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grüne

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

grüne f.

Bd. 9, Sp. 933
grüne, f. , viriditas, viror, chloritas, acerbitas, virecta. ahd. gruonî, mhd. grüene, mnd. grône, mnl. groene Verwijs-Verdam 2, 2152; entsprechend mit dentaler ableitung nl. groente, ostfries. grönte ten Doornkaat-Koolman 1, 695b, vgl.gruende Hesler apokalypse 21629 H.; adjectivabstractum auf -în zum adj. grün, daher ist als ausgangsbedeutung inconcretes 'das grünsein' von pflanzen und der farbe an sich anzusehen, vgl. ahd. rôtî, blâwî; doch erweisen die frühesten zeugnisse bereits concrete verwendung für pflanzliches grün in collectivem sinne und den begrünten erdboden; bis in die wende des 18./19. jhs. noch gebräuchlich, tritt es später mehr in poetische sprache zurück und erliegt der concurrenz der neutra das grün, das grüne (s. sp. 654); auch mundartlich nur in theilen des obd. relictmäszig weiterlebend, vgl. Schmeller-Fr. 1, 1002; Schöpf tirol. 217; Unger-Khull 310b; Lexer kärnt. 125; Staub-Tobler 2, 755; Tschumpert bündn. 653; Zingerle lusern. 33a; Fischer schwäb. 3, 880; die ursprünglich ausgedehntere verbreitung bezeugt sich vielfältig in orts- und flurnamen, vgl. Schmeller-Fr. a. a. o., Fischer schwäb. a. a. o., Müller-Fraureuth 1, 446b, E. Schwarz ortsnamen d. Sudetenländer 113, Buck obd. flurnamenb.2 91, Förstemann-Jellinghaus altd. namenb., ortsn. 1, 1111; doch ist dabei die concurrenz von grien zu beachten, s. 1grien 1 b. 11) als bezeichnung der farbvorstellung bei in saft stehendem pflanzenwuchs im sinne 'das grünsein', der 'zustand des begrünt seins, des grünseins' entsprechend grün I: viror grunung, die grune voc. pred. (1480); viriditas grunhait, die grune ebda, vgl. Diefenbach 622b, nov. gl. 382b. 1@aa) so in bezug auf das erste junge grün des frühjahrs, wobei die vorstellung 'das grünen, sprossen, in saft treten, grün werden', also das beginnen der vegetation, den bedeutungsgehalt vorwiegend bestimmt (s.grün I A 1): des meien kunft mit grüene Lohengrin 3810 R.; auff, jung und alt! ir macht euch küen und gailt euch gen des maien grüen, der sich erglenzt lustlich zu plüen Oswald von Wolkenstein 11, 18 Schatz; mertzen griene, pfaffen kiene, armer weiber schöne hält nit usz Keisersberg in Joh. Adelphus margarita facet. s. theil 5, sp. 2579; die schöne grüen bringt der aprill Innsbrucker kalender v. 1667 bei Schöpf tirol. 17; lust und freude ist vergänglich als wie der meyen gr. und schöne Chr. Scriver Gottholds zufäll. and. (1671) 3. hundert, 28; die gr. zu weynachten ... bedeutet uberflusz an korn J. Prätorius saturnalia (1663) 394; ähnlich: ein jedes wasser hatt sein eygen blüe so wol als ein kraut ..., dann mit hülf der sonnen ... erregen die sterne eine heimliche gr. auf dem wasser Paracelsus op. 1, 344 H.; temporal gewendet, die 'zeit des grün werdens': (der schwanz) wechst ym (dem pfau) auch wider, das er mit der bluost oder gr. der bäume voll ist H. v. Eppendorf Plinius (1543) 147; so mundartlich gehalten: grün f. 'zeit, da die reben grün werden' Unger-Khull 310b; grueni 'zeit, da die wiesen grünen' Staub-Tobler 2, 755; jez chund den di grüeni wider 'der frühling kommt' Tschumpert bündn. 653. 