; dat smeckt, as wenn 'n 'n nüchtern Kalf in 'n Noors lickt von einer würzlosen Speise Sta; dee hett 'n Poor Ogen as 'n stäken Kalf Gü Güstrow@GülzowGülz; denn' roort de Dod ut 'n Hinnelsten as 'n johrsch Kalf vom Todeskandidaten HaHagenow@RedefinRed. Volksreime: Kalf leg' in de Weeg' un süng' (im Verwunderungslied) Wo. V. 2, 1541; De Kauh lagg up den Füerhierd, Dat Kalf jög' ehr de Fleigen af 1540 u. öft.; Ick gah hier ümmer rümmer rümmer so Un mak den Buern de Kalwer bloß bi Stroh, bi Stroh! (im Ruf des unzufriedenen Bullen) 363; Dor sprüngen drei Kalwer œwern Tun, Ein rot, ein swart, ein brun (im Wundsegen) 3, 575; im Kinderreim öft. im Dim.: Köp di ne Koh, Een kille kille Kälfken to 357; Tütsche tütsche Kälwing dorto u. ähnl. ebda. In zahlreichen Bildern auf menschliche Zustände und Verhältnisse bezogen, so häufig vom Erbrechen: Kälwer maken, anbinnen Schill. Kr. 2, 5b; dee hett achtern Tun ok weck anbunnen, dee blarren hüt noch Ro; he is bi 't Kalwermaken Wa; ... lett Kalwer lopen RoRostock@KühlungsbornKühl; ... hett Kalwer rutjag't SchöSchönberg@WarnowWarn; ... int Grön jag't Wa; dee jöggt Kalwer int Gras Wa; he bitt de Kalwer 'n Stiert af, warden all' stümmelstiert't Schö Schönberg@SchlagsdorfSchlagsd; dem Geldprotzen bölken de Kalwer ut 'n Hals GüGüstrow@GülzowGülz; der Unruhige wird geneckt: du kriggst jo woll all wedder 'n Kalf Wa; ähnl. der Kartenspieler, der ein gewagtes Spiel macht: wenn du dat Kalf los büst, bullst ok för 't ierst nich wedder LuLudwigslust@MenkendorfMenk; wenn 'ck von dat Kalf af bün, will 'ck mi vör 't Bullen woll häuden Stoßseufzer bei einer schweren Arbeit Wa; einem Mann mit offener Hosenklappe ruft man zu: mak de Dör to, di lopen de Kalwer weg StaStargard@FeldbergFeldb; nu is 't Kalf int Og' slahn heißt es allgem., wenn jem. sich durch eine tadelnde, in schonungsloser Weise vorgebrachte Bemerkung verletzt und vor den Kopf gestoßen fühlt; auch (Gü 1706) Kohf. Hg. 7, 2; Reut. 4, 363; Bri. 5, 156; dat Kalf int Og' stäken Schill. Kr. 2, 5b; dat Kalf utdriben den jugendlichen Übermut RoRostock@MarlowMarl. b. Sage, Brauch und Volksglaube: Sagen vom goldenen Kalb sind in unserem Lande häufig; von gespenstischen Kälbern berichtet Bartsch 1, 142; 2, 469; eine Hexe kann sich in ein Kalb verwandeln Wo. Sag. 2, 329. Neugeborene Kälber bestreut man mit Dill und Salz Schill. Kr. 1, 17b; wenn ein Kalb beim ersten Tränken das erste Maul voll Milch hinunterschluckt, muß man sagen: 'Du sollst dich nicht eher verfangen, bis du siehst unsern Herrn Christus hangen' 2, 5b; zum Schutz gegen böse Leute schneidet man einem Kalb, wenn es abgesetzt ist, ein kleines Stück von seinem Ohr ab, verbrennt dies zu Pulver und gibt es dem Tier in dem ersten Saufen ein ebda; wenn die Kälber im Frühjahr auf die Weide gebracht werden, so muß derjenige, der sie hinbringt, rückwärts durch das Koppelheck gehen SchöSchönberg@BörzowBörz; Kälber, die in der schwarzen Nacht (Neumondsnacht) geboren sind, werden nicht tragend Bartsch 2, 199; ein Kalb, das an einem Tage mit dem Jungfernzeichen angesetzt wird, soll sterben 202; Kälber müssen bei zunehmendem Mond angesetzt werden 199; wenn dat Kalf dei ierst Beistmelk kriggt, ward dat den iersten Meß bäter los WaWaren@WredenhagenWred. c. wirtschaftliche Bedeutung: in StaStargard@PlathPlath war die Abgabe von Kälbern für den kleinen Zehnten üblich, sie wurde späterhin in der Weise abgelöst, daß 'von jedem Kalb 2 ₰ gegeben wurden' Endl.-Folk. 60; 'von einem Kalbe, wenn es im Scharrn geschlachtet wird, wird 6 ßl., und wenn es im Hause geschlachtet wird, 4 ßl. Accise erleget' (1755) Bär. Gr.-Ges. 2, 265a; 1, 810 f. 1814 wird ein Kalb unter einem Jahr, aber über vier Wochen mit 4 Talern veranschlagt; 1766 kostete 'ein Pfund Kalbfleisch 2 ßl' N.Strel. Anz. 1866, 48. Stück. Zss.: Äg'-, Aust-, Blarr-, Börn-, Buck-, Bullen-, Johrs-, Kauh-, Ossen-, Pingst-, Risch-, Schüdd'-, Stör-, Tucht-, Tüß-, Wennkalf. FN.: Bunt Kalf; Kalwerbarg, -block, -brauk, -brink, -dik, -goorden, -horst, -kaben, -koppel, -kul, -pohl, -schort, -soll, -steert, -strat, -stück, -togg, -uurt, -weid', -werder, -wisch. 2. auf andere Lebewesen übertr.; z. B. alberner Mensch Kalf Mos' RoRostock@KlockenhagenKlock; verzogenes Kind in den Zss.: Mudder-, Släus'-, Todd'kalf; großer Hecht RoRostock@RibnitzRibn; Marienkäfer in der Zs. Sünnenkalf. 3. die Sahnenschicht auf der gekochten Milch Ha Hagenow@RedefinRed. — Mnd. kalf n. — Br. Wb. 2, 721; Dä. 215a; Kü. 2, 69; Me. 3, 20.
8389 Zeichen · 153 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    kalfst. N. (athem.)

