lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Gelag

nhd. bis sprichw. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
7 in 6 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
11
Verweise raus
18

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Gelag

Bd. 2, Sp. 520
Das Gelag, des -es, plur. die -e. 1) * Eine jede Gesellschaft, deren Glieder durch gemeinschaftliche Gesetze mit einander verbunden sind. In dieser im Hochdeutschen unbekannten Bedeutung scheinet es noch im Oberdeutschen üblich zu seyn. Wenigstens nennt Abt, ein Schwabe, kleine Republiken, kleine Gelage. 2) Eine Gasterey, ein Schmaus, der auf gemeinschaftliche Kosten ausgerichtet wird, eine Zeche, im gemeinen Leben, und von dergleichen Schmäusen geringer Personen, wo es oft auch, besonders in Niedersachsen, von einer jeden Gasterey, ingleichen von einer Trinkgesellschaft üblich ist. Wie es in solchen Gelagen zu gehen pfleget. Man hört In jeglichem Gelach (Gelag) von deinen Gaben singen, Opitz. Der weniger in die Gelache (Gelage) Als auf den Berg der Musen reist, Günth. Das Gelag bezahlen müssen, für andere bezahlen, und in weiterer Bedeutung, für andere büßen, anderer Schuld tragen müssen. Und hab auch oft das Glach bezahlt, Hans Sachs. Ins Gelag hinein reden oder schwatzen, unbesonnen, ohne Überlegung, wie in den gemeinen Trinkgesellschaften zu geschehen pflegt. Anm. Im Nieders. Gelag, Gelack, Lag. Im Dän. bedeutet Laug eine Zunft, Innung. Das einfache Lag hatte ehedem sehr vielerley Bedeutungen, welche sich in dem Schwed. Lag noch finden. Es bedeutete ein Gesetz, einen Vertrag, eine Zusammenkunft, eine Gesellschaft, einen Schmaus, und endlich auch einen Eid; alles, so fern legen ehedem auch festsetzen, beschließen, verordnen bedeutete. S. Auflage 2, 5, und Legen. Man siehet hieraus zugleich, daß dieses Wort am Ende ein g und nicht ein ch erfordert.
1585 Zeichen · 23 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gelag

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Das Gelag , des -es, plur. die -e. 1) * Eine jede Gesellschaft, deren Glieder durch gemeinschaftliche Gesetze mit einand…

  2. modern
    Dialekt
    Gelag'

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Gelag' s. Gelagg .

  3. Sprichwörter
    Gelag

    Wander (Sprichwörter)

    Gelag 1. Auf das Gelag folgt die Zeche. 2. Bei freiem Gelag ist wohlfeil zechen. Holl. : Daar het vrij gelag is, is het …

Verweisungsnetz

26 Knoten, 23 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 1 Kompositum 19 Sackgasse 6

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gelag

15 Bildungen · 13 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von gelag

ge- + lag

gelag leitet sich vom Lemma lag ab mit Präfix ge-.

gelag‑ als Erstglied (13 von 13)

Gelage I

RhWB

gela·gei

Ge-lage I gəl:x, Pl. -γə(n) f.: jede Abteilung schichtenweise übereinandergelegter Gegenstände, z. B. bei Erdschichten, bei Ladungen von He…

Gelage II

RhWB

Ge-lage II s. u. in besonderer Behandlung.

gelâgen

Lexer

gela·gen

ge-lâgen swv. BMZ lauern auf ( gen. ) Troj. 20678.

gelager

DWB

gela·ger

gelager , n. verstärktes lager, eig. lagerstätte oder lagerung von mehreren zusammen: ein bett, ein gelager. Thurneisser alch. 2, 121 ; denn…

gelagert

LDWB2

gela·gert

ge|la|gert adj. 1 (besonders Obst) pastó (-tos, -tosa) 2 imagaziné (-ná, -nada), metü ia.

gelagfrei

DWB

gelag·frei

gelagfrei , asymbolus, immunis a symbola Henisch 1451 , der gelagfrei ist Aler 876 b , nl. ghelaegvry Kil., s. gelag 6, d, beitrag zum gelag…

gelagian

KöblerAe

gelagian , sw. V. (2) nhd. bestimmen E.: s. ge-, lagian L.: Hall/Meritt 210a, Lehnert 130a

gelagsam

DWB

gelag·sam

gelagsam , gut gelegen, bei Henisch 1451 : »wolgelagsam, gelegen, commode situs, V. B. «, d. h. nl. bei Kil. : »ghelaeghsaem, i. wel gelegen…

Gelagsbritzeln

RhWB

gelag·s·britzeln

Ge-lags-britzeln -bretsələ Monsch Pl.: Br., die auf Kirmesmittwoch, also kurz nach dem Gelog 1 herumgetragen wurden.

gelagsbruder

DWB

gelag·s·bruder

gelagsbruder , m. zechgenosse: einer aber seiner gelacksbrüder sagte .. Kirchhof wendunm. 427 b , bei Österley 1, 529 glochsbrüder. nnd. gel…

gelagsmann

DWB

gelag·s·mann

gelagsmann , m. zechgesell Henisch 1451 , nl. ghelaeghsman Kil.

gelagtisch

DWB

gelag·tisch

gelagtisch , m. : weshalb der anführer ( der flibustier ), wenn es keine feinde .. gab, unter dem gelagtisch eine pistole losschosz, damit e…

Ableitungen von gelag (2 von 2)

Gelage

Pfeifer_etym

Gelage n. ‘üppiges Gastmahl’ stammt aus dem nd.-nl. Bereich, vgl. mnd. gelach ‘Trink-, Tischgesellschaft, Gildenmahlzeit, Zeche’, mnl. ghela…

ungelâge

MNWB

° ungelâge , f. : Übel, „ He duet my so grote vnghelaghe Dat yk dat huͮtene Ghode claghe: He hat my myne prouene benomen ” (Theophilus 46).

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „gelag". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gelag/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „gelag". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gelag/adelung. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gelag". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gelag/adelung.
BibTeX
@misc{lautwandel_gelag_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„gelag"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/gelag/adelung},
  urldate      = {2026-05-15},
}