1@bb) allgemeiner die grüne farbe der pflanzen überhaupt mit hauptgewicht auf der farbvorstellung: der ist virgini unde semptembrio gegeben, wanda diu gruoni in demo manode beginnet kan in roti Notker 1, 752, vgl.wanda danne ist loub unde gras in alegruoni 750; sumer, sumer, sumerzit, waz uns din kunft vröude git, als diu heide in gruene lit v. d. Hagen minnesinger 1, 327; wa ist der anger gruene unt manger boume dach? 2, 27; elliu grüene in dûhte val, sîn rôt harnasch in dûhte blanc Wolfram Parz. 179, 20; die bluomin, die zem erste in dem sumir wahsint, die hant me saffes und grni in sich gesogin von der crafte des sumirs sog. Georgener prediger 163 Rieder; weilen es (das ehrenkränzel) sein blüte und gr. beständig und rechtfärbig erhalten v. Brandis immergrün. ehrenkränzel (1678) widmung; das feld weidete mit seiner angenehmen gr. die augen Morhof unterricht (1682) 2, 164; die wolriechenden kräuter und gewächs ... mit ihrer annehmlichen gr. und edlen geruch v. Hohberg georg. cur. 1, 531; ein wald ..., so wegen seiner ... schönen gr. fast alle augen an sich ziehet Abraham a s. Clara etwas für alle 2, 308; das gras (erschien) von einer unendlich schönen gr. Göthe II 1, 28 W.; frühling will das blau befreien. aus der grüne, aus dem schein ruft es lockend: ewig dein Eichendorf s. w. 1, 1, 66 S.; im bilde: oben hätte dieser einer zwar wie die epheublätter eine lebhafte gr. tapferer entschlüszungen, unten aber die blässe tödtender feindschaft Lohenstein Arminius (1689 f.) 2, 753a, vgl. 778b. 1@cc) der bedeutung des adj. grün I B entsprechend kann gr. den 'zustand des im saft stehens, der frische' vor oder neben der farbvorstellung bezeichnen. 1@c@aα) im gegensatz zum zustand des verdorrens, verwelkens (grün I B 1): (die insel) hatt den aller gesündesten luft, der ... zierd und gr. behält Herold Diodorus (1554) 250; wie ein baum, den die erden verderbet, nimpt ihm seine gr., sein arth, sein kraft Paracelsus op. 1, 79 H.; alles steht jetzt noch in seiner gr. und reife Hölderlin ges. dicht. 2, 130 L.; der erste gab den geschöpfen milch (nahrungssaft), der zweite gr., der dritte wärme Herder w. 24, 521 S.; bildlich: wenn sie (die hoffnungen) stehn in voller grüne, welken sie und fallen ab Hoffmann v. Fallersleben mein leben 5, 257; wie blätter gilben, blumen welken ..., wird auch unserm leib seine frische und gr. benommen Jac. Grimm kl. schr. 1, 197; gr. des holzes: daz feur wirckt in daz holtz und benymt im die feuchtigkayt und die gr. Tauler sermones (1508) 84b. 1@c@bβ) der zustand des grünseins vor der reifezeit, 'unreifheit' (s.grün I B 2): sangen über jar zuo behalten als korn oder weitz, so nym sy in der gr. ab, so sy seng seind kuchenmaisterey (1497); korn oder weitzen ... nimb sie in der gr. Schnurr wunderbuch (1657) 50; die gr., rouwe, härbe der unzeytigen früchten oder die ee zeyt abgeläsen sind acerbitas Frisius 22b, vgl. grüeni 'herber geschmack einer unreifen frucht' Staub-Tobler 2, 755; bildlich: es ist ganz lächerlich neben solch unreifer gr. die welkheit des überreifen zu sehen Varnhagen v. Ense an Caroline 68 Leitzmann; anders, wie grün II A 2 b als 'zustand des unfertigseins, allzu frischseins': das leder (wird) zu bald, ee wan es genug gerwt ist, aus der werckstatt genommen zu verkaufen, das man in der gruene nit erkennen kan (v. j. 1507) urkundenbuch d. stadt Heilbronn 3, 155. 