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Friesel

nhd. bis Dial. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
12 in 12 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Friesel

Bd. 7, Sp. 149
Friesel (Miliaria), ein durchaus unschuldiger Hautausschlag, dem nicht die Bedeutung einer selbständigen Krankheit zukommt, der vielmehr nur als eine begleitende Erscheinung der verschiedensten fieberhaften Krankheiten, z. B. des Typhus, Kindbettfiebers, des akuten Gelenkrheumatismus etc., zu betrachten ist. Man hat zwei Formen zu unterscheiden: den weißen und den roten F. Der weiße F. (Kristallfriesel, Porzellanfriesel, Schweißfriesel, Sudamina) kommt bei vielen, mit starkem Schwitzen verbundenen fieberhaften Krankheiten besonders in der Gegend der Schlüsselbeine, auf der Brust und dem Bauch vor und besteht aus zahlreichen zerstreuten, mit klarer Flüssigkeit gefüllten Bläschen von der Größe eines Grießkorns, die, wie seine Tautropfen, auf vollkommen gesunder, nicht geröteter Haut stehen. Diese Bläschen bestehen nur wenige Tage, platzen dann oder trocknen ein und heilen mit Abschuppung der Epidermis. Der Kristallfriesel hat keine besondere Wichtigkeit und erfordert keine Behandlung. Sehr häufig ist der F. nur der Vorläufer der Hitzeekzems; er besteht dann aus kleinen Bläschen mit wasserklarem Inhalt (Miliaria rubra, roter F.). Auch durch den Reiz von sich zersetzendem Schweiß kommt diese Form zustande. Waschungen mit kühlem Wasser sind dabei das beste Mittel. – Über den F. der Säuglinge s. Schälknötchen.
1333 Zeichen · 17 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Friesel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Friesel , des -s, plur. von mehrern arten, ut nom. sing. Eine mit einem Fieber verbundene Krankheit, welche in erhab…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Friesel

    Goethe-Wörterbuch

    Friesel -is- Hautausschlag B27,132,27 August 5.8.16 → Scharlach- Rose Unterberger R. U.

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Friesel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Friesel (miliaria) , eine Hautkrankheit, bestehend in dem Ausbruche zahlreicher kleiner Bläschen, entweder bloß an einze…

  4. modern
    Dialekt
    Friesel

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Friesel [Frìasl Su. Scherw. Bf. ; Frìèsl Bisch. K. Z. Rothb. ; Frésl M. ; Frìsl Str. ; Fresl Wh. ] m. Su. M. , sonst all…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit friesel

6 Bildungen · 5 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von friesel 2 Analysen

frien + -sel

friesel leitet sich vom Lemma frien ab mit Suffix -sel, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Alternativen: fri+-e+-sel

Zerlegung von friesel 2 Komponenten

fri+esel

friesel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

friesel‑ als Erstglied (5 von 5)

friᵉselen

WWB

fries·elen

friᵉselen V. [verstr. Arn Bri] jmdn. als unangenehmes Gefühl leichter Kälte überkommen. Iät frieselt iäme ( Arn Mü ). ¶ Vgl. → fröstelen (un…

Frieselporzellane

Campe

friesel·porzellane

Die Frieselporzellane , Mz. die — n , eine Porzellanschnecke, etwa eines Nagels lang, veilchenblau und mit weißen Punkten gezeichnet (Cyprae…

friesel als Zweitglied (1 von 1)