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Holl

nhd. bis sprichw. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
7 in 6 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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11
Verweise raus
7

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Holl

Bd. 9, Sp. 476
Holl, 1) Elias, Architekt, geb. 28. Febr. 1573 in Augsburg als Sohn des Maurermeisters Hans H., dessen Handwerk er erlernte, gest. daselbst 6. Jan. 1646, wurde 1596 Meister und machte im Winter von 1600 auf 1601 eine Reise nach Venedig, wo die Bauwerke der italienischen Spätrenaissance, insbes. Palladios, so mächtig auf ihn einwirkten, daß seine künstlerische Tätigkeit nach seiner Rückkehr in die Vaterstadt davon völlig beeinflußt wurde. Nachdem er 1602 seine Fähigkeit an dem Zunfthaus der Bäcker bewährt, wurde er in demselben Jahr als Werkmeister in den Dienst der Stadt genommen, in deren Auftrag er unter anderm das Zeughaus (s. Tafel »Architektur XI«, Fig. 4), den Wertachbrücken-Torturm und das Siegelhaus (1605), den Klinkertorturm (1608), den Fischertorturm und das Metzgerhaus (1609), das Rathaus, sein Hauptwerk (1615–20), den roten Torturm und das Heilige Geist-Spital erbaute. Weil er nach der religiösen Umwälzung in Augsburg als Protestant an seinem Bekenntnis festhielt, wurde er 1631 aus dem städtischen Dienst entlassen. H. ist einer der hervorragendsten Vertreter der italienischen Richtung in der deutschen Renaissancearchitektur. Er hat eine Selbstbiographie hinterlassen, die Rechenschaft über seine umfangreiche Tätigkeit ablegt. Vgl. Leybold, Das Rathaus der Stadt Augsburg (2. Aufl., Berl. 1892); Vogt, Elias H. (Bamb. 1890). 2) Frank, engl. Maler, geb. 1845 in Kentishtown (London), gest. 31. Juli 1888 in London, erhielt den ersten Unterricht in der Kunst von seinem Vater, einem Kupferstecher, bezog mit 15 Jahren die Schule der königlichen Akademie und gewann daselbst 1863 die goldene Medaille und ein zweijähriges Stipendium für die beste historische Komposition. Seinem ersten Bild: Aus der Kirche vertrieben, folgten 1865 die Farnkrautsammler, 1867 der Rekonvaleszent, 1869 eine ergreifende Familienszene: der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen. Die Königin gab ihm daraufhin den Auftrag für ein andres: keine Kunde von der See (1871), worin H. eine Seemannsfrau, in ängstlicher Erwartung nach der See ausschauend, schilderte. Diesem folgten 1872 das Dorfbegräbnis und 1873 ein Ruheplatz in einer Eisenbahnstation, 1874: im Stiche gelassen (Hauptbild), 1876 der Erstgeborne, 1877 der Heimgang und 1878 in Newgate verhaftet. Dann wendete sich H. fast ausschließlich der Bildnismalerei zu, in der er durch Energie und Lebendigkeit der Charakteristik und durch Kraft des Kolorits Hervorragendes geleistet hat.
2460 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Holl

    Campe (1807–1813)

    Holl , des — es, Mz. die — e , etwas Hohles, ein hohler Raum. »Das Hohl der Erden.« I Franke. Auf den Schiffen versteht …

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Holl

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Holl , 1) Elias , Architekt, geb. 28. Febr. 1573 in Augsburg als Sohn des Maurermeisters Hans H., dessen Handwerk er erl…

  3. modern
    Dialekt
    Holl

    Schweizerisches Idiotikon · +3 Parallelbelege

    Holl Band 2, Spalte 1157 Holl 2,1157

  4. Sprichwörter
    Holl

    Wander (Sprichwörter)

    Holl 1. Das ging alles holl über boll. – Frischbier 2 , 1644; Hennig, 103. Sehr eilfertig. 2. Dat is holl un boll. ( Mec…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit holl

274 Bildungen · 263 Erstglied · 4 Zweitglied · 7 Ableitungen

holl‑ als Erstglied (30 von 263)

holla 1 und häufiger

KöblerAfries

holla 1 und häufiger , sw. M. (n) nhd. Kopf ne. head (N.) E.: s. germ. *hulnis, Sb., Hügel; vgl. idg. *kel- (1), *kelə-, *kelH-, V., Adj., r…

Hollabrunn

Meyers

holla·brunn

Hollabrunn ( Oberhollabrunn ), Marktflecken in Niederösterreich, am Göllersbach und der Österreichischen Nordwestbahn, Sitz einer Bezirkshau…

hollâcienhûs

MNWB

+ hollâcienhûs , n. , Versammlungshaus, Kirchensaal.

