lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Hall

ae. bis sprichw. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
19 in 9 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
15
Verweise raus
11

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Hall

Bd. 8, Sp. 652
Hall, 1) Stadt in Tirol, Bezirksh. Innsbruck, 552 m ü. M., am linken Ufer des von hier an schiffbaren Inn, an der Südbahnlinie Kufstein-Innsbruck-Ala und an der Dampfstraßenbahn Innsbruck-H., Sitz eines Bezirksgerichts und eines Revierbergamts, ist altertümlich gebaut, hat eine gotische Pfarrkirche (von 1271) mit einem Denkmal Speckbachers, ein Rathaus, einen Münzturm (16. Jahrh.) und alte Stadttore, ein Obergymnasium, eine Fachschule für Tischlerei, ein Taubstummeninstitut, eine Landesirrenanstalt, ein Kloster der Salesianerinnen mit Mädchenpensionat (Turnfeld), Fabrikation von Schafwollwaren, Zwirn, Mehl, Teigwaren, Bier, ein ärarisches Salzsudwerk, zu dem die Sole von dem 10 km nördlich gelegenen Salzberg geleitet wird (Produktion 1902: 145,190 metr. Ztr. Salz), und (1900) 6191 Einw. Wegen seiner gesunden Lage und seiner Solbäder ist H. ein besuchter Kurort. H. erhielt schon 1303 Stadtrechte. In den Jahren 1663 und 1670 ward H. von heftigen Erdbeben betroffen. Hier fanden auch Gefechte 11. und 12. April, 29. Mai und 13. Aug. 1809 zwischen Tirolern und Bayern statt, in denen sich neben Speckbacher namentlich der Schützenmajor Straub aus H. auszeichnete. Früher war daselbst eine berühmte Münzstätte (F), wo noch 1809 die sogenannten Sandwirtszwanziger geprägt wurden. Vgl. Schweyger, Chronik der Stadt H. 1303–1572 (hrsg. von Schönherr, Innsbr. 1867); Stolzissi, Die Stadt H. in Tirol (das. 1889); Straganz, H. in Tirol (Geschichte, Bd. 1, Innsbr. 1903). – Nördlich von H. liegt das Dorf Absam, mit Wallfahrtskirche, Spinnerei und Weberei und (1900) 1482 Einw., Geburtsort des Geigenmachers Stainer, westlich Heiligkreuz, mit Solbad und 209 Einw., und östlich die Sommerfrische Gnadenwald, mit 266 Einw. 2) (Bad-H.) Marktflecken in Oberösterreich, Bezirksh. Steyr, 376 m ü. M., an den Linien Unterrohr-Bad H. der Kremstalbahn und Pergern-Bad H. der Steyrtalbahn, hat ausgezeichnete, schon im 9. Jahrh. bekannte jod- und bromhaltige Kochsalzquellen (11°), die namentlich gegen skrofulöse Leiden, Haut- und Geschlechtskrankheiten gebraucht werden (4000 Kurgäste), gute Badeeinrichtungen des Landes Oberösterreich, Parkanlagen, ein Kinderspital, Militärkurhaus, Theater und (1900) 1061 Einw. Vgl. Rabl, Bad H., ärztliche Beobachtungen und Erfahrungen (Wien 1891); Schuber, Der Kurort H. (3. Aufl., das. 1892); Haidenthaller, Bad H. (Linz 1898). 3) (Schwäbisch-H.) Oberamtsstadt im württembergischen Jagstkreis, am Kocher, 301 m ü. M., an der Staatsbahnlinie Heilbronn-Krailsheim, hat 4 evang. Kirchen (darunter die schöne, 1427–1525 erbaute gotische Michaeliskirche mit vortrefflichen Holzschnitzwerken), eine kath. Kirche, ein israelit. Bethaus, ein stattliches Rathaus, Solbad und (1900) 9225 Einw., davon 816 Katholiken und 187 Juden. Die Gewerbtätigkeit besteht in Fabrikation von Bügeleisen, Maschinen, Achsen, Teigwaren, Stärke, Harzprodukten, Bürsten und Pinseln; auch hat die Stadt Baumwollspinnerei, Eißengießerei, Gerberei, Sägewerke, Kunstmühlen, Ziegeleien, Bierbrauerei und eine Saline, welche die Sole versiedet, die von dem 8 km entfernten Steinsalzbergwerk Wilhelmsglück hierher geleitet wird. Der lebhafte Getreidehandel wird durch eine Getreidebörse unterstützt, auch hat die Stadt besuchte Viehmärkte. An öffentlichen Anstalten befinden sich dort ein Gymnasium, Oberrealschule, landwirtschaftl. Winterschule, Diakonissenhaus, ein reiches Hospital und ein Landesgefängnis. Von Behörden haben in H. ihren Sitz: ein Generalsuperintendent und ein Landgericht. Südlich von der Stadt, am Kocher, liegt die Ruine der Festung Limpurg und das Schloß Komburg (s. d.); ebenfalls in der Nähe der Aussichtspunkt Einkorn mit dem König Karl-Turm. Zum Landgerichtsbezirk H. gehören die sieben Amtsgerichte zu Gaildorf, H., Krailsheim, Künzelsau, Langenburg, Mergentheim u. Öhringen. H. verdankt seine Entstehung und sein Aufblühen der jetzt noch vorhandenen Salzquelle. Auf der Burg H. wohnten die vom Reich belehnten Salzgrafen, als deren erste die Grafen von Westheim genannt werden. Später kam H. an die Tempelherren. 1276 wurde H. von Rudolf von Habsburg zur Reichsstadt erhoben und hatte eine eigne Münze, in der die ersten Heller geschlagen wurden. Am 11. Febr. 1610 ward hier die protestantische Union erneuert; 1728 brannte H. fast ganz ab, und 1802 kam es an Württemberg. Vgl. Kolb, Geschichtsquellen der Stadt H. (Bd. 1 u. 2, Stuttg. 1894–1904); Gmelin, Hällische Geschichte (Hall 1896); Germann, Chronik von Schwäbisch-H. (das. 1902).
4483 Zeichen · 95 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    hallst. F. (ō)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    hall , st. F. (ō) Vw.: s. heall (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hall

