Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
hämmern
hämmern
Hammer m. ‘Schlagwerkzeug’, ahd. hamar (9. Jh.), mhd. hamer, asächs. hamar, hamur, mnd. hāmer, mnl. nl. hamer, aengl. hamor, engl. hammer, anord. hamarr ‘Klippe, Stein, Hammer’ (die Bedeutung ‘Klippe, Stein’ noch in Ortsnamen wie Hammerfest), schwed. hammare (germ. *hamara-) sowie mhd. (mit anderer Ableitung) hamel ‘abgehauener Stein, Klippe’ sind verwandt mit aslaw. kamy, russ. kámen’ (камень) ‘Stein’. Hammer bezeichnet wohl ursprünglich ein Gerät aus Stein, das als Werkzeug und Waffe verwendet wird. Die genannten Formen, insbesondere die slaw. Bezeichnungen für ‘Stein’ (slaw. *kāmen-; vgl. auch die dem Slaw. entstammenden Ortsnamen Kammin, Kamenz, Chemnitz) verbindet man mit Bildungen gleicher Bedeutung (ie. *ak̑men-, *akmen-), die an die Wurzel ie. *ak̑-, *ok̑- ‘scharf, spitz’, auch ‘kantig, Felsspitze, Felsrand, Stein’ (s. Ähre, Ahorn) das Suffix ie. -men- anfügen, aind. áśmā ‘Stein, Fels, Himmel’ (als Steingewölbe vorgestellt, s. auch Himmel), awest. asman- ‘Stein (als Wurfgeschoß), Himmel’, griech. ákmōn (ἄκμων) ‘steinerner Amboß’, auch ‘Meteorstein’, lit. akmuõ ‘Stein’, ašmuõ ‘Schärfe, Schneide’. Ob ein etymologischer Zusammenhang zwischen den unterschiedlichen Bildungen besteht, ist umstritten, ebenso die Frage nach der ursprünglichen (ie.) Qualität des in den germ. und slaw. Formen auf den anlautenden Guttural folgenden Vokals. Sehr zweifelhaft ist daher auch, ob die unter Himmel (s. d.) genannten Formen etymologisch hierher gehören (bei Annahme eines alten e/o-Ablauts und Anknüpfung an die Vorstellung ‘Steingewölbe’, wie sie die zitierten indoiran. Wörter aufweisen). In nhd. Zeit bedeutet Hammer auch ‘Hammerwerk’ und (jünger) ‘Werkzeugmaschine’, ferner sportsprachlich ‘Wurfgerät’. Die Verbindung unter den Hammer kommen ‘versteigert werden’ knüpft an den Hammer an, mit dem in der Auktion dem Meistbietenden der Zuschlag erteilt wird. – hämmern Vb., mhd. hemeren.