22) seit alters concretisiert gilt gr. für den pflanzenwuchs in seinen verschiedenen erscheinungsformen; allgemein 'pflanzliches grün' ohne nähere bestimmung, vgl. gruoni viror ahd. gl. 1, 603 (viror omnis interiit Jes. 15, 6); daz si nit schadten dem hew der erd noch einer ieglichen grúne noch eim ieglichen baum erste dtsche bibel 2, 491 lit. ver.; die schönheit der gr. und blüthe, die lieblich- und schmackhaftigkeit der früchte Chr. v. Ryssel v. d. seelenfrieden (1685) 59; der tag erzeigte sich vollkommen günstig, die rings umgebende gr. voll und reich Göthe 36, 242 W.; so an gr. reich A. v. Droste-Hülshoff lyr. ged. (1879) 94. 2@aa) alt in engerer verwendung unbildlich, 'die den erdboden bedeckende vegetation, gras und krautwerk', vgl. gruoni gramina ahd. gl. 1, 371 (deuter. 32, 2), 620; das feld war an underschiedlichen enden mit rosenstöcken besetzet und das ubrige mit einer anmüthigen gr. gezieret Opitz Arcadia (1638) 192; die fruchtbarsten felder, mit groszer lustbarkeit der gr. Schupp schr. 690; geben hat ... gott die erden, der erden die weide, der weide die felder, den feldern die gr., der gr. die blumen Abraham a s. Clara abrah. bescheidessen (1717) 2; die schaafe treibet in diesem monat an keine sumpfichte örter oder nasse wiesen, weil sie ... von der ersten grune im blute ersticken allg. haush.-lex. (1749) 1, b 2a; ähnlich als technische formel die gr. geben (vgl. in das grün stellen): gr. geben 'heiszt die pferde ... mit grünem gras, kräuter ... purgiren' Zincke öc. lex. (1744) 994; vgl. grâne f. 'alpenheu' Lexer kärnt. 120; die grain 'pflanzentrieb, knospe' Unger-Khull 302; in junger poetischer sprache secundär vom farbbegriff aus vergegenständlicht: hätt ich, holde Wilhelmine, wie du lagst in dunkler grüne, dir doch einen kusz geraubt J. H. Vosz s. ged. 5, 143; zu einer zeit, wo sie (die gebirge) grösztenteils mit schnee bedeckt sind und noch mit der gr. alles reizes entbehren Grillparzer br. 35. 2@bb) minder häufig und z. th. als jüngere bildung metaphorischen charakters steht gr. für die grünen theile von bäumen und sträuchern, 'blattwerk, laubwerk': da syn die baum gar lang und schön, die durch wynter und summer yre gr. nit verlassen Breidenbach heyl. reiszen (1486) 66b; sampt dem alten baum ... auch sein fröliche gr. sampt ihme verwelcken und verschwinden thut Guarinonius greuel d. verwüst. 313; die gr. des gestrüttichts Opitz Argenis 1, 190; wi di gr. des zarten krauts abfallen Schede ps. 140 ndr.; auf was für eine betrübte art der winter denen bäumen ihre gr. wegnimmt v. Breszler merkwürd. d. natur (1708) 60; des baums gr. und schatten Klopstock gelehrtenrep. 11; der baum hat seine gr., die blätter, schon gewonnen Tieck schr. 1, 6; 'belaubter zweig': den fischen soll hinfüro khain purdl (reisigbündel) noch grüene gelegt werden Chiemseer fischordn. v. 1507 bei Schmeller-Fr. 1, 1003; deutlich auf der grenze zu 1 b als metapher sind fälle wie diese zu fassen: die cypressen ... hätten zwar eine fettere gr. Lohenstein Arminius 2, 427a; aus der vergoldeten gr. der wälder Schiller 1, 215 G.; des haines düstre grüne Körner w. 2, 43; die aurikel, mit staubiger gr. gerändet J. H. Vosz s. ged. 2, 5. 33) alt auch gr. als 'der mit vegetation bestandene ort, der grüne platz', vgl. grueni virecta ahd. gl. 1, 493, 245. 