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Hall , des -es, plur. die -e, ein in dem gemeinen Sprachgebrauche der Hochdeutschen veraltetes Wort, den Schall ausz…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hall

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +10 Parallelbelege

    Hall , tyrol. Stadt am Inn 3 St. unterhalb Innsbruck, Sitz einer Berg- u. Salinendirektion, der vereinten Salzerzeugungs…

  4. Sprichwörter
    Hall

    Wander (Sprichwörter)

    Hall Wia de Hoal ein 1 Woald ei'che geaht, aso geaht e wieder ausse' 2 . ( Innsbruck. ) – Frommann, VI, 35, 35. 1 ) Hall…

Verweisungsnetz

38 Knoten, 23 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 2 Kognat 2 Kompositum 17 Sackgasse 17

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hall

362 Bildungen · 200 Erstglied · 154 Zweitglied · 8 Ableitungen

hall‑ als Erstglied (30 von 200)

Halles

SHW

Hall-es Band 3, Spalte 59-60

Halljes

SHW

Hall-jes Band 3, Spalte 61-62

Hallämter

Meyers

hallam·ter

Hallämter , Mautämter, in Bayern und Württemberg die Hauptzoll- und Steuerämter, bei denen sich öffentliche Niederlagen (Hallen) befinden.

HALLAERE

BMZ

hall·aere

HALLAERE , HALLER , HELLER stm. heller, denarius Hallensis, eine kleine münze, welche nach zeit und ort von verschiedenem werte war. gewöhnl…

Hallage

Meyers

hall·age

Hallage (franz., spr. alāsch', von halle , »Markthalle«), Buden-, Markt-, Standgeld.

