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Gertrud

nhd. bis sprichw. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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10 in 10 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Gertrud f. PN.

Bd. 2, Sp. 1087
Gertrud f. [verbr.] 1. PN. — Dat es auk son Mönsterlänner Druüken! „katholische Münsterländerin“ (spöttisch) (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — Spottverse: Drüken, fauer mi de Küken, / fauer sä nit te viäl, / süß kriste wat met’n Bessenstiäl (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@KörneKn). Drüksken in’n Goten, / hat et Küksken verloren, / Drüksken, kumm hier, / dien Küksken is der wier (Kr. MünsterMün Kr. Münster@MünsterMü || mehrf.). Gädderiud / schitt ächen iut / schitt en Pott vull Biärenkriut (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). Gertriud, / kumm mol riut, / diu saß wehärn meyne Briut (Kr. BürenBür Kr. Büren@GrundsteinheimGr). — 2. Tag der hl. Gertrud (17. März). — Bauernregeln: Gerdriud geut de eurste Geurner (Gärtner) iut die Bestellung der Felder beginnt gewöhnlich im März (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@NeheimNh || mehrf. OWestf SWest); ... Görnersche ... (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeidenoldendorfHd || mehrf. OWestf SWestf). Sünt Ge(r)trude is de iärste Gäördenerin (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt || mehrf. westl. Münsterl). Gertrud de schüff de Ploug ut (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@BeerlageBe || ähnl. mehrf.). Sünte Geätrud maut ’e Būe met’m Plauge rūt (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Gärderiut, dänn piust dä Schnuida dä Lucht iut die Tage werden länger (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi || mehrf.). St. Gertrud gaiht den Poggen dat Mul up (Kr. MindenMin Kr. Minden@WindheimWh). Sinte Gerdruth wirpet den hehten Stehn uht (Ennepe-Ruhr-KreisEnr HOLTHAUS || ähnl. mehrf.). — Reim: Heriut, heriut, de Sunnenvugel, / Sünte Gertriud is kumen; / Sünte Tigges will kumen. / Kloine Mius, greote Mius, / alles iut’n Hiuse riut (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@EhringhausenEh). — 3. Drütken Dienstmädchen („3. Mädchen“) (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@DreyenDr). — 4. Drüh eingebildetes Mädchen, „Mädchen, das auf sich hält“ (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). — 5. Drutzien dummes Mädchen (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@RüblinghausenRü). — 6. Gertrud von Plettenberg, genannt „Jungfrau Gertrud“ († 1608, Geliebte des Kölner Erzbischofs Ernst von Bayern). — Ra.: Juffer Gertriud krit di! Warnung an Kinder, die nicht gehorchen oder bei Dunkelheit das Haus verlassen wollen (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@BruchhausenBh). ⟨Formen: „Gertrud“ [verstr.], „Gertraud“ [verstr.], ›Geª(r)drūd‹ [Kr. HöxterHöx Kr. SoestSos Wbg], ›Gedrūd‹ [Kr. SoestSos Kr. ArnsbergArn Mes], Gerdrǖ u. Gertrǖ [WMünsterl], ›Gedrǖken‹ [verstr. SWestf]; „Gerda“ u. „Gerta“ [verstr. Kr. LippstadtLst Bür]; ›Drūd‹ (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@BorgentreichBo), „Traut“ (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@BoyerBo), Drütte [Hellweg Kr. IserlohnIsl Arn], „Trudis“ [Münsterl], „Drut(h)a“ [verstr.], „Trude“ [verstr. bes. nördl.], „Trute“ (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@VenneVe), „Truta“ [Münsterl Dor], „Truda“ [verstr. Münsterl], „Trulla“ (Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@Vilsendorf u. SchildescheVs), „Trutti“ (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@DingdenDi), ›Drǖken‹ [WMünsterl Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. LüdinghausenLhs die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Alt], „Trüken“ [Bor], ›Drǖke‹ [Münsterl die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Sos, sonst verstr.], ›Drǖk‹ [Kr. SteinfurtStf Kr. CoesfeldKos Kr. MünsterMün Kr. LüdinghausenLhs Bek], ›Drǖks‹ [Kr. LippstadtLst Bür], „Drüks“ [Kr. SteinfurtStf Rek], ›Drǖksken‹ [Kr. BeckumBek Kr. WiedenbrückWie HPaderb Sos], „Drüksken“ [Münsterl Dor], „Drütchen“ [Kr. PaderbornPad Hellweg Kr. BürenBür KSauerl], „Drütken“ [verstr.], ›Trūd(e)ken‹ [verstr.], „Trüdken“ [verstr. Münsterl], „Trautchen“ [Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Lhs], „Trudel“ (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl), „Trüdel“ (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@DingdenDi), „Trüdelken“ (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl), „Tröj“ (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@DingdenDi), „Dütte“ (Kr. LippstadtLst Rü)⟩ ¶ Vgl. RHWB 2,1205: Gertrud; NDSWB 5,347: Gertrūd.
2699 Zeichen · 67 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gertrud

