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Elster

mhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Elster

Bd. 2, Sp. 115
Elster n. der Mos bis Grevbr, Neuss E:lstər [südl. der Mos atsəl; doch an der uMos über diese hinausreichend hier u. da nach Zell, Koch (Koch-Weiler E:lstər, Koch-Cond Lahr atsəl), Kobl, May, Neuw-Gönnersd Wollend; auch Wittl-Hakhf Hupperath noch atsəl; dort, wo atsəl für E. gilt, heisst der Eichelhäher hier u. da E:lstər, so in Bernk-Bollenb, May-Münk; in Aden-Acht ękstər der Neuntöter, in Kobl-Rübenach ęksənȳərmrər, aber atsəl E.; am NWRande des Atzelgebietes südl. der Mos fehlt hier u. da das Wort atsəl u. E:lstər; die E. heisst hier krE·i., so in Saarbg-Perl Soest, Trier-Filzen, auch in Saarl-Überherrn]; in Aden, wo der n. Vorstoss des Atzelgebietes endigt, begegnet ękstər Aden-Dreis Acht (hier = Neuntöter): ękst Aden-Wanderath; SNfrk E:stər, E·ə.-; NKemp, Geld. Mörs, Rees. Dinsl ę- [Mörs-Xanten, Rees-Crudenbg ę- u ękstər; Mörs-Neuk ęstər Elster, hękstər Eichelhäher]; NBerg E:lstər [Sol E:stər; Elbf daneben E:lstər; Wermelsk ę·i.əlstər; Mettm-Flandersb Richr Wülfr, Düss-Stockf, Meiderich ę·i.stər, Sol auch hę·i.stər]; Klevld ękstər. — Besondere Formen: Siegld Ejərsdə, ā-, ai- [Siegld-Afholderb aiəršdə]; Trier-Fell E:ləstărt; Trier-Thörnich Schweich E:lEstər u. E:likstər; Trier-Clüsserath E:lsərt; Altk, Neuw-Asb, Waldbr-Rosb, Kobl-Vallendar, Schleid-Dreiborn E:nstər; May-Kottenh E:stəriŋ; Bitb-Speicher, Trier-Zemmer E:lstərəf; Mörs-Büderich ęstərik; Kref, Geld-Straelen ęstrek; May-Polch, Prüm-ORüttf E:lst; Aden-Quiddelb E:lts; May-Dittschd E:tsərt; Eup hęstərt [aber ę·l.stəro Leichdorn]; Waldbr-Morsb E:stər; Eup-Raeren hęlstər; Mörs-Orsoy hęgękstər neben ękstər; Viersen, Kemp-Dülken krēt- u. sprutęstər; Pl. -ərə; Klevld -ərš (-s) f. [von Mörs, Geld an m.): 1. wie nhd. De E. kärəkst, kratscht, krätscht, quäkt, rätscht, rättelt, schatert, schättert (s. d. W.). RA.: Den E. ös den Düwel sin Schwester Mörs. De E. leg Maria Lichtmess ihr iərsch Reis Ahrw-Bengen. De E. schättert (schreit) Stefen (-E-) (Stephan) Kref-Fischeln, — scher dich eweg Trier-Schweich. He schwätz (schättert) wie en E. Allg. Wammer en E. usscheck, dann kret mer ne bongkte (bunte) Vugel wedder Bergh-Blatzh, Nfrk; su b. wie en E. (Tuneckster) Rip, Allg.; en E. verwitt de anger, dat se b. es Kemp-SPeter. De E. löt vum Höppen nit Sol, — kann et H. ni loten MülhRuhr; — verliert et H. net Rip; der E. kammer (es schleit, kollig) et H. net verbeiən SNfrk, auch angewandt auf den gewohnheitsmässigen Dieb; verbie den E. ens et Heppern Mörs, Geld. He sprengt (höpp) wie en E. Allg.; se sprenge heröm, as wenn se ene E. an de Stert hädde Mörs-Alpen. De moss op de Zäng (Zähne) bisse wie en dut E. Sieg-Wahlschd. Er guckt verstohlen dra (drein) wie en E. Bitb-Neuerbg; so kluk kiken wie enen E. Mörs. Hej schett (scheisst) as en E. Rees-Hüthum. He verdreəhnt de Ogen wie en E., die et Kolle (Sprechen) lihrt Kemp-SPeter. De dänzelt wie en E. em en Seidreck Daun-Strohn. Den hät grad so dönn Bein wie enen getrauten E. Geld-Issum. De stiehlt (klaut, stripp usf.) wie en E. Allg. Su frech wie en E. Neuw-NWeis, Siegld; neichsnotzig wie en E. Bitb-Bollend; gierig wie en E. Grevbr-Wickr; neuschierig wie en E. Kref; zäh wie en E. Gummb-Faulmert; scheu wie eng E. Aach-Merkst; hässlich wie en E. Grevbr-Kapellen; huffördig wie en E. Wippf-Frielingsd. De E. es so klok (klug) as en Foss (Fuchs) Klev-Asperden. Et es so kalt, dat den E. op den Tur flött Mörs. De lihrt de E.