Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
glenzen
(11. Jh., bair.) und NMC:
‚glänzen, (er-)(mhd.
strahlen, Glanz ausstrahlen; ardere,
lacessitus (part.prät.), praenitere‘
glenzen, nhd. glänzen; mndd. glensen,
glentzen ist aus dem Hd. übernommen).
Kausativbildung zu einem erst mhd. belegten
st. v. glinzen
‚schimmern, glänzen‘. S. auch
glanz adj. – glesînAWB adj., im Abr und weiteren
Gl., NBo:
‚gläsern, aus glas; vitreus‘,
glesînêr stouf
‚Glasgefäß; vitrum‘(mhd.
glesîn, ält. nhd. gläsen; as. glesin, mndd.
glēsen; mndl. glasijn, glasin; ae. glæsen).
Das Stoffadj. ist vom Subst. glas mit dem
Fortsetzer des Suffixes urgerm. *-īna-
abgeleitet. S. glas, -în1. – Ahd. Wb. 4, 302;
Splett, Ahd. Wb. 1, 308. 309; Köbler, Wb. d.
ahd. Spr. 478. 479; Schützeichel6 135;
Starck-Wells 231; Schützeichel, Glossen-
wortschatz 3, 470. 473 f.