Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
goumen swV.
2 ‘speisen’
1 ‘Acht geben, wachen’ mit fakultativem Gen.: unde dâ gedenket man ze kirchen der, die getriuwelîchen dâ heime goument PrBerth 1:85,29; nu was ouch Diepalt dâ bî, / der wol sîns herren goumde UvZLanz 2929; Bit 1150; sich, daz wir des goumen, / daz wir uns iht versoumen! ErnstD 2862; Elis 10398; KlageB 2866; wenn die schefläut der [Sirenen] stimm gaument [Aufmerksamkeit schenken] , sô entslâfent si dick von der süezikait des gesanges BdN 240,22; der rede ist guot ze gâmen UvEtzWh 5211; ietweder dô des andern mit nîde goumen began NibC 183,4; Ottok 43187; gaum! Teichn 552,20 u.ö. – mit Präp.-Obj.: di mit iren glouben / an Crist wolden goumen Glaub 608; si goumte [spähte] nâch ir friunden vlîziclîche Kudr 1358,4; Ottok 18144. – mit Obj.-Satz: der herzog hiez gæmen [in Erfahrung bringen] , / ob man dem hûs iht möht getuon Ottok 29347; WhvÖst 15460; Teichn 576,104 2 ‘speisen’ in sinim [Salomons] hovi worchti man einin disc [Tisch] / mid silbirin stollin [...] dar obi goumit er sconi LobSal 151
MWB 2 883,58; Bearbeiter: Graën