Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
grûʒ stm. stf.
1. korn, sowol sandkorn als getraidekorn; figürlich das geringste kleinste. — Graff 4, 344. W. Grimm in H. zeitschr. 6, 329. vgl. nhd. 'grütze'. farrago gl. Mone 8,251. — seht wie grôʒ ein grûʒ sî, sô vil was dâ niht holzes bî Er. 7525. als kleine ist ein grûʒ Mai 183,23. nune ist doch sô tiure als ein grûʒ daʒ insigel verchêret urst. 115,26. daʒ mir der ander als ein grûʒ werden müeʒe Engelh. 1116 und anm. eʒn frumt in niht umbe ein grûʒ Wigal. 114. vgl. krone f. 135. a. jüdel 130,80. nimmer umbe ein grûʒ Helmbr. 1757. im enwar niht gein einem grûʒ Eracl. 1077. niht gein einer griuʒe Nith. 41,5. daʒ wande ich niht mit einer grûʒ Stricker 5,164. — daʒ ich niht ein hirsen grûʒ vorhte daʒ gerumpel nider Helbl. 1,380.
2. das aus geschälten körnern bereitete getränk, bier. Schmeller 2,120. H. zeitschr. 6,329. — der im selbe schenket argen tranc vür grûʒ Frl. 324,29.