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Ferkel

nhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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16 in 16 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Ferkel

Bd. 2, Sp. 397
Ferkel Allg. (SNfrk u. Klevld auch vęrəkskə), u. zwar Rhfrk uNahe w. u. südl. Kreuzn-Monzing Langenth, w. u. südl. Soonw fęagəl u. fregəl, u. zwar so, dass mit Sicherheit innerh. Kreuzn Spabrücken Argenschwang SKatharinen Gutenbg Hargesh Kreuznach fregəl, ö. wieder fęăgəl gilt; w. des Soonw frigel, –e- bis Simm-Schlierschd ausschl. Gehlw Gemünden; n. davon fęăgəl (Hunsr); Wend -ęr-, –e-; sonst Saar, Mosfrk -ę- [-E-, –ēă- Trier-Ld, Bitb; -a- Siegld, Aden-Virnebg]; Rip, Nfrk -ęrk [-i-, –e-, –E-, –a-, s. Ferken]; Pl. -əln, -ələ; gern Demin. -əlχə, –əltjə (Rip, Nfrk fast ausschliessl.) n.: 1. das junge Schweinchen bis 10—12 Wochen (bis 6 Wochen Schnagg, Bagg, Bigg), dann Brühling, Schüttling, Faselferken, dann Läufer (bis ¾ Jahre), dann Einlegeschwein, Mastsau, Mastert (s. d. W.) genannt; s. auch Zackenhocker; de Sau hat F.ə en Rip, Allg. RA.: Summer - Kanner (Kinder) an Wanter-F. as e Verderfnes Bitb-Betting; Herfst-F. un Summer-Hochzeiden dagen (taugen) neist Trier-OEmmel. Er hot die F. verworf hat die Grobheiten vorzeitig oder unpassend vorgebracht Birkf-Idar. Jo, duə bes emmer et iərts F. henger (hinter) de Krem du gehst schon mit, zum Kinde Dür-Frauwüllesh. Du wells emmer et irschte F. am Drag (Trog) sein zum sich Vordrängenden Neuw-Datzeroth. Zwei F.n zielen sich besser wie ant gegen das Einkindersystem Trier. Deə sticht üch et F. er ist euch über Neuw-Kurtschd, Eup. Mer meint, de Sau hätt dech gewöscht (gewaschen) on et F. dech afgedreut Aden-Nohn. Gehe ich mit? Antw.: Wenn de F.che gewöscht were, kannst de de Sef drohn May-Rieden. Wie alt bist du? Antw.: Su alt hät ming Moder ke F. gehat Siegbg. Do send esu völl Kenger, do kann me de F. met streue wenn etwas im Überfluss vorhanden ist Aach-Warden. De kann och net met gohn F.n fänken er hat O-Beine Saarbg-Taben. Dau beas och vill ze hetzeg, fir F.n ze mache May-Trimbs. En hot alles gedriwen as wie kan gebreckt (verendetes) F. Bitb-NWeis. — Dat san Drauwen wie F.n so gross Saarbg-Winchering. De däut sech eren (bei) be e kneisteg F. ungerufen Aden-Kaltenborn, May-Trimbs, Daun-Strohn. Den as mat Frechheit (Ungleck) begof wie en Sau mat F.ə Prüm-Burb. Er micht en Geschrei wie en schel F. schreit oder spricht bei dem geringsten Anlass überlaut Simm-Laub. He mach sich bie et Bins (Jakobine) F. (wie Schitze F. Bernk-Stipshsn); bie se et sechs Wochen hatten, du freck et er geht körperlich zurück Neuw-Asb, — be Juste F., dat om Gohn freckt os Koch-Urschmitt, May-Trimbs, — wie Scholle F. Saarbr-SJohann. Frech wie e F. Allg.; grenzig (übel gelaunt) wie e krank F. Saarbg-Greimerath; sich opföhre wie e kr. F. jämmerlich tun Trier-Stdt; e Fus (Faust) höhter wie e F. MGladb; sech wie en F. an de Troug setze ohne Gebet zu Tisch Rip; du siehs us wie en F. schmutzig Rip, Allg. En Sau es en S.; en Seichen es en S.; e F.chen bleuft en Schweunchen; e Schw. bleuft en Nuckes-che, da fallen se all en't Duckes-che Kinderspr. Koch-Lutzerath. F. öm Schilli Trier. — Enem et F. brenne Volksjustiz, Tierjagen Schleid-Schöneseiffen. — 2. übertr. a. persönl. schmutziger Meusch, bes. unsauberes Kind (auch moralisch); dau F.! Dau bes e richtig F.! Allg. — E klen F.chen Kosew. für kl. Kind. — b. sachl. Magen des Schweines Malm-Amel Weywertz.
3263 Zeichen · 105 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fêrkel

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Das Fêrkel , oder Ferklein, des -s, plur. ut nom. sing. ein junges Schwein, bis es ein Vierteljahr alt ist. Anm. Ferkel,…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ferkel

    Goethe-Wörterbuch

    Ferkel auch -ck- junges Hausschwein a Stuten und Fohlen zu hüten sei .. ein ganz anderes Wesen als sich mit Kälbern und …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ferkel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Ferkel , Schwein von der Geburt bis zum Abspänen.

