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Friesel

nhd. bis Dial. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Herder
Anchors
12 in 12 Wb.
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Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Friesel

Bd. 2, Sp. 812
Friesel (miliaria), eine Hautkrankheit, bestehend in dem Ausbruche zahlreicher kleiner Bläschen, entweder bloß an einzelnen Stellen der Haut od. über die ganze Haut verbreitet, entsteht durch übermäßige Absonderung des Schweißes in den Schweißdrüsen. Die Bläschen sind entweder durchsichtig od. milchweiß od. mit einem rothen Saume umgeben, daher die Benennungen Krystall-F., weißer und rother F. Der F. erscheint bald als selbständige Krankheit (idiopathisch), bald als Begleiter anderer Krankheiten (symptomatisch), und in beiden Fällen sowohl acut als chronisch. Er befällt hauptsächlich jüngere Leute mit zarter Haut und starker Transpiration. Dem Ausbruche gehen gewöhnlich Brustbeklemmung, Angst, nervöse Zufälle, Fieber und starke Schweiße voran. Der selbständige acute F. trat früher in großen und sehr verheerenden Epidemien auf, noch jetzt zuweilen, doch beschränkter, auch öfter vereinzelt (sporadisch). Der symptomatische acute F. ist der häufige Begleiter des Wochenbettes, des acuten Gelenkrheumatismus und der Entzündungen seröser Häute, seltener im Typhus, Lungenentzündung etc.; übermäßiges Warmhalten und vieles Schwitzen sind hier die häufigste Veranlassung. Der chronische F. bildet sich entweder aus einem acuten oder auch ursprünglich bei sehr zarter Haut und übermäßigem Schwitzen. — Der acute F. ist immer eine bedenkliche Erscheinung, besonders der selbständige, aber auch der symptomat. erlaubt nur eine zweifelhafte Voraussage. In andern Fällen dagegen ist er eine gefahrlose Erscheinung, besonders bei chron. Verlaufe. — Die Behandlung ist im Allgemeinen eine kühlende, jedoch mit großer Vorsicht gegen wirkliche Erkältungen, daher leichtes Bedecken, öfteres Lüften und kühlere Zimmerluft, innerlich Limonaden, kühlende Salze, in geeigneten Fällen auch Chlorwasser und Mineralsäuren. Sehr günstig erweisen sich äußerlich Waschungen mit Aetzkalilösung.
1880 Zeichen · 24 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Friesel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Friesel , des -s, plur. von mehrern arten, ut nom. sing. Eine mit einem Fieber verbundene Krankheit, welche in erhab…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Friesel

    Goethe-Wörterbuch

    Friesel -is- Hautausschlag B27,132,27 August 5.8.16 → Scharlach- Rose Unterberger R. U.

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Friesel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Friesel (miliaria) , eine Hautkrankheit, bestehend in dem Ausbruche zahlreicher kleiner Bläschen, entweder bloß an einze…

  4. modern
    Dialekt
    Friesel

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Friesel [Frìasl Su. Scherw. Bf. ; Frìèsl Bisch. K. Z. Rothb. ; Frésl M. ; Frìsl Str. ; Fresl Wh. ] m. Su. M. , sonst all…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit friesel

6 Bildungen · 5 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von friesel 2 Analysen

frien + -sel

friesel leitet sich vom Lemma frien ab mit Suffix -sel, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Alternativen: fri+-e+-sel

Zerlegung von friesel 2 Komponenten

fri+esel

friesel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

friesel‑ als Erstglied (5 von 5)

friᵉselen

WWB

fries·elen

friᵉselen V. [verstr. Arn Bri] jmdn. als unangenehmes Gefühl leichter Kälte überkommen. Iät frieselt iäme ( Arn Mü ). ¶ Vgl. → fröstelen (un…

Frieselporzellane

Campe

friesel·porzellane

Die Frieselporzellane , Mz. die — n , eine Porzellanschnecke, etwa eines Nagels lang, veilchenblau und mit weißen Punkten gezeichnet (Cyprae…

friesel als Zweitglied (1 von 1)