3@aa) mhd. breit entwickelt in der bedeutung 'der begrünte erdboden, grüner anger, grasplan': ich saz ûf einer grüene unt dâhte an maneger hande dinc Heinrich v. Meiszen 263 Ettm.; ich râte dir, ritter küene erbeize nider ûf die grüene Laurin 441 n.; in epischer dichtung namentlich als kampfplatz: er stürzte in ûf die grüenevor im ûf daz gras Alpharts tod 247, 2; fehten uf der grüneund uf dem witen plan Wolfdietrich 1042, 2 Holtzm.; alsust der werde jungevil tot zu der grne jg. Titurel 1319, 2; wærnd ir an der grün, da disiu schar sol vehten Joh. v. Würzburg Wilh. v. Österreich 8058; (der schwan) ... macht noch vil dâ rôtes velds ûz grüene Lohengrin 5746 R.; in die gr. niedersetzen Abraham a s. Clara gemisch 413; auch der nutzbare grünplatz, 'wiese, weide', im bilde: da wil unse herre spisen sine schaf in der grune allir creaturen paradisus animae int. 115 Str.; siben schon ohssen giengen von dem wazzer und waren so gar vaist von der grünen, die sie fünden in dem wazzer cgm. 341 in: Münch. museum 3, 110; sampt allen holzern, grünen und werden (v. j. 1477) stadtrecht v. Neuenburg 73 Merk; vergleichbar: zu wasser und weide ..., buesche und hecken, gruene und duerre (v. j. 1542) weisth. 2, 261; entsprechend mundartlich: grueni 'grün bewachsene stelle, grüner weideplatz' Staub-Tobler 2, 755; grüeni 'grüne stelle in wiesen und weiden' Tschumpert bündn. 653; die grüene 'grasplan' Schöpf tirol. 217; vgl.gr. grünes feld Kramer hochniderteutsch 101b; waidmännisch auf der gr. schieszen d. h. auf der feldsaat im frühjahr Kehrein wb. d. weidmannsspr. 148; hierher stellt sich gr. als die 'begrünte flur' im gegensatz zum wald in orts- und flurnamen, vgl. novalia in gruone juxta montem Thilchelberc (v. j. 1234) bei Schwarz ortsnamen d. Sudetenl. 113; in neuerer poetischer sprache ist wieder mit metaphorischer herkunft zu rechnen: erblickt ich nebenaus auf der grüne aufgeschlagen eine lehrbühne Rückert w. 11, 518. 3@bb) weiter 'mit bäumen, gesträuch bestandener ort, wald, gebüsch, hag'; auch 'grüne freie natur': er tet alsam daz vogellîn, daz wider in die grüene senet Konrad v. Würzburg Partonopier 2743 B.; so sie sich swingen in die grün zu holcz, zu feld und auch zu weid Hans Folz 97, 9 M.; ob er in einem waldeein magt so klar aleine furte, mit disen meren süzzenin einer grün sie sazzen jg. Titurel 5015, 2; damit begund wir fürbas gan uff und nider in der grön liederbuch d. Hätzlerin 163; alle bis auf das nochtmale in der lustigen gr. mit spacziren geen die zeit vertriben Arigo decamerone 309 lit. ver.; wie Florimundus mit seinem gespann ... in ein gr. ausspatzieren gangen Abraham a s. Clara gemisch 187; von hier aus zu verstehen: grüene belustigung im grünen Schmeller-Fr. 1, 1002; formelhaft fest in die gr. gehen ire, concedere in viretum Dentzler clav. (1716) 872b ; in die grüene gen mit einer 'meist im verdächtigen sinne' Schmeller-Fr. 1, 1002, vgl. ach solt ich gân mit mînem liebe wol gitân an eine heimelîche grüene sân Hadlaub 79 Ettm.; die augen in der grün erwittern Hans Sachs 1, 419 K.; wie der Adam im paradeisz gesündiget ... und mit einem wort in der grüne es gar zu braun gemacht Abraham a s. Clara Judas ertzschelm 2, 423; in neuerer sprache poetisch mit bildcharakter von 1 b aus übertragen: tief in wundersamer grüne steht das schlosz, schon halb verfallen Eichendorf s. w. 1, 679; wenn du mir freundlich reichtest deine hand und wir zusammen durch die grüne wallten A. v. Droste-Hülshoff w. 1, 147 Sch.; wie man an heiszen tagen ... sich des haines liebliche kühlung ... wünscht, um sich tief in der dunkeln gr. zu ergehen Tieck schr. 16, 262. 