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Bartholomäus

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Bartholomäus

Bd. 1, Sp. 482
Bartholomäus Rip, Nfrk bartələmī:s (-ā-); WEif -- [-mə·i.s Prüm] . Besonderheiten: bā(r)tələmīvəs Bergh; -mē:vəs u -me·i.əs Erk; -mībəs Köln-Sinthern; -me·i.əs Dür-Pier; barəmī:s Koch-Laub; bāmī:s Dür. Kurzf.: bārtəl Rhfrk, Mosfrk verbr. [bārdəl Hunsr; bătəl WEif]; batelts Elbf; bEtəl Rheinb-Meckenh; barts Trier-Fell; bErt Koch-Eller; mī:s, me·i.s Koch-Laub, Prüm-Steffeln, Dür, Aach, Eup; me·i.əs Eup, MGladb, Erk; mīvəs SNfrk; mejəs Monsch; mēvəs Aach-Merkst, Heinsb-Saeffeln Dremmen; mvəs Erk-Rickelr; -y- Geilk-Grotenr, Heinsb-Hilfarth; mēf Heinsb-Saeffeln; męp, –kə Heinsb-Dremmen; mībəs RRip, Köln; mī:s-jus B. Joseph Aach m.: 1. Der hl. B., dessen Tag (24. VIII.) ein wichtiger Lostag ist und seit alter Zeit einen Herbstanfang bezeichnet, an dem die schon kürzer werdende Zeit, die drängende Erntearbeit, die rauhere Witterung dem Bauern verbietet: Mittagsruhe, Vesperbrot, leichte Kleidung. In mannigfach wechselnden Bauernregeln ausgedrückt. Batelemis spart (verbött, verbitt, schafft af) Botter on Kis (weche, fosche K.) Rip. B. verbett B. on K., lenge (wisse) Botzen (Hosen, de wisse Strömp) on Strühhöt Rip. B. bəbet de Botter un de Kis, dem Hert de leinen Kidel Wittl-Binsf. B. hölt dem Köhjong de Kis Malm-Vith. B. verbit dem Bauer dat Vieruhrebrut un dem Schifer den Strihhot Neuw-Gladb, — den Heren de Kis und de Bauern de Vierauhren Bitb-Kyllburgw. B. verbiet de Bodder on de Käs on dat Vieruhregefräss Ottw, Trier-Longuich, Daun-Meisbg Tettschd, Wittl-Binsf. — Verauhrekis Bernk-Lösnich, Kreuzn-Daxw, Goar-Liesenf, — un all Nomettesgefriss Prüm-Mützenich, Bitb-SpDahlem, — verbet den Herden dat Mettesgesiss ebd. B. vertreibt die borwesse Fess un die Vierauhrestecker Goar-Salzig Hirzenach. Sank B. spart Botter on Kis, Strühpoppe on lenge Säck Eusk, — de line Flöüte on makt der wite Kis Eup. B. sollen de Fräulück de wisse Ongerröck un de wisse Strömp fotdohn MülhRh-BGladb. B. verbeit de Botter un de Käs, St. Plein darf et noch e Pannekechelche sein Trier-OEmmel. B., de Kouh es mäss, steht em Stall un get ke Keis Bernk-Dhron. B. es rem, schmer de Bodder denn! Siegld. B. fresst den halwer Owendskis, verbet lengen Hoəsen un Strihhet da kann en och de Hoawer mihən! sot de Knecht un wurf den Ewekorf eweg Prüm-Waxw, Bitb-Dudeld, — on du hät die Mäd gesot: och de vierte Börd Neuw-Leutesd. B. spart Botter on Kis, verbet ze nonder (der Ongere, de Middagsunner, der Enonger, de Nuəre), on allen Donnder, linge Strömp on Strühhöt Sieg-Königsw, Rip, Nfrk verbr., — der Ongere, der Trachterongere .. Neuss-Dormag. B. es ene koə (böse) Mann; he nohm de Knete de Enneroh on och et Halfdronger Erk-Bellinghv. Möt B. hürt de Enunger op Nfrk. Von St. Vith bis B. dürfen die Knechte mittags zwei Stunden schlafen Kemp-SPeter. Auf B. wurden zu Neuss zwei festgesetzt, die erst am folgenden 1. Mai wieder loskamen: Der Enuhr für die Knechte und das Butterbrod für die Mägde. — Wetterregel, Lostag: S. Lurenz zo S. Bartel sät: Schür, B., schür, en 14 Dag ös et an dir! Bo-Dransd. Wie L. on B. send, wörd der Herfs, of rauh of lent Kemp-Dülken. Wie B. sich verhält (sich hält, sich et Wedder stellt), so is der ganze Hers gestellt (bestellt) Allg. Wie B. die Wöngk steht, su blif e e ganz Vierdeljohr Schleid-Stotzh. Küt noh Zint Mibes schlech Wedder, schreie de Bore Donnerledder! Köln. Gewirer (Schuren) om B. bringen Hagel on och Schni Altk, Verbr. Könnt no zent Mewes e Hommelweər, bewahr os för Scha der lewen Heər! Geilk-Grotenr. Rent et op Bartelmäisdag, et doch net vill Schoden macht Daun-Katzw. Wenn et B. reəngert, wörd de Herfs drüg, on de Erdäppel geroane gout Kemp-Dülken. Ren uf B. duht de Drauwe weh Mos. Die Rewe, die fir B. wachse, kräche noher May-Polch. — Am B.tage pflegen die Landwirte an die Bestellung der Äcker zu gehen für die Wintersaat. Es B.dag dobut (vorbei), tröckt der Bur der Plan erut Erk. Heit is Bartlomä; wer Kore hot, der säh; wer Hawer hot, der räff; wer Äbbel hot, der brech! Hunsr, — wer Grummet hot, der rech, un wer en will here krache, muss en an B.dag mache ebd. Heut ist B.mä; wer Korn hot, der rech; wer Äbbel hot, der brech; wer Ness hot, der schill; wer Geld hot, der kling! ebd. Deshalb B. um Äərn (Ernte) Bernk-Dhron. B., Bur sih! Kemp-Dülken. B., we da drei Forre zor Sot gebaut hät, de ös net für on och net hönge Dür-Holzh. För der 24. Aug. mott der Haver af sin, anders helt se B. fort Klev-Cranenbg. Op B. es kene Appel on ken Bir mih ze grön Bergh-Halberath. S. weiter u. Apfel. am B.tag kann mer de Schwarzbiren nemmi essen, dann hat de Deiwel en Haut driver gezoh Wend-Absw. B. zeiht de Haut iwer de Wehlen Merz-Saarhölzb. B. hot de Haut iwer de Bromeln geschleft Bitb-Speicher. Wenn zur Zeit des B. das Korn sich legt, sagt man: B. geaht durch det Koarn Siegld. — 2. als Rufnamen kommt B. kaum mehr vor. Neckruf: Mis, bösde bis, beis de Katz en Kis! Prüm-Flering. Dagegen als Schimpfn.: Schäle Mibes Köln; Klätschmibes Mensch mit Triefaugen. — 3. Mivəs scherzh. für Leib, Magen MGladb-Odenk. Vgl. Gilles (Ä gidius).
5074 Zeichen · 128 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Bartholomäus