    Köbler As. Wörterbuch

    kalf , st. N. (athem.) nhd. Kalb ne. calf (N.) ÜG.: lat. vitulus SPs Vw.: s. mėri-* Hw.: vgl. ahd. kalb (st. N. iz/az); …

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kalfstn.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    kalf stn. s. kalp.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kalfN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    kalf , N. nhd. Kalb Vw.: s. kō-, melk-, mēr-, meste-, nōt-, rē-, soch-, sȫge-, stēr-, sūpel-, tēgede-, wāter- Hw.: vgl. …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kalf

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Kalf ( Kalff ), Willem , holländ. Maler, geb. um 1622 in Amsterdam, war Schüler von Hendrik Pot und in Amsterdam tätig, …

  5. modern
    Dialekt
    Kalf

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Kalf s. Kalb.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kalf

136 Bildungen · 113 Erstglied · 23 Zweitglied · 0 Ableitungen

kalf‑ als Erstglied (30 von 113)

kalf* 1

KöblerAnfrk

kalf* 1 , st. N. (az/iz) nhd. Kalb ne. calf ÜG.: lat. vitulus MNPs Vw.: s. hind-* Hw.: vgl. as. kalf*, ahd. kalb Q.: MNPs (9. Jh.) E.: germ.…

kalfakter

DWB

kalfakter , s. calfacter . in der urspr. bed., einheizer: einen warsager, der nie gelogen hat, einen koler, schlotfeger, 'herr kolfactor' de…

kalfakteren

LothWB

kalfaktere n intr. v. fast allg. 1. unnötig herumlaufen, sich zu schaffen machen. — 2. schwänzeln, in übertriebener Weise schmeicheln. — 3. …