44) die grüne farbe an sich, von anderen als pflanzlichen objecten, entsprechend grün II B: under dero gimmon gruoni Notker 1, 751; der marmelîne esterîch der ist der stæte gelîch an der grüene und an der veste Gottfrid v. Straszburg Tristan 16975 Marold; des gruenen steines gruene Hesler apokalypse 21413; so daz des viures brunst blaichet niht die grün (des schildes) Joh. v. Würzburg Wilh. v. Österreich 3667; und wenn man in (smaragd) wescht ..., sô erhœht sich sein grüene K. v. Megenberg buch d. natur 459; smaragdus ... verwinnet an der grone alle krut dat groine is bei Schiller-Lübben 2, 152a; er (mercuriusmetall) lest sein grüni herauszen ligendt, sein blewi bey ihr und all ander farben, die er in ihm hatt Paracelsus op. 1, 642 H.; in der grune des cleides buch geistl. gnaden (1503) 135a; der grünspan ..., welcher wegen seiner sonderlichen gr. zu den farben begehret wirdt Comenius ianua (1644) 24; womit sich zugleich das niedergeschlagene kupfer vereiniget und seine gr. darstellt Jacobsson 5, 754; der purpur wie liebeslieder, die grün wie sanfte flöten, das roth wie trompetengeschmetter Stifter s. w. 1, 97 S.; als farbe des wassers: gr. des sees Göthe III 2, 167 W.; du sähst doch etwas, sähst wohl in der grüne gestillter meere streichende delphine I 15, 1, 71 (Faust 6243); mit durchsichtiger gr. prangte des Rheines klares gewässer Jul. Mosen s. w. 8, 324; für grünen farbstoff: im bergbaue wird das kupfergrün zuweilen gr. genannt Krünitz 20, 228. 55) übertragene verwendung geht, entsprechend grün II A 1, von gr. 1 c aus; zufrühest in geistlicher sprache, parallel mit lat. viror 'der zustand des menschen, der frisches geistliches leben in sich trägt, nicht religiös verdorrt, sondern erneuert, sündlos ist' (vgl. Luc. 23, 31), z. b. 'mentis perustae vulnera munda viroris gratia' mit der fehlerhaften übersetzung a. d. 12. jh.: des muotes verbrantes wunden reiniu von der grune gnade (statt 'reinige durch') bei Kehrein kirchen- und relig. lieder 17; sus kehiez truhten: fone durri bechero ih sie ze gruoni Notker 2, 259; etwas anders im wortspiel mit gr. 3 als der aue des paradieses: in der hohe des bergis, da sint alle dinc nuwe und grune; da si vallin in zitheit, da blichin si und aldint. da wil unse herre ... spisen sine schaf in der grune allir creaturen, die da sint in der grune, in der hohe, alse si in den englin sin. die grune were der sele luistlicher dan alliz daz in dirre werlinde ist parad. animae int. 115 Str.; wie 'frische, lebenskraft': deiner jugend gr. Stieler geharnschte Venus 130 R.; das alter benimmt die gr. Aler dict. (1727) 1, 989a; unsere jugend war kein blendwerk, wir lieferten ihr gr. und leben K. A. Varnhagen v. Ense Rahel 3, 448; schlichter 'leben, existenz': (die schuld) verliert zugleich mit ihr hier (im fegefeuer) ihre grüne K. Streckfusz Dantes göttl. kom. 2 (1825) 146;
16410 Zeichen · 414 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Grüne