ə flöte er singt schlecht Ahrw-Hepping. Ding Mamm hätt och besser en E. (als dich) opgezogen, die kann se doch wirrer flege losse Altk-Bachenbg. Dor kann den E. met ower den Tünn (Zaun) fliege mit dieser kleinen Getreidegarbe Klev-Appeldorn. De E. op en Tun satt on woll dat Flöuten lehren Rees-Brünen. He soət doə wie en E. töschen en Koppel Kroəhnen einsam Kemp-SPeter; geliə (gelitten) wie en E. usf. Heinsb-Kirchhv. Jetzt köt Kroh on E. wenn etwas zu holen ist, kommt jeder Sieg-ODollend; bei Kr. on E. laufe zu jedem hingehen Ahrw-Remag; dat es wie Kr. on E. ein wahres Durcheinander Sinzig; et heirot wie en Kr. en E. May-Naunh. Weg (marss) was de Katt met den E.! sagt man bei Erwähnung eines plötzlichen Verlustes, sogar in bezug auf einen plötzlichen Tod Emmerich, Duisbg. Krak, säj den E., duw schet en in't Nest (op et Pöhlche, op et Böllke Baumstumpf) Geld-Straelen Kevelaer. — Rätsel. Füren (vorne) wie en Seuel (Ahle), medsen wie en Kleuel, hengen wie en Pannestell, wat es dat? Gummb. — Volksgl. Wenn sech de E.ərsch zanken, dann ös de Wenter öm Mörs-Asbg. Fliegt die E. allein, wird gutes Wetter sein; fliegt das E.paar, ist das W. nicht so rar Ottw-Schiffw. Schättert den E., dann geven et Gäs (Gäste) of Quäss (Klatschbasen) Mörs-Wallach Veen Alpen, — dann geft et wat Nejes Mörs-Xanten, — et Besük Mörs-Veen, Klev. Se (die Magd) sall wäll nit lang bliwe; den E. hat so geschäddert, äs se entrock Rees-Haldern. Ene schreiende E. för et Hus höllt sich en Lik MGladb-Helenabrunn, Allg., weshalb sie auch Dudevugel (Dudekoder Bitb-Baustert) genannt wird. Wenn en E. kuərt an et Hus sett, dat göf en Tit van en half Johr en Brut of en Lik Heinsb-Arsbeck. E. bringen Unfrieden u. böses Geschwätz; sie werden oft als verwandelte Hexen angesehen MGladb-Corschenbr 1880. Fliegen die E. jmd. in den Weg, so bekommt er bald Streit Neuw-Dattenbg. Eine im Februar geschossene E., an einem Strick im Viehstall aufgehängt, vertreibt die Fliegen daraus Nfrk (o. O. 1881). Löst man der E. an drei aufeinanderfolgenden Freitagen die Zunge u. schneidet man ihr am ersten Fr. die äusserste Zungenspitze ab, so kann man ihr das Sprechen beibringen Duisb. — 2.a. vē:rv:təjə E·ə.stər, E-, ę- Eidechse (s. d.) Heinsb-Arsbeck Lümb Oberbr Wassenbg, Erk-Wegbg. — b. Eichelhäher May-Münk, Düss u. wohl auch sonst so fälschlich bezeichnet. — c. Bezeichnung eines elsterartig gezeichneten Huhnes Altk-Herpteroth; eines schäckigen Rindes Schleid-Dreiborn. — 3. übertr. a. persönl. scharrige Person MGladb-Hockst; Plappermaul Prüm-Mürlenb; leichtsinniger Mensch Prüm-Rommersh; scheel E. Schimpfw. Grevbr-Jüchen; en bontig E. bunt gekleidetes Mädchen Ahrw-Sinzig. — b. sachl. α. Hautauswuchs Elbf. — β. scherzh. gestohlenes Dachblei Köln.
6221 Zeichen · 170 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ELSTERstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    ELSTER stf. elster. Mar. 2,811. vgl. agelster unter age.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Êlster

