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eifern

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
13 in 11 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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22

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

eifern

eifern

Eifer m. ‘ernsthaftes Bemühen, leidenschaftliches Verfolgen eines Zieles’ gehört zu einer im Obd. seit Mitte des 14. Jhs. nachzuweisenden Wortfamilie (am frühesten bezeugt ist Eiferer m. ‘wer eifersüchtig ist’, mhd. eifrær), deren etymologische Herleitung unbekannt ist; gewöhnlich wird Zusammenhang mit dem dazu im Ablautverhältnis stehenden Adjektiv ahd. eibar, eivar ‘scharf, bitter, widerwärtig, heftig’ (8. Jh., wovon ahd. eivar n. ‘Bitteres, Erbitterung’, eivarī f. ‘Bitterkeit, Erbitterung’, beide um 1000), aengl. āfor ‘bitter, herb, heftig’ (zu ie. *ā̌i- ‘brennen, leuchten’?) angenommen; vgl. in jüngerer Zeit noch nsächs. und fachsprachlich eifer ‘bitter, scharf’. Das Substantiv Eifer, zuerst in der 2. Hälfte des 15. Jhs. für ‘Eifersucht’ (zu eifern als postverbale Ableitung?), findet durch Luthers Bibelübersetzung Eingang in die nhd. Literatursprache. Luther verwendet es mit der Bedeutung ‘aus Sorge und liebevoller Anteilnahme erwachsende zornige Erregung’ zur Wiedergabe von griech.-lat. zēlus und begründet diese Entscheidung ausdrücklich. Hieraus geht der heutige Gebrauch hervor, während der ursprüngliche Sinn ‘Eifersucht’ im 18. Jh. zurücktritt. – eifrig Adj. ‘mit Eifer tätig, emsig’ (15. Jh., anfangs und vereinzelt bis ins 17. Jh. in der Bedeutung ‘eifersüchtig’), im Frühnhd. meist eiferig neben Bildungen wie eiferisch, eifericht. eifern Vb. ‘heftig und mit blinder Leidenschaft für oder gegen etw. sprechen’ (frühnhd. ‘eifersüchtig sein’, Anfang 15. Jh.); im Unterschied zu Eifer (s. oben) behält eifern seinen tadelnden Beiklang, ebenso das jetzt geläufigere Verb sich ereifern ‘in Eifer geraten, sich erregen’ (17. Jh.); dagegen folgen die Verben nacheifern ‘einem Vorbild gleichzukommen suchen’ (16. Jh.) und wetteifern ‘jmdn. an Eifer überbieten wollen’ (17. Jh., aus um die Wette eifern) der semantischen Entwicklung des Substantivs. Eifersucht f. ‘Angst vor Zurücksetzung in der Liebe’, dann auch allgemeiner ‘Streben nach Alleinbesitz, Argwohn’; die Zusammensetzung (zum zweiten Glied s. Sucht) tritt im 16. Jh. an die Stelle von Eifer nach dessen Bedeutungswandel (s. oben); dazu eifersüchtig Adj. (17. Jh.) für älteres eifrig (s. oben).
2175 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Eifern

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    1. Eifern , verb. reg. welches in doppelter Gattung vorkommt. 1. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, Eifer an den…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    eifern

    Goethe-Wörterbuch

    eifern ‘eifrend’ 42 2 ,451,25 Plp a sich leidenschaftlich erregen, empören, schimpfen, meist ‘gegen, über etw (vereinzel…

  3. modern
    Dialekt
    eifernschw.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

     eifern schw. : 1. 'vom Eifer erfaßt sein'. Der Absel hot geeifert, der Oochdem werd'm karz [ Birmelin Penns Poems 109]…

  4. Sprichwörter
    Eifern

    Wander (Sprichwörter)

    Eifern 1. Das ist bös Eiffern vnd sich rechen, durch feindes Hertz sich selbst erstechen. – Petri, II, 65. 2. Eifern ist…

  5. Spezial
    eifern

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ei|fern vb.intr. 1 (streben nach) se porvé (da arjunje valch), aspiré (a valch); tingé (do valch) 2 (sich einsetzen für)…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit eifern

12 Bildungen · 0 Erstglied · 8 Zweitglied · 4 Ableitungen

eifern als Zweitglied (8 von 8)

abeifern

DWB

abeifern , sich. irasci, eifernd sich abmatten.

aneifern

DWB

aneifern , incitare, anfeuern: sein beispiel eiferte die andern schüler an.

angeifern

DWB

ang·eifern

angeifern , spuma, veneno adspergere: mit verleumdungen angeifern.

beeifern

DWB

beeifern , studere, operam dare: der alles will und nichts ertragt, alles wünscht und nichts beeifert. Dyanasore 5, 351. gewöhnlich sich bee…

begeifern

DWB

beg·eifern

begeifern , saliva foedare, mit geifer besprützen: begeifert schleier, hemd und rock. fastn. sp. 1212 ; begeifert kranz und bräute. Günther …

ereifern

DWB

ereifern , 1 1) transitiv exasperare, incitare, inflammare: wiederum begann ich und rief mit ereiferter seele. Od. 9, 501 ; hauten dann händ…

nacheifern

DWB

nach·eifern

nacheifern , verb. einem vorbilde eifrig nachstreben. Stieler 6 ; eiver nicht einem frevler nach. spr. Sal. 3, 31 ; aus irem fall ist den he…

wetteifern

DWB

wettei·fern

wetteifern , vb. , einander überbieten wollen. seit dem 17. jh. bezeugt, doch begegnet noch im 18. jh. die präpositionale wendung: doch habe…

Ableitungen von eifern (4 von 4)

beeifern

DWB

beeifern , studere, operam dare: der alles will und nichts ertragt, alles wünscht und nichts beeifert. Dyanasore 5, 351. gewöhnlich sich bee…

ereifern

DWB

ereifern , 1 1) transitiv exasperare, incitare, inflammare: wiederum begann ich und rief mit ereiferter seele. Od. 9, 501 ; hauten dann händ…

vereifern

DWB

vereifern , verb. in eifer bringen, nur reflexiv, flagrare indignatione Stieler 6 .

zereifern

DWB

zereifern , verb. refl., sich heftig ereifern, erregen: Kramer teutsch-it. 1, 276 b ; Stieler 6 ; Calpurnius ... wie auch Rufilius ... zerei…