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Grüne , plur. inus. 1) Im gemeinen Leben einiger Gegenden, die grüne Saat, frisches, grünes Gras. Den Pferden die Gr…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Grüne

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Grüne neutr; auch Kleinschr 1 für die Vegetation, Laub, Gras uä (vgl Grün 2 ) Unter des G-n | Blühender Kraft, | Naschen…

  3. Spezial
    Grüne2

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Grü|ne 2 m./f. (-n,-n) egologist(-a) m.(f.) , vërt (vërda) m.(f.)

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gruene

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Zerlegung von gruene 2 Komponenten

gru+ene

gruene setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gruene‑ als Erstglied (30 von 54)

Grüneberg

Meyers

gruene·berg

Grüneberg . Hermann Julius , Industrieller, geb. 11. April 1827 in Stettin, gest. 7. Juni 1894, erlernte die Pharmazie, studierte dann Chemi…

Grüneblumensalat

PfWB

Grüneblumen-salat m. : ' Salat aus den Blättern des Löwenzahns ', Grineblummesalat [ Wilde 165].

grüneder

DWB

gruen·eder

-eder , m. , smaragdeidechse lacerta viridis ( rheinische bezeichnung ) Brehm thierl. 3 7, 141;

Grünegraserhuppser

PfWB

Grünegraser-huppser m. : ' Heuschrecke ', Grinegraseʳhuppseʳ [ RO-Hallgt ]. Syn. s. Heuhuppser .

grüneidechsig

PfWB

grün-eidechsig Adj. : ' weinerlich '. Des Kind is so grineedessich [ RO-Dörnb ]. Südhess. II 1498 Z. 19; Rhein. II 1455 .

Grüneidechsrech

PfWB

Grüneidechs-rech m. : FlN für eine Weinberglage in RO-Altbbg, Grineedesrech.

Grüneisen

Meyers

gruen·eisen

Grüneisen , Karl (von) , Theolog, Dichter und Kunstschriftsteller, geb. 17. Jan. 1802 in Stuttgart, gest. daselbst 1. März 1878, Sohn des al…

grüneln

DWB

gruen·eln

grüneln , gruneln , vb. 1 1) nach art der zahlreichen mundartlichen odorativa gebildet zu grün I B 2 ' unreif ' und grün I A 1 bzw. I B ' sp…

grünen

FWB

1. ›grüne Farbe annehmen‹; ütr.: ›eitern (von Wunden)‹; 2. ›grüne Blätter treiben, ausschlagen, erblühen, aussprießen (vom beginnenden Wachs…

Grünender Baum

Meyers

Grünender Baum , ein dürrer Baum auf der Walstatt des »letzten Kampfes«, der frisches Laub treibt, wenn der im Berge schlafende Nationalheld…

Grünenplan

Meyers

gruenen·plan

Grünenplan , Dorf im Herzogtum Braunschweig, Kreis Holzminden, 178 m ü. M., hat eine evang. Kirche, eine Glashütte mit Spiegelfabrik und (19…

Grünenwald

Meyers

gruenen·wald

Grünenwald , Jakob , Maler, geb. 30. Sept. 1821 zu Bünzwangen in Württemberg, gest. 26. Sept. 1896 in Stuttgart, kam zur Ausbildung seiner k…

grünerde

DWB

gruen·erde

-erde mineralfarbe ( Veroneser grün ), seladonit Pansner franz.-dtsch. miner. wb. 14 ;

Grüner, Jos. Sebast

DWBQVZ

--- über die ältesten sitten und gebräuche der Egerländer. 1825 für J. W. von Goethe niedergeschrieben. hg. v. A. John. Prag 1901 . ---

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Cotta, M. (2026). „gruene". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gruene/dwb?formid=G31388
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Cotta, Marcel. „gruene". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gruene/dwb?formid=G31388. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gruene". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gruene/dwb?formid=G31388.
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