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Êlster , S. Adelung Älster .

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Elster

    Goethe-Wörterbuch

    Elster a Nahmen der Vögel. | .. E. Pica DjG 3 1,21,34 Labores juv [1757] b in der Parallelisierung tierischer u menschl …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Elster

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +6 Parallelbelege

    Elster (Pica) , eine Vogelgattung aus der Ordnung der Allesfressenden (Schinz), in Bau und Lebensart fast ganz den Raben…

  5. modern
    Dialekt
    Elsterf.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Elster f. : ' der Vogel Corvus pica ', Elschdeʳ [mancherorts in verschiedenen Teilen der Pfalz; bei Auslandspfälzern nic…

  6. Sprichwörter
    Elster

    Wander (Sprichwörter)

    Elster 1. Der Elster wird auch wol ein Ei gestohlen. – Körte, 1096; Simrock, 2038. So hoch sie nistet und so sehr sie au…

  7. Spezial
    Elster

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Els|ter (Pica pica) f. (-,-n) ‹ornit› agacia (-ces) f. ▬ diebische Elster agacia lera f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit elster

38 Bildungen · 29 Erstglied · 9 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von elster

elst + -er

elster leitet sich vom Lemma elst ab mit Suffix -er.

Zerlegung von elster 2 Komponenten

els+ter

elster setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

elster‑ als Erstglied (29 von 29)

Elsterauge

SHW

Elster-auge Band 2, Spalte 191-192

elsterauge

DWB

elster·auge

elsterauge , n. was egerstenauge 3, 34: unglückliche verhältnisse und elsteraugen haben mich geplagt. Arnim 2, 324 .

Elsterbaum

Campe

elster·baum

† Der Elsterbaum , des — es, Mz. die — bäume, ein Name der Erle.

Elsterbeck

RhWB

elster·beck

Elster-beck E·ə.stərbęk Kemp-Süchteln , Erk-Wegbg ; E·ə.stərəm- Kemp-Grefr ; -ən- Kemp-Amern , Geld-Leuth m.: kleine Flachzange mit Schneide…

Elsterberg

Meyers

elster·berg

Elsterberg , Stadt in der sächs. Kreish. Zwickau, Amtsh. Plauen, an der Elster und der Staatsbahnlinie Gera-Weischlitz, hat eine schöne evan…

Elsterflügel

GWB

elster·fluegel

* Elsterflügel in morphol Gedankengängen: als Beispiel, auch für einzelne Zshge aus G-s Farbenlehre Ueberall sind dieselben Erscheinungen — …

