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BÜFFEL

ahd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB2
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22 in 17 Wb.
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Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

BÜFFEL m

Bd. 5, Sp. 960
BÜFFEL m.  mhd. büffel. mnd. büffel; mnl. buf(f)el, nnl. buffel; ne. (veraltet) buffle, buff. lehnwort aus afrz. buffle m. (zur weiteren herkunft vgl. Lloyd/S. et. wb. ahd. 2,416f. ). im 14./15. jh. vereinzelt auch in der form buchel und buchfel. 1 (wild)rind von massigem körperbau mit ausladenden hörnern. bezeichnung für verschiedene arten der gattungen bubalus und syncerus: ⟨u1300⟩ lewparten, lewen, wilde swein,/ .. puffel, hirsen und hinden,/ .. di tier komen mit grosses schar/ zu dem wasser trincken dar Heinrich v. Neustadt Apollonius 10142 DTM. 1482 buchfel ein wilder ochße oder wildes rinde (Nürnb.) voc. theut. e 4a. 1541 ein boͤfel ist ein groß thier, wie auch ein beer, noch kan er keinn fuchs fahen Franck sprichw. 1,151b. 1569 auch geingen da gar ausserlesen. / aurochsen, pifel, wilde stier Thurneysser archidoxa M 3b. ⟨1608⟩ ich hab .. gesehen über zwey hundert büffel von der vorstadt Galata hinüber gen Scutari schwemmen Schweigger reyßbeschr. (1619)136. ⟨1682⟩ .. daß die bauren daselbst morgens frühe, bey aufgang der sonnen, die büffel in den pflug spannen Hohberg georgica (1687)2,306b. 1725 gegen abends umb 4 uhr waren meine ochsen am joch schon so müde oder faul, daß die treiber derselben fast selbst überm schlagen derselben hätten zu büffeln werden mögen Messerschmidt Sibirien 4,19 W. 1784 Afrika hat seine heerden von elephanten, zebra’s, hirschen, affen, büffeln Herder 13,64 S. 1827 unter dem namen büffel werden verschiedene arten einbegriffen und verwechselt. der gemeine büffel, der in Südeuropa als hausthier gehalten wird, ist zweifelhaften ursprunges Chamisso gewächse 53. ⟨1892⟩ in ein land will ich euch führen, wo tiger und büffel nebeneinander weiden G. Hauptmann ausgew. prosa 4,68 M. ⟨1913⟩ Jakob war der büffel seiner herde./ wenn er stampfte mit den hufen,/ sprühte unter ihm die erde Lasker‐Sch. leise (1968)83. 1953 viele büffel sah ich, die paarweise zwischen ihren hörnern ganze bäume schleppten. diese büffel sind zweifellos stärker als ochsen Loch bürger 83. 2000 in Solio leuchten die gelben stämme der fieberakazien, .. den wegrand flankieren abgestorbene äste, .. zwischendurch abgefressene knochen, ein halb verwester büffel zeit 14,91e. 2 grober, rücksichtsloser, ungebildeter mann; dummkopf: 1472/3 Bruno .. gar in wenig stunden erlernet hett das (der arzt) ein püffel was Arigo decameron 520 LV. u1523 dye pfaffen .. verstehen vnd lesen die schrifft nit, vnd seyn ßo grobe buͤffel, das sie kaum ein requiem koͤnnen singenn flugschr. ref. 1,27 C. ⟨1579⟩ das sechst vnnd letst, das jhre predicanten vngelehrte puͤffel seind, vnd ein arges vngeschickts leben fuͤhren Fischart binenkorb (1588) A 8a. 1645 manche zahrte jungfrau .. so übel verehliget würd, daß si in ihrer ehe keine fröliche stunde, wan si nähmlich bei einem solchen büffel und äsels‐kopfe das junge, lustige läben verschlühssen mus, zu gewarten hat in: dt. lit. 3,788 K. ⟨1657⟩ wann das glück einen püffel krönt, so muß iederman der kron gebührende reverentz machen Schupp lehrreiche schr. (1684)25. 1727 auf das land würden die ungeschicktesten püffel von knechten geschickt, welche die wirthschafft nicht verstünden Ludewig profession 12. 1797 ein dorfjunge foderte dessen tochter zur ehe. vater und tochter wollten nicht, und der büffel bekam den korb Laukhard leben (1792)4,2,103. 1883 zuschauer will der geist des dichters: sollten’s auch büffel sein! Nietzsche w. 2,384 Sch. 1925 nicht einmal anspucken möcht man euch, ihr undankbaren büffel! Weinheber waisenhaus 13. 2000 was hat sie (CDU) tatsächlich von Kohl hinter sich gelassen? so aber bleiben die debatten vordergründig – ist ‘der büffel’ Rühe oder das vielleicht verkannte heimchen Merkel oder doch opa Vogel vonnöten? in: frankf. allg. ztg. (1.3.)2d. Meyer-Hinrichs
3772 Zeichen · 88 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    büffelmhd. st. m.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    büffel mhd. st. m. , nhd. büffel; mnd. büffel. pffel: nom. sg. Gl 3,32,59 ( 15. Jh. ); puffel: dass. 33,4 ( 15. Jh. ). …

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    büffelstm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    büffel stm. ochs Apoll. 10282. buchfel ein wilder ochse, bubalus Voc. 1482 ; s. Dwb. 2, 492.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ²büffelm.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +1 Parallelbeleg

    2 büffel , m. , Büffel „ wiltosse ”. Auch als Schimpfwort. — S. auch bubalen.

