Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Butt m.
Butt m.
Butt m. Plattfisch. Der aus dem nd.-nl. Bereich stammende Name mnd. but(te), nd. Butt(e), heute meist Bütt, bzw. mnl. bot(te), but(te), nl. bot ist in andere germ. Sprachen entlehnt worden, vgl. schwed. butta, engl. butt. auch frühnhd. Butt(e) ist Übernahme aus dem Nd. Der die Gestalt des Fisches charakterisierende Name gehört zum Adjektiv nd. butt ‘stumpf, plump’, mnl. nl. bot ‘stumpf, stumpfsinnig’; vgl. auch nd. Butt ‘kurzes, dickes Ende’. Verwandtschaft besteht mit anord. butr ‘abgehauener Klotz’ und mit den Verben mnd. bȫtel(e)n, bȫten, mnl. bōten, booten, südnl. boten, ahd. mhd. bōʒen (s. Amboß). aengl. bēatan, engl. to beat, anord. bauta ‘schlagen’ sowie aengl. bīetl ‘Hammer’. Die Ausgangsbedeutung für die oben genannte Wortgruppe ist also ‘kurz abgeschlagen’. Man vergleicht lat. cōnfūtāre ‘niederschlagen, -halten, widerlegen, überführen’, refūtāre ‘zurückdrängen, widerlegen’ und führt die germ. Formen auf ie. *bhaud-, *bhū̌d-, die lat. auf ie. *bhaut-, *bhū̌t- zurück. Offen bleibt, wieweit unter Hinzuziehung anderer, auch zur Wortgruppe von lat. battuere (s. Batterie) gehöriger oder mehrdeutiger (jedoch fast immer mit Dental gebildeter) Formen eine Wurzel ie. *bhā̌u-, *bhū̌- ‘schlagen’ erschlossen werden kann. – Heilbutt m., älter auch Heiligebutt, wohl als ‘Butt für Heiligenfeste’ gleichfalls dem Nd.-Nl. entlehnt (Ende 18. Jh.); vgl. nd. Helbutt, Hell(e)bütt, Hillebutt, Hilligbutt, nl. heilbot sowie engl. halibut, älter auch holibut. Steinbutt m. (18. Jh.), wohl nach seinen die Oberseite bedeckenden Knochenwarzen, die wie kleine Steine aussehen, benannt.