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hard

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WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

hard Adj.

Bd. 3, Sp. 92
hard Adj. [verbr.] 1.1. nicht weich oder elastisch, sondern fest und widerstandsfähig; kaum nachgebend, ungeschmeidig. Ne hatte Nuet (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@AfferdeAf). Ne hatte Koäste (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@MüschedeMü). ’n hadd Butt (Knochen) (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe). Hatt (schwer zu bearbeitendes) Lant (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl). Hatte (rauhe) Hänne (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@GreffenGf). Hatt gekaokt (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@BottropBp). Dat Plässken is hart (knusprig) (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@BentropBt). Dat Kaorn is hatt (reif) (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@NordwaldeNw). — 1.2. (in Bezug auf Wasser) kalkhaltig: Hatt Wāter (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 1.3. abgehärtet, robust und widerstandsfähig. ’n harren (trinkfester) Süeper (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl). — Sagw.: Dat höält harre, sagge de Bock, doa soll hei lammen (Kr. ArnsbergArn Lü). — 2. mühevoll, schwer erträglich. Ne hatte Arbǟit (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Ne hatte Strōafe (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Dat es en hatten Slach föä mī (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Harre Wäida (Schmerzen) (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl). — 3. ohne Mitgefühl; unbarmherzig, streng. ’n hatt Waot (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). — 4.1. von großer (als unangenehm empfundener) Stärke, Intensität. ’n hadden Riägen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). ’n hatt Gewitter (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl). Et gïet ’n hatten Winter (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Harre am Plästern (regnen) (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HövelHö). — 4.2. heftig, wuchtig. Hatt tooslaoen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). Hei kreg en hatten Schlag, dat hei inne Ecke lag (Kr. MindenMin Kr. Minden@TodtenhausenTo). — Ra.: Dat geht hatt kïeggen hatt wenn keiner nachgeben will (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). — Sagw.: Hart tieggen hart, saggte de Buer, doa scheit hei tiegen’t Dunnerwiäer (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Hatt giegen hatt, sagg de Buck, dao sprünk he mett’n Kopp giegen de Haverkist hartem Gegner harten Widerstand leisten; mit dem Kopf durch die Wand wollen (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). — 4.3. schnell, rasch, geschwind. Laup nit so hatt! (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Abschiedsgruß: Doot ’t so hatt, as ih köönt! (WmWb). — 4.4. laut, schrill. ’n hadden Knall (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Ne harre Stemm (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). Hatt kriesken laut rufen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). Se mochen dat hatt upsäggen (WmWb). Hädder (lauter) kuiern (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh). — 4.5. schön. Hä kann hart sing’n (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@StiepelSp). — 4.6. IdW.: Ne harre Fraoge unbeantwortet gebliebene Frage: Of hai van Aowend nao küemmet, dat ies nao ne harre Fraoge (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). — 5. nahe vorher (Ravensbg Weddigen). — 6. In adv. Gebrauch verstärkend: sehr. Hai is harre boise (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@SerkenrodeSr). Dä sint hatt katolls (katholisch) (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Dätt dait mey harre wäih (Kr. MeschedeMes Br). ⟨hart [OWestf, sonst verstr.], hat [verbr.]. — In adv. Gebrauch häufig hadde bzw. harre⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 3,269: hart; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 5,982: hart.
2312 Zeichen · 83 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    hardAdj.

    Köbler Anfrk. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    hard , Adj. nhd. hart ne. hard (Adj.) ÜG.: lat. durus MNPs Vw.: s. *filo-? Hw.: s. hardo; vgl. as. hard (2), ahd. hart (…

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    hardst. M. (a?, i?), st. F. (i), st. N. (a)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    hard , st. M. (a?, i?), st. F. (i), st. N. (a) nhd. „Hart“, Wald, Gehölz ne. wood (N.), copse ÜG.: lat. lucus Gl Hw.: vg…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    -Hard

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    -Hard , oder -hart, eine Endsylbe vieler eigenthümlicher Deutscher Nahmen, welche, wie es Frisch sehr wahrscheinlich mac…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hard

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Hard , Dorf in Vorarlberg, Bezirksh. Bregenz, am Bodensee und an der Staatsbahnlinie Bregenz-St. Margarethen, mit Färber…

