Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gottselig adj.
gottselig , adj. , fromm; des ewigen heils teilhaftig. bei H. Sachs gelegentlich, mit einschub eines -n-, gotseling 1, 148 lit. ver.; ebda 15, 194 ( zur grammatischen erklärung vgl. Weinhold bair. gramm. § 168 ). die zusammensetzung ist von Luther geprägt und begegnet fast durchweg in fugenloser bildung; nur vereinzelt gottsselig Spreng Äneis (1610) 90 b ; jünger einmal gottesseliger lenz ( im vers ) Weigand renaissance (1903) 2, 81 . das wort verbreitet sich unter den anhängern Luther s überaus rasch, bleibt aber in älterer zeit vorwiegend auf protestantische literatur beschränkt; seit dem en…