  4. modern
    Dialekt
    Fërkel

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Fërkel [Færkl Lützelstn. Lohr ; Fèərkl Rauw. ] n. junges Schwein, Ferkel: d Fërkle n han ih ne gewäscht un d d Mo h r ha…

  5. Sprichwörter
    Ferkel

    Wander (Sprichwörter)

    Ferkel 1. Am Ferkel wird oft gerochen, was die Sau verbrochen. Lat. : Quod sus peccavit, succula saepe luit. ( Sutor, 10…

  6. Spezial
    Ferkel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Fer|kel n. (-s,-) porcel jonn m. , pice porcel m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ferkel

63 Bildungen · 53 Erstglied · 10 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von ferkel 2 Komponenten

fer+kel

ferkel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ferkel‑ als Erstglied (30 von 53)

Ferkelborn

SHW

Ferkel-born Band 2, Spalte 525-526

Ferkelarme(n)

LothWB

ferkel·armen

Ferkel-arme(n) Pl. Grindorf. die beiden Holzleisten (Arme) am hintern Teile des Wagens, an denen die Bremse befestigt ist.

ferkelden

WWB

ferkel·den

fer-kelden V. [ Arn Mes Olp Alt, verstr. bes. Bch Dor MSauerl] (+ sik ) sich erkälten. ⟨ Part.: - kullen u. - kollen ⟩

Ferkeldunge

WWB

Fer-keldunge f. [ Dor Arn] Erkältung. — Sprichw.: Ne Verkellunge duiert ohne Dokter äinentwintig Dage, met Dokter gnau drai Wiäken ( Arn Hg)…

Ferkelei

RhWB

Ferkelei -əlę·i. Trier ; -əlsərę·i. Bitb Sg. t. f.: Unsauberkeit; widerliches Benehmen.

ferkelglocke

DWB

ferkel·glocke

ferkelglocke , f. was sauglocke, rülps, ructus: so wirst du keine lust bei leuten auch verderben, wenn du die ferkelglock hübsch ofte schläg…

Ferkelkaninchen

Campe

ferkel·kaninchen

Das Ferkelkaninchen , des — s , d. Mz . w. d. Ez. bei Einigen die Benennung eines kleinen vierfüßigen Säugethieres, das einem Kaninchen ähnl…

ferkelkraut

DWB

ferkel·kraut

ferkelkraut , n. dasselbe, auch hyoseris und hippochaeris: Theod. Gaza hat es porcelliam verdolmetschet und dieweil es bei uns Teutschen kei…

Ferkelratte

Meyers

ferkel·ratte

Ferkelratte ( Capromys Desm .). Nagetiergattung aus der Familie der Trugratten, Tiere mit kurzem, dickem Leib und Hals, mittelgroßen, fast n…

Ferkelsbett

RhWBN

ferkel·s·bett

Ferkels-bett n.: Tragsack des Schweines, auch Ottw-Scheuren , Saarbg-Schoden .

Ferkel(s)händler

PfWB

ferkel·s·haendler

Ferkel(s)-händler m. : 'wer mit Ferkeln handelt', Ferkelhännler [ LU-Opp ], Ferkels-, Freckels-, s. Ferkel [verbr.]. Südhess. II 526 . —

Ferkel(s)handel

PfWB

ferkel·s·handel

Ferkel(s)-handel m. : 'Handel mit Ferkeln', Feʳkelhann(e)l [verbr.], Feʳkels- [ KU-Brück ZW-Battw ]. Iwwer'm F. werd Geld verdient [ ZW-Batt…

ferkel als Zweitglied (10 von 10)

Bigg (Ferkel)

Wander

Bigg (Ferkel) Bigg (Ferkel). Wenn di 't Bigg anbaden wurd, denn musst du de Sack ree hebben. ( Ostfries. ) [Zusätze und Ergänzungen] 2. Bigg…

Märzenferkel

Wander

maerzen·ferkel

Märzenferkel Märzenferkel, Märzenfohlen alle Bauern haben wollen. – Boebel, 84; Orakel, 338.

Mittwochsferkel

Wander

mittwochs·ferkel

Mittwochsferkel Mittwochsferkel sind verloren. Der Mittwoch und mit ihm der Freitag sind nach dem Volksglauben die rechten Unglückstage unte…

Saugefêrkel

Adelung

sauge·ferkel

Das Saugefêrkel , des -s, plur. ut nom. sing. ein junges Ferkel, welches noch sauget; im gemeinen Leben Sogferkel.

schildferkel

DWB

schild·ferkel

schildferkel , n. so bei Adelung und Campe für nld. schildverken, ein gürtelthier, s. Oken 7, 869 . Nemnich hat schildferken.

spanferkel

DWB

span·ferkel

spanferkel , n. ein junges noch saugendes oder eben abgesetztes schwein: spän - ferkel, porcellus nefrens, delicus, a mammis depulsus, oder …

Strassenferkel

Wander

strassen·ferkel

Strassenferkel Es ist ein Strassenferkel. Von einer ebenso faulen als schmuzigen Weibsperson, die sich geschäftslos auf Markt und Strassen h…

Stubenferkel

Wander

stuben·ferkel

Stubenferkel Stubenfaggadln und Andlkinna wed'n nicks nutz. ( Steiermark. ) – Firmenich, II, 769, 139. Stubenferkel und Grossmütterkinder we…