Holladau

Wander

holla·dau

Holladau Die Holladau fängt da an, wo die gescheiten Leute aufhören. Unter der Holladau, auch Hollertau, Helledau und Hollidau genannt, vers…

holläcks

RhWB

holläcks = Hetzruf für Hunde;

holländer

DWB

holla·ender

holländer , m. 1 1) einwohner Hollands: gieng hiemit durch wie ein Holländer. Simpl. 1, 144 Kurz. vgl. holländisch . 2 2) östlich von der El…

Holländerbäume

PfWB

Holländer-bäume Pl. : 'Eichenstämme, die für den Schiffsbau nach Holland geliefert wurden', Holländerbäum [Heimatbl. für Lu'haf, Nr. 11/ 191…

holländerei

DWB

hol·laenderei

holländerei , f. ein wirtschaftsgut, bei dem die hauptsache in viehzucht und im wiesenwachse besteht. Jacobsson 6, 94 b ; der mensch überhau…

Holländerey

Adelung

hol·laenderey

Die Holländerey , plur. die -en, ein nach Holländischer Art in Ansehung der Viehzucht eingerichtetes Landgut.

holländerholz

DWB

hollaender·holz

holländerholz , n. groszes holz für den schiffbau: unter dem kiefernholze giebt es sogenanntes Holländerholz zu sechzig, siebenzig, achtzig …

holländerin

DWB

holland·erin

holländerin , f. Batava. Frisch 1, 464 a ; das weib des fliegenden Holländers, die frau fliegende Holländerin. H. Heine 4, 136 .

Holländerklotz

PfWB

hollaender·klotz

Holländer-klotz m. : 'Baumstamm für den Schiffsbau in Holland', Holländerklotz [PfMHk. 1932, S. 310]. Danach auch ein FlN bei BZ-Hermbg. —

Holländern

Wander

holla·endern

Holländern He hett uthollandert (ausgeholländert). D.i. er hat ausgewirthschaftet, sich durch ökonomische Thorheiten zu Grunde gerichtet. Ho…

Holländerstämme

PfWB

Holländer-stämme Pl. : = Holländerbäume . Am 22. Juli 1740 verkaufte man in Kaislt 665 Holänderstämme aus dem Stadtwald [ Küchler 616]. Rhei…

holl als Zweitglied (4 von 4)

Selbscholl

DRW

selb·scholl

Selbscholl, Selbsolle, m. zu sollen I wie Selbstschuldner (I) bdv.: Geldscholl, Gescholl (I) wirt ein man des andern bvrge. iener habt sich …

Selbstgescholl

DRW

Selbstgescholl, Selbgescholl, m. zu sollen auch Selbs-; auch in loser Vbdg. I wie Selbstschuldner (I) vgl. Gescholl (I), Gescholl (III 2) vm…

tscholl

Idiotikon

tscholl Band 14, Spalte 1726 tscholl 14,1726

Ableitungen von holl (7 von 7)

behollen

MeckWB

behollen behalten: beholl, behöllst, behöllt; behel Mi 7 a . I. trans. 1. halten: wi hebben dat verspraken, wi willen dat ok behollen Schö S…

Behollung

MeckWB

Behollung f. Erhaltung, a. Spr.: 'by beholdinge user gnade' (Wi 1396) UB. 23, 47.

enthollen

MeckWB

enthollen enthalten 1. trans. a. aufnehmen, Unterschlupf gewähren, a. Spr.: 'dat se den misdeder nicht ... heghen edder untholden willen' (1…

erhollen

MeckWB

erhollen erhalten 1. in einem Zustande erhalten, bewahren: 'Die Wohn- und Wirtschaftsgebäude ..., insofern der Gutsherr solche zu erhalten s…

gehollen

DWB

gehollen , s. unter hellen, gehellen.

holle

DWB

holle , f. führt Nemnich als name für die kuppe der hühner und enten auf; aber auch als name des stiers.

Verhollen

MeckWB

Verhollen a. Spr. Vörholden n. Verhalten: 'schein unnd beweiß seines vorholdens' (um 1580) Beitr. Rost. 4, 2, 59.