Kalfakterer

Idiotikon

Kalfakterer Band 3, Spalte 197 Kalfakterer 3,197

kalfaktereⁿ

Idiotikon

kalfaktereⁿ Band 3, Spalte 197 kalfaktereⁿ 3,197

Kalfakterīe

WWB

Kalfakterīe f. „harmloser, lustiger Streich“ (Frbg.) ( Bri Mf).

kalfakterin

DWB

kalfakterin , f. ein böses weib ist eine rechte kalfakterin, des teufels zuschürerin, hetzt und bellt stets mauf mauf mauf! Mathesius bei Re…

Kalfakteriⁿ

Idiotikon

Kalfakteriⁿ Band 3, Spalte 197 Kalfakteriⁿ 3,197

Kalfaktern

Wander

Kalfaktern Sie hat heute viel zu kalfaktern.

Kalfaktersch

MeckWB

kalfakter·sch

Kalfaktersch f. nur in der abgewandelten Form Klefaktersch für eine Frau, die viel im Dorf hin- und herläuft Ha Red ; Wa.

Kalfakterī

Idiotikon

Kalfakterī Band 3, Spalte 197 Kalfakterī 3,197

Kalfaktor

Pfeifer_etym

kalf·aktor

Kalfakter Kalfaktor m. ‘wer alle möglichen Hausarbeiten erledigt, Sträfling, der dem Gefangenenwärter hilft’, landschaftlich ‘Aushorcher, Ve…

kalfāmeren

WWB

kalfāmeren V. „im Magen kollern“. Et kalfāmert mi ( Wal Bh).

Kalfatbank

Campe

Die Kalfatbank , Mz. die — bänke , eine in Holland gebräuchliche kleine Bank, auf welcher die Kalfaterer bei der Arbeit sitzen.

Kalfatbütt

MeckWB

Kalfatbütt Klafat- f. hölzerner Werkzeugkasten der Schiffszimmerleute Ro Warn ; Wi; s. Abb.

Kalfatbütte

Campe

Die Kalfatbütte , Mz. die — n , ein viereckiger Kasten, in welchem die Kalfaterer ihre Geräthschaften haben.

Kalfateisen

Campe

Das Kalfateisen , des — s , d. Mz . w. d. Ez. die Benennung aller Eisen, deren sich die Kalfaterer bedienen, besonders das Werg in die Ritze…

Kalfater

MeckWB

kalf·ater

Kalfater Klafater m. Schiffszimmermann: 'n gauden Klafater sall man gellen Ro Ribn .

Kalfaterer

Campe

Der Kalfaterer , des — s , d. Mz . w. d. Ez. auf den Schiffen derjenige, welcher die Aufsicht über die Arbeit des Kalfaterns führt und der a…

kalfatern

DWB

kalfatern , s. mit C; aus dem nd. nl.; von der arab. herkunft s. Diez 80 ( doch vgl. die 2. ausg. 1, 99). übertragen: ich kalfatre jetzt fen…

Kalfaterschipp

MeckWB

kalfater·schipp

Kalfaterschipp n. entstellt für Kauffahrteischiff: 'mit en swedschen Kalfaterschiff' Reut. 2, 391; s. Kofferdeischipp .

Kalfaterung

MeckWB

kalfater·ung

Kalfaterung f. Abdichtung eines Schiffes, übertr. Überholung, Züchtigung: nu kümmt dat fuurtstens to ne kumplette Kalfaterung Bri. 2, 33; 49…

Kalfathammer

Campe

Der Kalfathammer , des — s, Mz. die — hämmer , ein Hammer der Kalfaterer, womit sie auf das Kalfateisen schlagen. Er ist von Holz, walzenför…

Kalfatisen

MeckWB

Kalfatisen Klafat- n. wie Dichtisen Wi. Kü. 2, 71.

kalfattereⁿ

Idiotikon

kalfattereⁿ Band 3, Spalte 197 kalfattereⁿ 3,197

Kalfbakke

WWB

Kalf-bakke f. Schale der Muschel (Frbg.) ( Dor Bk).