  5. modern
    Dialekt
    Hard

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Hard [Hârt O. Illk. ] f. 1. Wald, meist mit hartem Holz, Buchen, Eichen ( Gegens. grüener Wald, mit weichem Holz, Rheinw…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hard

200 Bildungen · 176 Erstglied · 20 Zweitglied · 4 Ableitungen

hard‑ als Erstglied (30 von 176)

Hard I

Idiotikon

Hard I Band 2, Spalte 1595 Hard I 2,1595

Hard II

Idiotikon

Hard II Band 2, Spalte 1596 Hard II 2,1596

Hard III

Idiotikon

Hard III N. Band 2, Spalte 1596 Hard III N. 2,1596

Hardamt

Idiotikon

hard·amt

Hardamt Band 1, Spalte 244 Hardamt 1,244

Hardanger

Meyers

hard·anger

Hardanger , starkfädiger und steifappretierter Baumwollenstoff, Gaze bindend, für Stickereizwecke mit 64–112 Fäden auf 10 cm.

Hardanger Arbeit

Meyers

hardanger·arbeit

Hardanger Arbeit , eine in neuerer Zeit nach der gleichnamigen norwegischen Landschaft (s. Hardangerfjord ) benannte Leinendurcharbeit in we…

Hardangerfjord

Meyers

hardanger·fjord

Hardangerfjord , eine 175 km lange Meeresbucht an der Küste des norweg. Amtes Söndre-Bergenhus, mit ebenso anmutigen wie großartigen Umgebun…

Hardangervidden

Meyers

Hardangervidden , Hochebene im südlichen Norwegen auf der Grenze der Stifter Bergen, Hamar, Christiania und Christiansand, im O. des Hardang…

Hardbak

WWB

hard·bak

Hard-bak n. [ Hal Wie Pad Sos Bür] 1. zweifach gebackenes Brot, Zwieback. — 2.1. „Knabbeln“ (Frbg.), Weißbrotbrocken (Brot wird nach dem ers…

hardbekkesk

WWB

hard-bekkesk Adj. [WMünsterl Stf] unempfindlich am Maul, Gebiß. De hattbecksken Äöse kreegen ne Stangentoom (Trense für widerspenstige Pferd…

Hardbō²m

WWB

hard·bom

Hard-bō²m m. [verstr.] 1. roter Hartriegel (Cornus sanguinea). — 2. Ahorn (Frbg.) ( Olp El).

hardburi

KöblerAs

hard·buri

hardburi , st. M. (i) nhd. Obrigkeit ne. authority (N.) Hw.: vgl. ahd. hartburi* (st. M. ja) Q.: H (830) E.: s. *hard? (1), *buri?; B.: H No…

Hardburste

WWB

hard·burste

Hard-burste f. [WMünsterl Kos] feiner, sich (nicht ( Kos Ge )) weiter ausdehnender Riss.

Hardcopygerät

LDWB2

Hard|co|py|ge|rät n. (-[e]s,-e) ‹inform› stampanta (-tes) f.

Hardcover

FiloSlov

Hardcover , n переплёт , м , твёрдый

hard disk

LDWB1

hard·disk

hard disk [hard·disk] (ingl.) m.inv. ‹inform› Festplatte f., Harddisk f.

Harddrāwer(t)

WWB

Hard-drāwer(t) m. [ Stf Wdf Bek] 1. faules Pferd (Schimpfw.) (Frbg.) ( Wdf Mi ). — 2. nicht gern und deshalb langsam arbeitende Person (Schi…

hard(d)rugelinboum

AWB

hard ( d ) rugelinboum mfrk. st. m. hardrugelin-boum: nom. sg. Gl 3,386,31 ( Jd ). Roter Hartriegel, Cornus sanguinea L.: sanguinarius . Vgl…

hā̆rdechê(i)t

MNWB

hā̆rdichêⁱt , hā̆rdechê(i)t , hē̆rd- , f. , Härte, im wirklichen und im geistigen Sinne; 1. harte Haut, Schwiele. 2. Unempfindlichkeit, Härt…

Hardegg

Meyers

hard·egg

Hardegg , Julius von , Militärschriftsteller, geb. 11. April 1810 in Ludwigsburg, gest. 16. Sept. 1875 in Stuttgart, trat 1828 als Leutnant …

Hardegger

Meyers

hard·egger

Hardegger , deutscher Liederdichter des 13. Jahrh., vielleicht Schweizer, von dem 15 Spruchstrophen religiösen und moralischen Inhalts inv. …

Hardegsen

Meyers

Hardegsen , Stadt im preuß. Regbez. Hildesheim, Kreis Northeim, an der Espolde und der Staatsbahnlinie Ottbergen-Nordhausen, 173 m ü. M., ha…

hardeiʒ

Lexer

hard·eiz

hardeiʒ stf. BMZ aus fz. hardiesse Wwh. s. hardieren.

hard als Zweitglied (20 von 20)

filohard?