Hallam

Herder

hal·lam

Hallam (Hälläm), Henry, geb. um 1790, berühmt als Verfasser der „Geschichte der engl. Constitution” (London 1827; 4. Aufl. 1842); er schrieb…

Halland

KöblerAn

hall·and

Halland , st. N. (a) nhd. Teil Südschwedens, das steinige Land E.: s. land L.: Vr 205a

hallaricus

MLW

* h allaricus , -a, -um. ( * hallarius) ad hallarium q. d. pertinens – Salzsieder- : MLW Trad. Salisb. I 222 a (c. 1147) comes ... tradidit …

hallarius

MLW

hall·arius

* hallarius , -i m. (2. * halla) gen. pl. -ium: MLW l. 20 . qui salem coquit – Salzsieder, ‘Hallarier’, ‘Haller’ (cf. Dt. Rechtswb. IV. p. 1…

hallarr

KöblerAn

hall·arr

hallarr , st. M. (a) nhd. Baumart I.: Lw. afrz. hallier E.: s. afrz. hallier L.: Vr 205a

Hallas

RhWBN

hal·las

Hallas  Kemp-Sittart Süchteln m.: Jubel, Trubel; wor dat hüt enen H.!

hallasch

DWB

hall·asch

hallasch , m. salzschiff kleinerer art in Baiern. Schm. 1, 122 . vgl. DWB asch 1, 578.

hallasken

WWB

hal·lasken

hallasken V. [Wal] verhauen, prügeln, schlagen. ¶ WWB-Source:207:NdsWb NdsWb 5,880: hallaschen .

Hallatz

Meyers

hall·atz

Hallatz , Emil , Maler, geb. 1837 in Frankfurt a. O., gest. 15. Sept. 1888 in Friedenau bei Berlin, erhielt seinen künstlerischen Unterricht…

Hallau

Meyers

hal·lau

Hallau , zwei Ortschaften des schweizer. Kantons Schaffhausen, Bezirk Unter-Klettgau: Ober-H ., evang. Pfarrdorf, 439 m ü. M., mit (1900) 53…

Hallberg-Broich

Herder

Hallberg-Broich , Theodor Hubert Freiherr von, vom Unterrhein 1816 nach Gauting in Bayern übergesiedelt, ein als „Eremit von Gauting” bekann…

Hallberger

Meyers

hall·berger

Hallberger , Eduard , Buchhändler, geb. 29. März 1822 in Stuttgart, gest. 29. Aug. 1880 in Tutzing am Starnberger See, Sohn des Buchhändlers…

hallbube

DWB

hall·bube

hallbube , m. wol ein bube, der sich an den verkaufshallen des marktes umhertreibt, straszenbube, gassenjunge: denn wie Vergerius desz bapst…

Hallbursch

Adelung

hall·bursch

Der Hallbursch , des -en, plur. die -e, ein gemeiner Salzarbeiter in den Salzwerken, S. Adelung Halle 4) und Hallor.

hallbursche

DWB

hall·bursche

hallbursche , f. bursche der im salzwerke (halle 3) beschäftigt ist, salzsieder. Frisch 1, 401 c . vergl. unter hallor.

hall als Zweitglied (30 von 154)

Úntermarschall

Campe

Der Úntermarschall , — es, Mz. — schälle , ein einem höhern, dem Obermarschalle, untergeordneter Marschall.

ADELSMARSCHALL

DWB2

adel·s·marschall

DWB2 ADELSMARSCHALL m. DWB2 sprecher der ritterschaft: DWB2 1769 adelsmarschall in: Gutzeit Livland 1 ( 1864 ) 26 b . ⟨1889⟩ damit sie mich,…

Anhall

Campe

◎ Der Anhall , des — es, d. Mz. ungew. ein an einen Körper anstoßender Hall, Schall. C.

Böllerschall

Wander

boeller·schall

Böllerschall Mit Bollerschall und Lautenschlag führt man den Teufel unter sein Dach. ( Rumänien. ) – Neue Freie Presse, 4581. Mit Freudeschü…

Common-Hall

Herder

Common-Hall (Kammön Hahl), engl., Gemeindehalle, Rathhaus.