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Büffel

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Büffel , des -s, plur. ut nom. sing. 1) Eine Art wilder Ochsen mit zotigen Haaren am Halse und auf der Brust, welche…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Büffel

    Goethe-Wörterbuch

    Büffel Wasserbüffel wir kamen [ auf dem Weg von Neapel nach Paestum ] durch Bach und Gewässer, wo wir den nilpferdischen…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Büffel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Büffel ( Bubalus H. Sm. ), Gruppe der Wiederkäuergattung Rind ( Bos L .), kräftige Tiere mit gedrungenem Leib, kurzer, g…

  7. modern
    Dialekt
    Büffel

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Büffel III m. Jacke, Wamms Illz. M. — Schweiz. 4, 1049.

  8. Sprichwörter
    Büffel

    Wander (Sprichwörter)

    Büffel 1. Ein Büffel ist ein grosses Thier und kann doch keinen Fuchs fangen. – Simrock, 1390; Henisch, 374. Holl. : Buf…

  9. Spezial
    Büffel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Büf|fel m. (-s,-) ‹zool› bo salvare m. , pifl (-i) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bueffel

58 Bildungen · 56 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von bueffel 2 Komponenten

buf+fel

bueffel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

bueffel‑ als Erstglied (30 von 56)

büffelarbeit

DWB

bueffel·arbeit

büffelarbeit , f. labor rudis, ochsenarbeit, büffelei: die andern aber, die nur eine büffelerbeit daraus machen, können nimer mit lust noch …

büffelei

DWB

buffe·lei

büffelei , f. 1 1) labor qualem bubalus sustinet, büffelarbeit. 2 2) mores rustici, ungeschliffenheit.

Büffelemod

ElsWB

bueffel·e·mod

Büffelemod [Pefalamôt Rapp. ; Pefələmût Barr Illk. Z. Obbr. ; Pìfələmôt Bf. Str. Hag. ; Pefələmû K. Ingenh. ] n. ( Barr Str. auch m.) geschm…

Büffelemode

ElsWB

bueffel·e·mode

Büffelemode [Pefələmótə Molsh. ; Pefələmó Dunzenh. ; Pefələmót Rothb. ] n. geschmortes Rindfleisch, Schmorbraten, frz. bœuf à la mode.

büffelen

WWB

buff·elen

büffelen sw. V. büffeln angestrengt lernen, studieren ( Dor Wl ), sehr stark, mit Anstrengung arbeiten (Lip Oesterh ).

Büffeler

PfWB

buffe·ler

Büffeler m. : ' wer angestrengt lernt ', Biffleʳ [ KU-Schmittw/O ]. Els. II 18 ; Bad. I 363 .

büffelhaar

DWB2

bueffel·haar

büffelhaar n .: 1835 Pierer universal‐lex. 23,462 a . ⟨1979⟩ Ende gesch. (2000)127.

Büffelhäute

Meyers

Büffelhäute , die Häute des gemeinen Büffels ( Bos Buffelus ), sind stärker und fester als Ochsenhäute, kommen aus der Türkei und Kleinasien…

Büffelhaut

Campe

bueffel·haut

Die Büffelhaut , Mz. die — häute, die Haut eines Büffels; uneigentlich, eine dicke, unempfindliche Haut; von einem unempfindlichen Menschen.

Büffelhörner

Meyers

bueffel·hoerner

Büffelhörner , die Hörner des gemeinen Büffels ( Bos Buffelus ), sind größer, dichter, härter, dunkler und politurfähiger als Ochsenhörner u…

Büffelhorn

GWB

bueffel·horn

Büffelhorn Pl für das Hörnerpaar als mittelalterl dt Wappenzeichen Faust II 9040 Rose Unterberger R. U.

büffelig

RhWB

büffelig Allg. Adj.: 1. dumm, grob, eigensinnig Allg. — 2. ungenügsam Geld .

büffelkuh

DWB

bueffel·kuh

büffelkuh , f. wenn jeder bräutigam seiner braut eine wilde büffelkuh zur morgengabe brächte. Stolberg 3, 166 .

büffelleder

DWB2

bueffel·leder

büffelleder n . : ⟨1579⟩ Fischart binenkorb (1588)73 b . 2013 braunschw. ztg. (26.1.), IdS‐arch.

büffelmensch

DWB

bueffel·mensch

büffelmensch , m. auf das folgt, dasz sie nichts hetten mögen kriegen, wo nicht ein bereiter da gewesen wer. dann wir seind alle püffelmensc…

büffelmist

DWB2

bueffel·mist

büffelmist m . : ⟨1493⟩ Petrus de Crescentiis, nutz d. ding (1518)20 c . 1965 frankf. allg. ztg. (17.7.)65 d .

bueffel als Zweitglied (1 von 1)

Rübenbüffel

Wander

rueben·bueffel

Rübenbüffel Meiler Rüeblipüffel. – Sutermeister, 50. Schweizer Scheltnamen. (S. Kropf 31.)

Ableitungen von bueffel (1 von 1)

urbüffel

DWB

urbüffel , m. , bos depressi cornis, der anoa, gemsbüffel Brehm thierl. (1890) 3, 329 . —