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Grabmal

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
6 in 6 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Grabmal

Grabmal

graben Vb. ‘Erde umwerfen, eine Vertiefung (im Erdboden) machen, einkerben, unter der Erde suchen, schürfen’. Das gemeingerm. Verb ahd. graban (um 800), mhd. graben, asächs. graƀan, mnd. mnl. grāven, nl. graven, afries. greva, aengl. grafan, engl. to grave, anord. grafa, schwed. gräva, got. graban (germ. *graban) gehört mit aslaw. grebǫ ‘rudere, grabe’, russ. grebú (гребу) ‘rudere, scharre zusammen’, älter auch ‘grabe, wühle, raffe an mich’, aslaw. pogrěbati, russ. pogrebát’ (погребать) ‘begraben, beerdigen’ zu einer Ausgangsform ie. *ghrebh-, die oft (wie bei Pokorny 1, 455) in zwei homophone Ansätze mit der Bedeutung ‘kratzen, scharren, graben’ sowie ‘ergreifen, erraffen, harken’ (s. grabbeln) aufgespalten wird, wobei zugegeben wird, daß zwischen beiden Ansätzen zum Teil nicht scharf zu trennen ist. Das Paradigma des germ. Verbs folgt nicht dem e-/o-Ablaut des ie. Ansatzes, sondern ist in die Ablautreihe germ. a/ō übergetreten. Zum Verb gehören Grab, Graben, Gracht, Grube; außerhalb der Ablautformen des Verbalparadigmas stehen die (zur alten ie. Ausgangsform stimmenden) Bildungen Gruft, Grubber und das Iterativum grübeln (s. d.). – ausgraben Vb. ‘durch Graben aus der Erde herausholen, durch Graben im Erdboden eine Vertiefung schaffen’, ahd. ūʒgraban (10. Jh.), mhd. ūʒgraben; dazu Ausgrabung f. ‘Freilegung (vor)geschichtlicher Funde’, Terminus der Archäologie seit dem 18. Jh. begraben Vb. ‘beerdigen, bestatten’, übertragen ‘aufgeben, nicht mehr davon sprechen’, ahd. bigraban ‘beerdigen’ (8. Jh.), mhd. begraben, auch ‘ziselieren, mit einem Graben umgeben’; Begräbnis n. ‘Bestattung, Beerdigung’, auch ‘Grabstätte, Gruft’, mhd. begrebnis(se) ‘Grabstätte’. Gräber m., häufig auch umlautlos Graber, ahd. grabāri (Hs. 13. Jh.), bigrabāri (10. Jh.) ‘Totengräber’, mhd. grabære, mnd. grāvēre; heute meist in Zusammensetzungen wie Gold-, Schatz-, Totengräber. Grabmal n. ‘am Grab aufgestelltes Erinnerungsmal’ (16. Jh.; zuerst in Luthers Bibelübersetzung), Zusammensetzung mit 2Mal (s. d.) in dessen Bedeutung ‘Zeichen’. Grabscheit n. ‘Spaten, Schaufel’, mhd. grabeschīt, seit dem Frühnhd. die fugenvokallose Form Grabscheit; zum Grundwort s. Scheit.
2169 Zeichen · 68 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    grabmaln.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    grabmal , n. , vereinzelt grabesmal ( im vers ) Herder 11, 396 S. und ( ebenfalls im vers ) gräbermal Storm ges. w. (188…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Grabmal

    Goethe-Wörterbuch

    Grabmal auch -mahl, Pl -mäler (seltener -male); mit über 60 Belegen deutlich häufiger als ‘Grabmonument’ (3 Belege) Grab…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Grabmal

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Grabmal ( Grabdenkmal , hierzu die Tafel »Grabmäler«), im weitern Sinne jedes einem Toten an seiner Beerdigungs- oder Be…

  4. modern
    Dialekt
    Grabmaln.

    Pfälzisches Wb.

    Grab-mal n. : wie schd., -mool [ LU-Opp ]; vgl. Grabstein . Südhess. II 1435 ; Rhein. II 1331/32 . —

  5. Spezial
    Grabmal

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Grab|mal n. (-s,-e/...mäler) monumënt de fossa m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit grabmal

6 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von grabmal 2 Komponenten

grab+mal

grabmal setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

grabmal‑ als Erstglied (6 von 6)

grabmalfigur

DWB

grabmal·figur

grabmalfigur , f. : die mutter hatte ihr den auftrag gegeben, unbedingt eine grabmalfigur für den ermordeten bruder Otto ausfindig zu machen…

grabmalgeschäft

DWB

grabmal·geschaeft

grabmalgeschäft , n. , zu grabmal 1 b: meister des grabmalgeschäftes ( steinmetzmeister Hanke ) und inhaber eines reichhaltigen sarglagers K…

grabmalkünstler

DWB

grabmal·kuenstler

grabmalkünstler , m. , zu grabmal 1 b: wir ... giengen an der werkstätte eines grabmalkünstlers vorbei Vischer auch einer (1879) 2, 35 .

grabmal(s)kunst

DWB

grabmal·s·kunst

grabmal(s)kunst , f. , zu grabmal 2 a: in Würzburg, Bamberg und Mainz steht die grabmalskunst im dienste der bischöfe an vorderster stelle P…

grabmalung

DWB

grab·malung

grabmalung , f. , grabschrift, epitaph: epitaphium grab malung ( md. 15. jh. ), graf malinge ( nd. 1420) Diefenbach gl. 205 b .