Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
geflügel n.
geflügel , n. collectivum zu vogel ( und flügel, s. 3), mhd. selten ( s. 1), herschend war vielmehr gevügel, auch noch nhd. anfangs gefügel ( s. d. ), das aber vor jenem immer mehr zurücktritt oder darin aufgeht, nach flügel umgebildet, wozu der vocal leicht den anlasz gab; s. auch das geflüge, geflücke gleicher bedeutung, die alt sein mögen, da sie nicht von flügel veranlaszt sein können, sondern auf fliegen zurückgehn, wie mans auch von vogel, goth. fugls angenommen hat mit verlust des ersten l, der dann in geflügel sich wieder ersetzt hätte. dasz übrigens die benennung auch von den flügeln …