Kalfband

WWB

kalf·band

Kalf-band Strick (zum Anbinden der Kälber) ( Stf Bo).

kalf als Zweitglied (23 von 23)

hindkalf

KöblerAnfrk

hind·kalf

hindkalf , st. N. (az/iz) nhd. Hirschkalb ne. fawn (N.) ÜG.: lat. cervus LW, hinnulus LW Hw.: vgl. ahd. hintkalb Q.: LW (1100) E.: s. *hind?…

kōkalf

KöblerMnd

kōkalf , N. nhd. „Kuhkalb“, weibliches Kalb E.: s. kō, kalf L.: MndHwb 2, 608 (kôkalf)

melkkalf

MNWB

melk·kalf

° melkkalf , n. , Schimpfname für einen jugendlichen Gegner (Dan. v. Soest 257). —

mērkalf

MNWB

merk·alf

mērkalf , n. , 1. „foca” (Seehund). — 2. „siren” (Fabelwesen, Sirene).

mērkalf

KöblerMnd

mēr·kalf

mērkalf , N. nhd. Seehund, ein Fabelwesen, Sirene ÜG.: lat. phoca, ypotus (= gr. ἱπποπόταμος [hippopótamus]?) E.: s. mēr (3), kalf L.: MndHw…

mėrikalf

KöblerAs

mėrikalf , st. N. (athem.) nhd. Meerkalb, Delphin ne. dolphin (N.) ÜG.: lat. delphinus Gl Hw.: vgl. ahd. merikalb* (st. N. iz/az) Q.: Gl (Pa…

nōtkalf

KöblerMnd

nōt·kalf

nōtkalf , N. nhd. „Notkalb“, Kalb das früh schlachtreif ist Hw.: s. nōtrünt E.: s. nōt (1), kalf L.: MndHwb 2, 1116 (nôtkalf) Son.: örtlich …

rêkalf

MNWB

rek·alf

° rêkalf , n. : junges Reh, Kitz, „capreolus” (Liljebäck Gl.), „capreus” (Ahd. Gl. 3, 721 = Nd. Wort 16, 99: Cheltenh. Gl.).

rēkalf

KöblerMnd

rēkalf , N. nhd. „Rehkalb“, junges Reh, Rehkitz ÜG.: lat. capreolus Hw.: vgl. mhd. rēchkalp, mnl. reecalf Q.: Ahd. Gl. 3 721 (13. Jh.), Nd. …

stērkalf

KöblerMnd

stērkalf , N. nhd. „Stierkalb“, junges Rind ÜG.: lat. vitulus E.: s. stēr (2), kalf W.: s. nhd. Stierkalb, N., Stierkalb, DW 18, 2861? L.: M…

sūpelkalf

KöblerMnd

sūpelkalf , N. nhd. Kalb das noch mit Milch aufgezogen wird E.: s. sūpel, kalf L.: MndHwb 3, 619 (sûpelkalver), Lü 392b (supelkalf)

sȫgekalf

KöblerMnd

sȫgekalf , N. nhd. Saugkalb Hw.: s. sōchkalf E.: s. sȫgen (1), kalf W.: s. nhd. Saugkalb, N., Saugkalb, DW 14, 1894? L.: MndHwb 3, 322 (sȫge…

tēgetkalf

MNWB

teget·kalf

tēgetkalf , n. ( Pl. -ver ) : Kalb als Zehntabgabe , „ van Kerckwedern entfangen vor de tegetkalver 4 matiger ” (Hann. Gbl. N. F. 49, 45).

tēgedekalf

KöblerMnd

tēgedekalf , N. nhd. „Zehntkalb“, Kalb als Zehntabgabe E.: s. tēgede (1), kalf L.: MndHwb 3, 836f (tēgetkalf) Son.: tēgedekalver (Pl.)

tēgetkalf

KöblerMnd

tēgetkalf , N. Vw.: s. tēgedekalf*

wāterkalf

KöblerMnd

wāter·kalf

wāterkalf , N. nhd. Wasserkalb Hw.: vgl. mhd. wazzerkalp E.: s. wāter, kalb W.: s. nhd. (ält.) Wasserkalb, N., „Wasserkalb“, DW 27, 2434? L.…