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Gewíßheit

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Gewíßheit

Bd. 2, Sp. 671
Die Gewíßheit, plur. die -en, der Zustand, da eine Sache gewiß ist, in den weitern und figürlichen Bedeutungen dieses Wortes, ohne Plural; zuweilen aber auch eine gewisse Sache selbst, mit demselben. 1) Der Zustand, da man vor unwillkührlichen Bewegungen sicher ist. Die Gewißheit des Ganges. Die Gewißheit der Hand, des Pinsels, des Grabstichels. 2) Die Abwesenheit der Gefahr, des Aufhörens oder der Veränderung. Die Gewißheit einer Besoldung, seiner Einkünfte. 3) Die Eigenschaft einer Sache, kraft welcher man sich auf dieselbe verlassen kann. Die Gewißheit einer Zusage. Auch zuweilen eine solche sichere, gewisse Sache selbst. Wegen einer Sache Gewißheit geben, d. i. ein sicheres Unterpfand. 4) Die Abwesenheit der Gefahr des Gegentheils. Die Gewißheit des Todes, des Friedens u. s. f. 5) Besonders in Ansehung der Erkenntniß. (a) Objective, das Daseyn eines Dinges selbst, so fern es mit Überzeugung erkannt wird. Die Gewißheit einer Wahrheit, einer Nachricht u. s. f. Zuweilen auch im Concreto, eine solche Sache selbst, in Ansehung der festen Überzeugung von derselben. Die Wahrheiten müssen in uns zu Gewißheiten werden. (b) Subjective, derjenige Zustand der Erkenntniß, bey welchem keine Furcht des Gegentheils weiter vorhanden ist; ohne Plural. Etwas mit Gewißheit erkennen, einsehen. Eine Gewißheit von etwas haben. Etwas zur Gewißheit bringen. Jene Stille der Leidenschaften, jene Gewißheit der besten Erwartungen ach, sie ist vielleicht unwiederbringlich verloren! Hermes. Die moralische Gewißheit, derjenige Zustand der Erkenntniß, da man keine vernünftige Ursachen hat, das Gegentheil für wahr zu halten; die mathematische oder geometrische Gewißheit, wenn das Gegentheil als eine Unmöglichkeit erkannt wird. Es gibt viele Dinge, von welchen sich keine Gewißheit erlangen läßt.[]Anm. Schon bey dem Ruodeport im 9ten Jahrh. Kuisheit, in dem alten Fragmente auf Carln den Großen bey dem Schilter Wisheid.
1920 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gewíßheit

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Gewíßheit , plur. die -en, der Zustand, da eine Sache gewiß ist, in den weitern und figürlichen Bedeutungen dieses W…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gewißheit

    Goethe-Wörterbuch

    Gewißheit auch (bes in der Frühzeit) -ss-; bei 190 Belegen nur 2mal pl a Sicherheit, Bestimmtheit, Zuverlässigkeit; mehr…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gewißheit

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gewißheit ist die sich auf das Wissen stützende Überzeugung, die jeden Zweifel ausschließt. In diesem Sinn verbindet man…

  4. Spezial
    Gewissheit

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|wiss|heit f. (-,-en) segurté (-s) f. , segurëza (-zes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gewissheit

13 Bildungen · 10 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von gewissheit 3 Analysen

ge- + wissheit

gewissheit leitet sich vom Lemma wissheit ab mit Präfix ge-.

Alternativen: ge-+wiss+-heit gewiss+-heit

gewissheit‑ als Erstglied (10 von 10)

gewissheitsantrieb

DWB

gewissheit·s·antrieb

gewissheitsantrieb : gibt es einen gewiszheitsantrieb, der mich gewisse vorstellungen über das unerfahrene mit transsubjektiver notwendigkei…

gewissheitsart

DWB

gewissheit·sart

gewissheitsart : so liegt denn in der selbstgewiszheit meines bewusztseins eine gewiszheitsart vor, an der das denken in keiner weise beteil…

gewissheitsbrief

DWB

gewissheit·s·brief

gewissheitsbrief : aus niederdeutscher quelle ausgehoben: id sij up gelowen mit burgen off ain burgen, up pende, up erve, gewisheitbrieve Kö…

gewissheitsform

DWB

gewissheit·s·form

gewissheitsform : es gibt noch andere gewiszheitsquellen. ich habe die gewiszheitsformen intuitiver art im auge Volkelt s. 4 .

gewissheitsgrad

DWB

gewissheit·s·grad

gewissheitsgrad : vgl. oben grad der gewissheit; vgl. bevor man über den erkenntniswert, über die gültigkeit und den gewiszheitsgrad einer t…

gewissheitsgrundlage

DWB

gewissheit·s·grundlage

gewissheitsgrundlage : gehört die erinnerungsgewiszheit .., zu der gewiszheitsart: die sich mir als selbstgewiszheit meines bewusztseins zu …

gewissheitsquelle

DWB

gewissheit·s·quelle

gewissheitsquelle : das denken gilt ihnen (Plato, Spinoza u. a. ) als einige wahrhafte gewiszheitsquelle Volkelt 2 ; aus ungeheuer erregtem …

gewissheitsvoll

DWB

gewissheit·s·voll

gewissheitsvoll : hartlautend ist der satz, doch mir gewiszheitsvoll; wer, was er will, auch darf, will selten, was er soll. Hagedorn ( mora…

gewissheitsweise

DWB

gewissheit·s·weise

gewissheitsweise : fragt man nun, worauf die gewiszheit unseres erkennens beruht, so stöszt man auf zwei ursprünge, auf zwei gewiszheitsquel…

gewissheit als Zweitglied (1 von 1)

ungewissheit

DWB

ungewiss·heit

ungewissheit , f. , i. a. gth. der gewissheit, mangel an gewissheit; als zustand, eigenschaft und deren ergebnis. in der ä. spr. ist die obj…

Ableitungen von gewissheit (2 von 2)

ungewissheit

DWB

ungewissheit , f. , i. a. gth. der gewissheit, mangel an gewissheit; als zustand, eigenschaft und deren ergebnis. in der ä. spr. ist die obj…

vergewissheit

DWB

vergewissheit , f. sicherheit: und nennen den ( glauben ) ein solich kunst und vergewiszheit, das der inner mensch sehe und wisz, was er gla…