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gebär

nhd. bis Dial. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gebär f.

Bd. 4, Sp. 1635
gebär, geber, f. gebaren, haltung, erscheinung, mhd. gebære wb. 1, 148b, gleich gebärde. 11) nhd. z. b.: du bewisest (zeigst) das mit einer geber oder mit einem wörtlin. Keisersb. bilg. 65; im 16. jahrh oft bei H. Sachs, als reimwort: schaw wie geht dort ein mensch daher in armutseliger geber. 3, 1, 200b; sie ist holdseliger geber. 1, 13 Göz; tritt her ganz höflicher geber, sam sie die göttin Venus wer. 1, 17; Democritus blendt sein gesicht und wolt die thorheit sehen nicht der ganzen welt freud und geber, welche steckt vol gifts und gefär. 1, 105; fliecht der mansbilder schön gebär. 2, 35. im geschlecht unsicher: gesta, gepAer oder tat (d. h. gestus mit gemeint). voc. von 1445 Schm. 1, 186, Dief. nov. gl. 192a. noch bair. 'bár (d. i. gebære, s. sp. 1606 fg.), ein mädchen z. b. hat e schöne 'bár, ihr ganzes betragen ist anziehend, e schiehhe 'bár, häszliches thun, auch häszliche gewohnheit. auch mnl. ghebare f. Oudemans 2, 360. 22) daneben geht ein neutr. (wie auch gebärde n. neben dem f.) mhd. gebære wb. 1, 148a, ahd. gibâri Graff 3, 150, und auch diesz noch bair., neben dem f. wie mhd., z. b. e houhmuetigs 'bár, s. Schm.2 1, 256, das fensterln der bueben heiszt auch das nacht'bár, also gleich treiben, gewohnheit u. ähnl. Ebenso alts. gibâri n., ags. gebære, pl. gebæru (wie ahd. mhd. gern im pl., vergl. nhd. geberden) Grein 1, 376, altengl. ibere Stratm. 312, mnd. gebêre gestum Dief. 261c, Haupt 5, 392, auch gebêr n. Sch. u. L. 2, 19b, mnl. ghebaer, ghebere Oudemans 2, 359. 362, nnl. gebaar n. 33) wieder auch ohne ge- noch im 16. jh. bei H. Sachs ber n. (s. d.), wol vielmehr f., wie in aller weis und ber Schm. 1, 186 (16. jh.), mhd. bære f., mhd. mnd. bêre f., s. Bech Germ. 7, 293 und berde gleich geberde. das doppelte geschlecht ist wie in gevære f. und n. und in geberde, gefährde.
1855 Zeichen · 96 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gebärf.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gebär , geber , f. gebaren, haltung, erscheinung, mhd. gebære wb. 1, 148 b , gleich gebärde. 1 1) nhd. z. b.: du bewises…

  2. modern
    Dialekt
    Gebär

    Nachträge (Rheinisch)

    Ge-bär -bī˙ə.r vereinz. Merz-Saarhölzb n.: Last, Beschwerden; de Grussen hun och all hir G.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gebaer

59 Bildungen · 54 Erstglied · 0 Zweitglied · 5 Ableitungen

Ableitung von gebaer 3 Analysen

ge- + baer

gebaer leitet sich vom Lemma baer ab mit Präfix ge-.

Alternativen: ge-+ba+-er geba+-er

Zerlegung von gebaer 2 Komponenten

geb+aer

gebaer setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gebaer‑ als Erstglied (30 von 54)

gebärbett

DWB

gebaer·bett

gebärbett , n. ein ärztlicher ausdruck ( hall. lit. zeit. 1846 s. 801) für kindbett, wochenbett, kreistbett.

gebärden

Pfeifer_etym

geba·erden

Gebärde, f., bis ins 19. Jh. meist Geberde, ‘eine Empfindung, einen Willen, einen inneren Vorgang ausdrückende Bewegung mit Hilfe der Hände,…

Gebärden-Gruß

GWB

gebaerden·gruss

Gebärden-Gruß Bindestrich-Kompos nach der (in der WA wiederhergestellten) Erstfassung von 1821 für die besondere körpersprachl Symbolik, mit…

gebärden [sich ~]

LDWB2

gebaerden·sich

ge|bär|den [sich ~] vb.refl. se comporté, se astilé, se deporté. ▬ er gebärdet sich wie toll al se comporta sciöche n mat.

