Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
freidig
freidig , profugus, audax. ahd. freidac, freidîc ( Graff 3, 793 ), mhd. freidec, nhd. freidig, in den vocabularen bei Dasypodius 72 d , Maaler 142 b , freydig, bei Henisch 1215 vermischt mit freudig, frewdig. das wort mangelt den schweizerischen idiotiken, lebt aber in der bairischen, tirolischen, kärntnischen volksprache bis auf heute fort, bei Schmeller 1, 600 fraedig, freidig, bei Schöpf 149 fraidig, froadig, bei Lexer 101 frâdig, sodann schles. freidig bei Weinhold 23 a . es galt aber weiter im mittlern Deutschland, namentlich in Thüringen. Luther braucht es oft, belege aus der bibel folge…