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gottselig

nhd. bis sprichw. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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9 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

gottselig

gottselig

selig Adj. ‘überaus glücklich’, (in der christlichen Religion) ‘nach dem Tod der himmlischen Freuden teilhaftig’, daher auch ‘verstorben’, ahd. sālīg (8. Jh.), mhd. sælec, sælic ‘glücklich, zum Glück bestimmt, gesegnet, glückbringend, heilsam, fromm’, asächs. sālig, mnd. sālich, sēlich, mnl. sālich, nl. zalig, afries. sēlich, aengl. (ge)sǣlig, engl. (älter) seely ‘glücklich’, daraus silly ‘einfältig, töricht, dumm’, anord. sælligr (auch ‘reich’) ist abgeleitet von einem in aengl. unsǣle ‘böse, boshaft’, sēl ‘gut, klug, würdig, glücklich’, anord. sæll ‘glücklich’, schwed. säll ‘(glück)selig’, got. sēls ‘tauglich, gütig’ (germ. *sēlī-) erhaltenen Adjektiv; vgl. dazu die substantivische Ableitung ahd. sālida (8. Jh.), mhd. sælde ‘Güte, Wohlgeartetheit, Segen, Heil, Glück (von Gott), himmlische Seligkeit’, asächs. sālða, aengl. sǣlþ, anord. sæld. Vergleicht man außergerm. lat. (ablautend) sōlārī ‘trösten, ermutigen, entschädigen, hindern’, air. slān ‘heil, gesund’ und griech. hīláskesthai (ἱλάσκεσθαι) ‘(einen Gott) gnädig, günstig stimmen, versöhnen’, läßt sich eine Wurzel ie. *sel(ə)- ‘günstig, guter Stimmung, begütigen’ erschließen. Aber auch Verwandtschaft mit griech. hólos (ὅλος) ‘ganz, vollständig’ und lat. salvus ‘gesund, heil, wohlbehalten, gerettet’ wird erwogen, so daß von ie. *solo-, *sol(e)u̯o- ‘wohlbehalten, ganz’ ausgegangen werden kann. – Seligkeit f. ‘Zustand wunschlosen Glücks, großer Freude’, kirchensprachlich ‘Einheit mit Gott nach dem Tod’, ahd. sālīgheit (um 1000), mhd. sælecheit, sælekeit, sælikeit ‘Wohlgeartetheit, Vollkommenheit, Anmut, Beglücktheit, Heil’. beseligen Vb. ‘selig, glücklich machen’ (15. Jh.). gottselig Adj. ‘fromm (um der Ehre Gottes willen)’ (16. Jh., von Luther geprägt), formelhaft gottseliges Gedächtnis (16. Jh.), gottseligen An(ge)denkens (18. Jh.).
1817 Zeichen · 53 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gottselig

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Gottselig , -er, -ste, adj. et adv. bemühet, oder Fertigkeit besitzend, Gott zum Grunde seines ganzen Verhaltens zu gebr…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gottselig

    Goethe-Wörterbuch

    gottselig einmal -ee- fromm, in Gott u seinem Dienst völlig aufgehend; fast nur in Wiedergabe geistlicher Rede, mBez auf…

  3. modern
    Dialekt
    gottselig

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    gottseli g Adj. vorzüglich, in der Rda. e gottseli g s Tröpf e l ein gutes Glas Wein, Bier Str.

  4. Sprichwörter
    Gottselig

    Wander (Sprichwörter)

    Gottselig 1. Gottselig und ein Hofmann sein, ist eine Heirath von Feuer und Wasser. – Winckler, VI, 59. 2. Wer gottselig…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gottselig

7 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gottselig

gott + -sel + -ig

gottselig leitet sich vom Lemma gott ab mit Suffixen -sel und -ig.

Zerlegung von gottselig 2 Komponenten

gott+selig

gottselig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gottselig‑ als Erstglied (6 von 6)

Gottseliger

Wander

gotts·e·liger

Gottseliger 1. Der gotseligen aussgeben ist ein eintrag, der gotlosen eintrag ein aussgeben. – Franck, II, 136 a ; Gruter, I, 15; Petri, II,…

gottseligkeit

DWB

gottselig·keit

gottseligkeit , f. , frömmigkeit. genitivfuge begegnet nur selten: gotsseligkeit Luther 33, 610 W.; gottesseligkeit Fleming d. vollk. teutsc…

gottseligkeitsübung

DWB

gottseligkeit·s·uebung

gottseligkeitsübung , f. , die bemühung um eine fromme lebensführung, vgl. gottseligkeit 1 b β γγ : so ist keine ausrede genugsam, sich von …

Ableitungen von gottselig (1 von 1)

ungottselig

DWB

ungottselig , adj. adv. , gth. v. gottselig ( s. d. ). impius gottlosz, u., heyllosz, unheilig Schöpper : der .. ungötselig mensch Th. Stör …