Gebärdensymbolik

GWB

gebaerden·symbolik

Gebärdensymbolik Das geistreiche Zusammensein lebelustiger Menschen zeichnet sich vor allem aus durch eine Sprach- und Gebärden-Symbolik. Es…

gebärdig

Pfeifer_etym

geba·erdig

Gebärde, f., bis ins 19. Jh. meist Geberde, ‘eine Empfindung, einen Willen, einen inneren Vorgang ausdrückende Bewegung mit Hilfe der Hände,…

Gebärdung

GWB

gebaer·dung

Gebärdung speziell für eine rhythmische Bewegungsart 3. Rhythmik. Der ganze Körper wird angeregt zum Schritt (Marsch), zum Sprung (Tanz und …

gebærec

Lexer

geba·erec

ge-bærec adj. von schicklichem benehmen. si was tugentlîch gemuot, schône gebærec, envollen guot Mai 11,36 ;

gebären

DWB

geba·eren

gebären , geberen , nebenform von gebaren, wie subst. gebär neben gebar, nur nhd. mit dem folg. gebären im praes. zusammenfallend, denn dies…

gebären

FWB

1. ›(jn). gebären, (Kinder) zeugen, zur Welt bringen‹; auch bezogen auf die Geburt Christi; 2. ›etw. (Blüten, Früchte, Tiere) hervorbringen‹…

Gebärenstuhlgang

GWB

gebaeren·stuhlgang

* Gebärenstuhlgang in spött Wiedergabe einer Behauptung von Oken 1) Seine Theorie vom Gebären-Stuhlgang paßt auf sie selbst: denn sie ist ei…

gebärer

DWB

geba·erer

gebärer , m. vater, genitor Maaler 158 d , geberer Dief. 260 a ( s. unter gebären 5, d ), mhd. geberer, im plur. auch von den eltern, s. Lex…

gebärerin

DWB

gebaer·erin

gebärerin , f. mutter, genitrix gebererin Dief. 260 a , mhd. gebererinne Lexer 1, 752 ; nhd.: du bist der frewd gebährerin. Weckherlin 762 ;…

Gebärerinn

Adelung

gebaere·rinn

Die Gebärerinn , plur. die -en, eine weibliche Person, welche ein Kind gebieret, oder geboren hat; ein im Hochdeutschen wenig gebräuchliches…

Gebärerinnangst

Campe

gebaererinn·angst

◬ Die Gebärerinnangst , d. Mz . ungew. die Angst der Gebärerinn, die Kindesnoth. Bang ruft, es ruft nun Gebährerinnangst . — Klopstock.

gebärhaft

DWB

gebaer·haft

gebärhaft , fruchtbar, neben bärhaft ( s. gebären II, 1): machen fruchtbar und geberhaft mann und frawen. Paracelsus 1, 827 a , vgl. gebären…

gebärhaft

FWB

1. ›fruchtbar‹; 2. ›fruchtbar von Menschen im sozialen Sinne und menschlichen Kräften‹; ütr. zu 1

gebärhaftig

DWB

gebaer·haftig

gebärhaftig , dasselbe: so seind die frauwen vil mehr in kalten landen dann in warmen geberhaftig. Avent. chr. 33 b .

gebärhaus

DWB

gebaer·haus

gebärhaus , n. öffentliche, städtische anstalt für arme uneheliche gebärende u. ä., z. b. das öffentliche gebärhaus in Wien.

gebärig

DWB

geba·rig

gebärig , gebärend, oder zum gebären geeignet: wie möcht sich denn in mir erbawen ein frucht, das ich erst wurd geperig? H. Sachs 3, 1, 14 a…

Ableitungen von gebaer (5 von 5)

gebære

Lexer

ge-bære adj. BMZ angemessen, schicklich, gebührend Trist. Engelh. , mit dat. Trist. Gerh. Flore 1195. 7711. j.Tit. 6173. Troj. 19326. tôt de…

Mißgebǟren

Adelung

Mißgebǟren , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Gebären ,) welches das Hülfswort haben erfordert, zu früh gebären, eine unzeitige Geburt zur We…

ungebär

DWB

ungebär , f. , zuchtlosigkeit, indecorum, gegentheil von gebär ( th. 4, 1, 1, 1635). mhd. ungebære; mnd. ungebêre (ungebeir, n. städtechr. 1…

ungebære

Lexer

un-gebære stf. BMZ s. v. a. ungebærde Lampr. Walth. Warn. si begîngen mit strîte sulich ungebêre Herb. 6988. sich huop ein ung. von dem reck…

ungebæren

Lexer

un-gebæren stn. lâ dîn ungebâren ( wehklagen ) sîn Rul. 51,16.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „gebaer". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gebaer/dwb?formid=G02563
MLA
Cotta, Marcel. „gebaer". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gebaer/dwb?formid=G02563. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gebaer". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gebaer/dwb?formid=G02563.
BibTeX
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