KöblerAnfrk

*filohard? , Adj. nhd. sehr heftig ne. powerful Hw.: s. filohardo; vgl. ahd. *filuhart? E.: s. filo*, hard*

Bếrnhard

Adelung

bern·hard

Bếrnhard , ein gleichfalls männlicher Taufnahme, von Bern, Ruhm, und der alten Ableitungssylbe hard oder ard, welche so viel wie Er ist, und…

Borghard

Wander

borg·hard

Borghard Borghard ist Lehnhards Knecht. – Pistor., III, 17; Hertius, I, 61; Körte, 680; Simrock, 1213; Hassl., 34. Der Borger steht stets zu…

Burkhard

Adelung

Burkhard , Genit. -s, Dat. -en, ein alter Deutscher männlicher Vornahme, dessen Bedeutung so ausgemacht noch nicht ist. Ehedem wurde er oft …

Êberhard

Adelung

eber·hard

Êberhard , ein Mannsnahme, welcher von dem Worte Eber, aper, vermittelst der Endsylbe hard gebildet worden; S. Hard. Im gemeinen Leben wird …

Engelhard

Wander

engel·hard

Engelhard Er hat Engelhard's Hännes 1 Messer. 1 ) Johannes Engelhard's. – In Nordhausen bei Kassel von einem Aufschneider gebräuchlich.

Geldhard

Wander

geld·hard

Geldhard Geldhard's Bruder heisst Sorghard. Die Russen sagen: Rublow's Gefährte heisst Sabotow.

Gêrhard

Adelung

ger·hard

Gêrhard , ein eigenthümlicher Vornahme für Personen männlichen Geschlechtes, welcher Deutschen Ursprunges ist, von dem Zeitworte gehren, beg…

Knittelhard

Wander

knittel·hard

Knittelhard Mit Knittelhardi's herumwerfen. Wol so viel als: in Sprichwörtern reden. Bei Coler (215 b ) heisst es: »Auch sollen sie ungebete…

Leonhard

Wander

leon·hard

Leonhard St.-Leonhard gib sein Eisen niemand, es stele es jhm denn ein Dieb. – Petri, II, 516.

Lobhard

Wander

lob·hard

Lobhard Lobhard kommt weiter als Schiltfried. – Sprichwörtergarten, 296. Mässiges Lob wirkt mehr als überhäufter und scharfer Tadel.

Reinhard

Adelung

rein·hard

Reinhard , ein männlicher eigenthümlicher Nahme, S. Adelung Reineke 1.

Richard

Wander

ric·hard

Richard Richard und Armgard sind Vettern. Wortspiel mit arm und reich, um zu sagen, dass Armuth und Reichthum verwandt sind, dass der Arme r…

ênhard

KöblerAs

ênhard , Adj. nhd. sehr hart, böse, feindlich ne. very hard (Adj.), hostile (Adj.) Hw.: vgl. ahd. einhart Q.: H (830) E.: s. ên, hard (2); B…

Ableitungen von hard (4 von 4)

beharden

MNWB

beharden 1. s. behērden; 2. s. beharren ausharren.

Erhard

Meyers

Erhard , 1) Heinrich August , Geschichtsforscher, geb. 13. Febr. 1793 in Erfurt, gest. 22. Mai 1852 in Münster, studierte Medizin, habilitie…

harde

DWB

harde , f. in Schleswig-Holstein gemeindebezirk von mehreren höfen oder dörfern: nicht gezwungen sein die vorräthe des königs auszerhalb der…

verharden

MeckWB

verharden hart werden: 'Wen he sine saken nicht kan werden quyt, De em in den Darmen verhardet sind lange tydt' Laur. Schg. 2, 548; mod. ref…

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APA
Cotta, M. (2026). „hard". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/hard/wwb
MLA
Cotta, Marcel. „hard". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/hard/wwb. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „hard". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/hard/wwb.
BibTeX
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