DENGELHALL

DWB2

dengel·hall

DWB2 DENGELHALL m. DWB2 zuss. mit dengel n.: DWB2 u1600 der herr des impß oder seine diener kumen im mit dem danglhall nach öst. weist. 15,8…

donnerhall

DWB

donner·hall

donnerhall , m. wie donnerschall. der posaune donnerhall ruft bald Klopstock 5, 715 . wohl erkennt er und trifft heiliger musenkunst vielfac…

donnerschall

DWB

donner·schall

donnerschall , m. wetter- oder donnerschall fragor nubium, mugitus tonitruum Stieler 1723 .

Drommetenhall

Campe

drommeten·hall

◬ Der Drommetenhall , des — es, Mz. die — e, der Hall oder Schall der Drommete; der Drommetenschall. Statt des Drommetenhalls, tönt himmlisc…

Drommetenschall

Campe

drommeten·schall

◬ Der Drommetenschall , des — es, d. Mz. ungew. der Schall der Drommete. Es wurde bei oder mit Drommetenschall verkündigt.

freudenschall

DWB

freude·n·schall

freudenschall , m. jubilum, mhd. auch blosz schal: da disz die menge höret, klopfeten sie mit fäusten freudenschall ( plaudebant ). buch der…

Fürstfeldmarschall

GWB

fuerst·feldmarschall

Fürstfeldmarschall Getrenntschr Titel des Herzogs u preuß Generalfeldmarschalls KarlWilhFerd vBraunschweig-Wolfenbüttel als Oberbefehlshaber…

Futtermarschall

Adelung

futter·marschall

Der Futtermarschall , des -es, plur. die -schälle, ein Hofbedienter, der für das Futter des Marstalles sorget, und an manchen Orten mit dem …

G(e)braschall

Idiotikon

G(e)braschall Band 5, Spalte 821 G(e)braschall 5,821

Gaffelschall

MeckWBN

gaffel·schall

Wossidia Gaffelschall f. Arm der Dreschgabel (s. Gaffel 1 a): dei Gaffelschallen wiren mit Nagels beslagen, dat sei dat Kuurn ornlich ruwwel…

gegenhall

DWB

gegen·hall

gegenhall , m. echo, wiederhall Stieler 734 , Adelung ( der schon wiederhall als üblicher bezeichnete ): gute nacht, ihr wohnungen des gegen…

gegenschall

DWB

gegen·schall

gegenschall , m. echo Stieler 1723 , Rädlein u. a.; dazu gegenschällig adj. Stieler 1724 , auch gegenschallhafte tonweise Birken ostl. lorb.…

Ableitungen von hall (8 von 8)

behallen

LothWB

be-halle n [bəhalə fast allg.; bəhálən D. Si. ; Ptc. bəhál] tr. v. behalten. s. halle n .

enthallen

DWB

enthallen , resonare: den satten rindern selten nur enthallt das geglock am halse. Lenau ( abendbilder ).

erhallen

DWB

erhallen , sonare, resonare, für erhellen: laszt erhallen. Melissus ps. N 4 a ; er heiszet sie dir spielen schön, dasz (= dasz es) weit und …

halle

DWB

halle , f. im allgemeinsten sinne überdeckter raum. das wort ist in den deutschen dialecten, wiewol in etwas verschiedenem, nachher näher an…

Mißhall

Campe

Der Mißhall , — es, Mz. — e , ein von der Reinheit abweichender, ein unreiner, unangenehmer, widriger Hall oder Ton (Dissonanz ).

Mißhallen

Campe

✱ Mißhallen , v. ntr . mit haben , Mittelw. d. verg. Z. mißgehallt , einen abweichenden, verschiedenen, dann, einen unangenehm abwei= chende…

urhall

DWB

-hall Baggesen 2, 49 ,

verhallen

DWB

verhallen , verb. hallend sich verlieren. zusammensetzung mit einfachem hallen, tönen, dem ver die bedeutung ' bis zu ende tönen, verklingen…