    Goethe-Wörterbuch

    Bartholomäus der Apostel, nur in Beschreibung bildl Darstellungen B. steht in seinen Mantel wild .. eingewickelt; seine …

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bartholomäus

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Bartholomäus , 1) Sohn des Tholmai, einer der zwölf Apostel Jesu, soll das Christentum in Indien, d. h. im Glücklichen A…

  3. modern
    Dialekt
    Bartholomäusm.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Bartholomäus m. : 1. 'Kalenderheiliger B. und sein Tag (24. August)', Baʳd(e)lmee [allg.]. a. 1533: by sant bartelmes ki…

  4. Sprichwörter
    Bartholomäus

    Wander (Sprichwörter)

    Bartholomäus 1. Bartelmei knicket de Haver in de Knei. – ( Marsberg. ) – Firmenich, I, 320. 2. Bartelmies spart Botter o…

  5. Spezial
    Bartholomäus

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Bar|tho|lo|mä|us nom. propr. m. Berto.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bartholomaeus

19 Bildungen · 19 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

bartholomaeus‑ als Erstglied (19 von 19)

Bartholomäusbuᵉtere

WWB

Bartholomäus-buᵉtere f. ⟨ Bartelmäus- (Münsterl), Battomäis- Isl Is , Bartelemāi- Bri Ah , Bartlemē- ( WoeN ), Bartelmǟ- ( Bri Nf ), Biätelm…

Bartholomäusdag

WWB

bartholomaeus·dag

Bartholomäus-dag. „ Bameiliusdag, deu Deiwesdag, deu ställt (stiehlt) us Neone un Vesper af “ ( Hfd Ei ). Os de Balmåiwesdach sik hölt, säo …

Bartholomäusfest

GWB

bartholomaeus·fest

Bartholomäusfest Fest des Apostels am 24.8. [ in Eger ] B. bey den Kreuzherrn. Nach und nach ankommende Wallfahrer, auch das morgende Fest […

Bartholomäuskirche

GWB

bartholomaeus·kirche

Bartholomäuskirche für den Frankfurter Dom Man verlor sich .. besonders Markttages gern in dem Gewühl, das sich um die Batholomäus-Kirche he…

Bartholomäusklak

WWB

bartholomaeus·klak

Bartholomäus-klak „ Die am Bartholomäustage gekernte Butter wurde ungesalzen in einen Topf geknetet. Vor dem Einkneten wurde sie gegen die W…

Bartholomäusnacht

Meyers

bartholomaeus·nacht

Bartholomäusnacht oder Pariser Bluthochzeit , die Ermordung der Protestanten ( Hugenotten , s. d.) in Paris 24. Aug. 1572. Daß die Tat schon…

Bartholomäusreªgen

WWB

Bartholomäus-reªgen. „ Bartholomäus-Regen gifft en gudden Hiarwest “ ( Wbg Kö).

Bartholomäusrose

Wander

bartholomaeus·rose

Bartholomäusrose Bartlenûs rîss macht den Uorsch bliess. – Schuster, 837. Will sagen: Wenn man sich aufputzt wie eine Rose, so wird man bald…

Bartholomäustag

Wander

bartholomaeus·tag

Bartholomäustag Am Bartholomäustag schüttle die Aepfel und Birnen ab. Wenn das Sommerobst länger steht, wird es mehlig. [Zusätze und Ergänzu…

Bartholomaeus v. Salerno

DWBQVZ

Bartholomaeus v. Salerno ( auch: meister, magister Bartholomäus; verf. d. lat. orig. ).