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gertrud , gertraud , ahd. Kêrdrûd, Gêrtrûd, weiblicher eigenname, der seiner ableitung nach zu gêr, speer, und entweder …

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gertrud

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gertrud (althochd. Gêrdrûd, » Speerjungfrau, Speerkämpferin«), 1) Heilige (Tag: 17. März), Tochter des fränkischen Major…

  3. modern
    Dialekt
    Gertrud

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Gertrud [Kértrùt, Kértryt], Gert [Kért Hf. ] kath. weiblicher Vorname Gertrud. Koseformen: Trüdi, Trüdani, Trütsch, Trüt…

  4. Sprichwörter
    Gertrud

    Wander (Sprichwörter)

    Gertrud 1. Es führt Sanct-Gertraud (17. März) die Kuh zum Kraut, die Bienen zum Flug und die Pferde zum Zug. – Reinsberg…

Verweisungsnetz

22 Knoten, 17 Kanten

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gertrud

13 Bildungen · 12 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von gertrud 2 Komponenten

gert+rud

gertrud setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gertrud‑ als Erstglied (12 von 12)

Gertrudblume

RhWBN

gertrud·blume

Gertrud-blume -drȳ:blō:m f.: gelbe Narzisse, noch Heinsb-Hillensbg , Kemp-Stdt . — 2. -dəblē:mχə Sternhyazinthe Zell-Mesenich , May-Wehr .

Gertrudenblume

RhWB

gertrude·n·blume

Gertruden-blume jørdrȳ:blū·ə.m Kemp-Amern , Geld-Schravelen f.: Narzisse, Lungenkraut, pulmonaria offic.

Gertrudenkirmes

RhWB

gertrude·n·kirmes

Gertruden-kirmes sent jørdrȳ:kerməs f.: K in Kemp-Dilkr , wobei s. G. - Wet (-weizen), der in der Kirche zu Dilkr gegen einen Opferpfennig e…

Gertrudenmühne

RhWB

Gertruden-mühne -m:n Dür-Vettweiss m.: in der Bauernregel: G. möt (macht) all Hegge on Zöng (Zäune) grön.

Gertrudmne

WWB

gertrud·mone

Gertrud-mone f. [verstr.] 1. Gerdrükemöhne ( Ahs Ab ) Tante Gertrud. — 2. Drükemöhne Hebamme ( Tek Be).

Gertrudrseken

WWB

Gertrud-roseken n. Gertrudenraiskes Buschwindröschen (Anemone nemorosa) ( Lhs Dr).

Gertrudstag

PfWB

gertrud·stag

Gertruds-tag m. : = Gertrud 2, Gärdach [ WD-Niedkch ], Gertrudsdaag [ Lambert Penns 64]. Südhess. II 1274 ; Rhein. II 1208 .

Ableitungen von gertrud (1 von 1)

Gertrude

Campe

Gertrude , — ns, — n , ein Weibertaufname; im gemeinen Leben Traut, Trautchen, Trautel .