lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Kätzchen

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
6 in 6 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
16
Verweise raus
16

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Kätzchen

Kätzchen

Katze f. Der Name des domestizierten, seit der Spätantike als Mäusevertilger gehaltenen kleinen Raubtiers (dann auch zoologischer Sammelbegriff für alle Angehörigen dieser Raubtierfamilie) findet sich (allerdings mit wechselnder Stammbildung) im Westgerm. und Nordgerm., ahd. kazza f., kazzo m. (9. Jh.), mhd. katze f., afries. mnd. katte f., mnl. catte f., nl. kat f., aengl. catte f., catt m., mengl. engl. (von nordafrz. anglonorm. cat beeinflußt) cat, anord. kǫttr m., ketta f., schwed. katt m., katta f.; für das Got. fehlen Belege. Die nicht zum gemeinsamen ie. Bestand gehörende Bezeichnung läßt sich in den meisten europ. und einigen außereurop. Sprachen nachweisen, doch sind Herkunft und Entlehnungswege ungeklärt. Auf spätlat. cattus, catta (4. Jh., für lat. fēlēs, fēlis) beruhen mgriech. kátta (κάττα), káttos (κάττος) und die roman. Formen frz. chat m., chatte f., ital. gatto m., gatta f., span. gato m., gata f. Möglicherweise sind auch die übereinstimmenden Formen in den baltoslaw. Sprachen hier anzuschließen, z. B. aruss. kslaw. kotъka ‘Katze’, russ. kot (кот) ‘Kater’, lit. katẽ ‘Katze’, kãtinas ‘Kater’. Höheres Alter könnte dagegen den kelt. (air. cat, kymr. cath, im ir. Fürstennamen Cenn Cait ‘Katzenkopf’ vielleicht schon auf das 1. Jh. zurückgehend) und den germ. Bildungen zukommen, so daß der Ursprung der Benennung (zunächst für die einheimische Wildkatze?) mehrfach in diesen beiden Sprachgruppen vermutet wird; vgl. Kaspers in: Zs. f. vgl. Sprachforsch. 67 (1942) 218 f., der Katze als ‘Tier mit dem krummen Rücken’ an germ. *kat(t)- ‘Krümmung’ anzuschließen sucht. Auffällig sind aber nordafrikan. Entsprechungen wie nub. kadīs, berber. kaddîska, Afade gâda (FEW 2, 520), die an eine Ausbreitung des Tiernamens von Afrika her (durch kelt. Vermittlung?) denken lassen, da die gezähmte Katze zuerst in Ägypten vorkommt und von dort nach Europa gelangt. – Kätzchen n. ‘ährenähnlicher Blütenstand bestimmter Gehölze’ (z. B. Weide, Erle, Birke, Haselstrauch), durch Vergleich mit dem weichen Katzenfell motivierte Übertragung des Deminutivums von Katze (s. oben), frühnhd. ketzgin, palmketzel (15. Jh.); vgl. gleichbed. nl. katje, engl. catkin. Katzenauge n. ‘Rückstrahler, besonders am Fahrrad’ (20. Jh.), in der Mineralogie ‘einen streifenförmigen Lichtschein zeigender Edelstein’ (18. Jh.). Katzengold n. ‘goldgelb glänzender Glimmer’ (daneben Katzensilber für einen Glimmer mit silbrigem Glanz, beide 16. Jh.), vorher ahd. kazzūngold ‘goldgelbes Kirschharz’ (Hs. 12. Jh.); diesen Verwendungen liegt die Vorstellung des Falschen, Unechten zugrunde. Katzenjammer m. ‘körperliches Unwohlsein als Nachwirkung eines Rausches’ (2. Hälfte 18. Jh.), anfangs vor allem in der Studentensprache; seit dem 19. Jh. häufig auf Gemütszustände übertragen ‘Reue, Gewissensqual’ (s. auch 2Kater). Katzenmusik f. ‘mißtönende Musik’, ursprünglich jmdm. von Studenten als Ständchen dargebracht, um ihn zu verhöhnen (letztes Viertel 18. Jh.); bei Stieler (1691) ‘Geschrei der Katzen’. Katzensprung m. ‘unbedeutende Entfernung’ (17. Jh.).
3047 Zeichen · 122 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    kätzchenn.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    kätzchen , n. demin. von katze, wie kätzlein, nd. katteken br. wb., nl. kätsken, jetzt katje. rhein., hess. mit einem pl…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kätzchen

    Goethe-Wörterbuch

    Kätzchen 1 Dimin zu Katze Punkt 2b Unsere kleine Haushaltung geht recht ordentlich .. die hinckende Magd schwätzt mehr a…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kätzchen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Kätzchen ( Julus, Amentum ), ährenartiger Blütenstand, der dichtgedrängte, unscheinbare Blüten trägt und nach dem Verblü…

  4. Sprichwörter
    Kätzchen

    Wander (Sprichwörter)

    Kätzchen 1. Kätteken, witt du hûsen, dann mosst du mûsen. ( Waldeck. ) – Curtze, 341, 344. 2. Man mot de Kättken ni höch…

  5. Spezial
    Kätzchen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kätz|chen n. (-s,-) 1 pice iat m. 2 ‹infant› (Kosewort) min (mins) m. , mino (-ni) m. 3 pl. (der Weiden) iac m.pl. , min…

Verweisungsnetz

25 Knoten, 22 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 3 Kompositum 19 Sackgasse 3

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kaetzchen

8 Bildungen · 3 Erstglied · 5 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von kaetzchen

kaetz + -chen

kaetzchen leitet sich vom Lemma kaetz ab mit Suffix -chen.

kaetzchen‑ als Erstglied (3 von 3)

kätzchenartig

GWB

kaetzchen·artig

kätzchenartig zu Kätzchen Pkt 2 die weiblichen [ Hopfenblüten ] stehen k. um eine Spindel N13,85,2 Hopfen Christiane Schlaps C.S.

kätzchenhaft

DWB

kaetzchen·haft

kätzchenhaft , adj. nach kätzchen 1, von Göthe gebraucht, Mephistopheles findet die engel so heimlich-kätzchenhaft begierlich, mit jedem bli…

kaetzchen als Zweitglied (5 von 5)

Haselkätzchen

Adelung

hasel·kaetzchen

Das Haselkätzchen , des -s, plur. ut nom. sing. die Kätzchen, d. i. cylindrischen mit Blättchen wie mit Schuppen überdeckten Körper an den H…

kammerkätzchen

DWB

kammer·kaetzchen

kammerkätzchen , n. scherzname für kammerjungfer, bald liebkosend bald neckend ( vgl. kätzchen 1) seit dem 17. jh. im gebrauch ( Frisch 1, 5…

maikätzchen

DWB

mai·kaetzchen

maikätzchen , n. kleine, im mai geworfene katze. auch die blütenkolben von manchen bäumen und sträuchern heiszen so, s. kätzchen th. 5, 280.