Elstergebirge

Meyers

elster·gebirge

Elstergebirge , Verbindungsglied zwischen dem Fichtel- und Erzgebirge auf der sächsisch-böhmischen Grenze, erreicht im Kapellenberg eine Höh…

Elster, Joh. Dan

DWBQVZ

--- die irrfahrten des Daniel Elster. student — philhellene — musikant. neubearb. u. hg. v. H. M. Elster. Stuttgart 3 o. j. ( vorr. 1911). I…

elsterlachen

DWB

elster·lachen

elsterlachen , n. der entscheidende ton, der ihm eigen ist, seine verunglückte discantstimme, sein musiver witz, sein elsterlachen, vertrieb…

elsternauge

DWB2

elster·n·auge

elsternauge , elsterauge n. hautschwiele, hühnerauge: 1541 Diefenbach gl. 126 b . 1829 K. G. Neumann krankheiten d. menschen 206.

Elsterneger

Meyers

elster·neger

Elsterneger , mit teilweisem Albinismus behaftete, daher weiß gefleckte oder stellenweise weiß behaarte Neger.

elsternfarb

DWB2

elster·n·farb

elsternfarb , elsterfarb adj. : ⟨u1230⟩ Heinrich v. d. Türlin krone 24755 LV.

elsternnest

DWB2

elster·n·nest

elsternnest , elsternest n. : hs.E14.jh. lieder saal 187,51 L. 1956 Bülow wilderer 15.

elsternspecht

DWB2

elster·n·specht

elsternspecht , elsterspecht m. : 1678 Geiszler Neri 51. 1768 Eberhard thiergesch. 104. Peperkorn

elsterspecht

DWB

elster·specht

elsterspecht , m. buntspecht, Stieler 2065 : für sich in stiller freude hat lieb das frohe vögelein, die lerch auf öder heide, der elsterspe…

Elsterwerda

Meyers

elster·werda

Elsterwerda , Stadt im preuß. Regbez. Merseburg, Kreis Liebenwerda, am Zusammenfluß der Pulsnitz und Schwarzen Elster, Knotenpunkt der Staat…

Elsterzunge

RhWB

elster·zunge

Elster-zunge Elstərtuŋ Gummb-Berghsn f.: abgesplissenes Hautspitzchen an der Wurzel des Fingernagels.

elster als Zweitglied (9 von 9)

selster

KöblerMnd

*selster , M. nhd. Verkäufer Hw.: s. selsterinne E.: s. sellen (2)

agelster

Lexer

agel·ster

agelster swf. BMZ elster, du solt niht geloben an der agelstrun schrîen Wack. pr. 42, 6 ; ageleister Krone 15641 ; aglaster Renn. 3688. 5797…

Bêrgälster

Adelung

berga·elster

Die Bêrgälster , plur. die -n, der Nahme eines kleinen Raubvogels, der nur auf kleine und junge Vögel stößt, und in den gemeinen Mundarten N…

Hausälster

Adelung

Die Hausälster , plur. die -n, in einigen Gegenden, ein Nahme der gewöhnlichen Älster, welche sich gern um die Häuser auf dem Lande aufhält.…

Kruckälster

Adelung

krucka·elster

Die Kruckälster , plur. die -n, in einigen Gegenden ein Nahme des großen bunten Neuntödters oder Dorndrehers, welcher in der Größe einem Kra…

Meerälster

Adelung

Die Meerälster , plur. die -n, eine Art ausländischer Vögel mit einem rothen Schnabel wie der Storch, einem oberwärts schwarzen, unten aber …

ēgelster

KöblerMnd

ēgelster , F. nhd. Elster Hw.: s. ēgester; vgl. mhd. agelster, elster, mnl. exter E.: s. as. agastria* 2?, agistra?, sw. F. (n), Elster; s. …

ȫverspeelster

KöblerMnd

ȫverspeelster , F. Vw.: s. ȫverspēlster