Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
glenzen swV.
2 intr. ‘glänzen, leuchten, schimmern’
2.1 eigentl.
2.2 übertr.
1 tr. (auch mit Refl.-Pron.) ‘etw./jmdm. Glanz verleihen, etw./jmdn. glänzend machen, erleuchten’ in dir so wart daz ewig leben / tzeitig fuͤr des suͤnder not, / des glentzet dich der margen rot Suchenw 41,266. – ‘sich schmücken’ svz vertriben si die stvnt / hie mit springen, da mit tanzen; / svmelich sich kvnden glanzen / vnd reidez har mit rosen pflanzen TürlArabel *A 300,30. *R 305,30 2 intr. ‘glänzen, leuchten, schimmern’ 2.1 eigentl.: ob tusent, tusent sunnen zeschirben weren gestucket / und also gluͤnde brunnen sich heten uf ir wapenkleit geflucket, / solch glesten sach man glenzen, glotzen, glitzen JTit 866,3; dô flugen banier unde van, / dô glanzten hie spiez, dort der schilt. / mit scharpfen swerten wart gespilt KvWEngelh 2713; der munt, des hœr ich jehen, / dar ûz man glenzen und enbrehen / wîz unde blanke zene sach KvWTroj 3038; graz / von dem súessen tow naz, / dar in die sunne glentzen SHort 5375. 6973; daz gestuͤl von golde, / dar uz manic crisolde / glantzt WhvÖst 15449. 2311. – bî den rôten rôsen / glenzent vîol blâ KvWLd 7,26; ein varwe / [...], / diu glenzet unde lachet / von dime antlitze güetlich KvWGS 588; WhvÖst 10127. – subst.: nâch disen worten süeze / die lampen und diu glasevaz / erlâschen alliu, wizzent daz; / ir glenzen unde ir schîn verdarp KvWPant 1247 2.2 übertr.: triuwe und êre glenzent deste vaster, / daz mein unde laster / gebent trüeben schîn KvWLd 31,64; da von din lop so glantzt / neben dem gestirne WhvÖst 2118. – Part.-Adj. ‘glänzend, funkelnd’ wie werdent die wunden und dú zeichen so inbrunstklich glenzende, dú hie von miner minne enphangen sint Seuse 241,11. – subst. Part.-Adj. und subst. Inf.: luͦge, du sihst es nút reht an: daz glentzent ist in uswert geslagen, aber daz smertzent ist in inwert Seuse 413,10; den stain hân ich geleicht unserr frawen glenzen BdN 464,31
MWB 2 824,30; Bearbeiter: Helmich