Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
bügeln
bügeln
Bügel m. ‘gebogener Griff, gebogenes Holz zum Aufhängen von Kleidern’, spätmhd. bügele f. ‘Steigbügel’, mnd. bȫgel, mnl. bōghel ‘Ring, Bügel’, nl. beugel stehen im Ablautverhältnis zu den unter biegen (s. d.) angeführten Verben, bezeichnen also eigentlich etw. Gebogenes. Seit der 1. Hälfte des 16. Jhs. ist das Mask. Bügel bezeugt. – Bügeleisen n. ‘Eisen zum Glätten der Wäsche’ (nach dem gebogenen Griff benannt?, oder weil ursprünglich ein gebogenes Eisen zum Kräuseln?) und bügeln Vb. (17. Jh.), nordd. md. dafür auch Plätteisen, Plätte und plätten (s. d.). bügelfrei Adj. ‘ohne Bügeln glatt, knitterfrei’ (2. Hälfte 20. Jh.). Steigbügel m. ‘Fußstütze für den Reiter’, seit dem 17. Jh. für älteres Stegreif (s. d.).