Eintrag · Althochdeutsches Wörterbuch
bars st. m.
st. m., mhd. bars, nhd. barsch; mnd. bārs, mnl. barse f.; ae. bærs, bears.
Nur Glossenbelege vom 11. Jh. an, sämtl. im Nom. Sing.
pars: Gl 3,46 Anm. 17. — bars: Gl 2,379,36. 3,683,50 (Berl., Lat. 80 73, aus Westfalen? 11. Jh.). 720,45 (Berl., Lat. fol. 735, Marienfeld, Westfalen 13. Jh.). Beitr. 63,455 (Leiden 191, 13./14. Jh.); barz: 3,47,11 (14. Jh.). 1) der Barsch, Perca fluviatilis L.: barz perca Gl 3,47,11. 683,50. Beitr. 63,455; vgl. Brehm 3,439 ff. 2) die stachelähnlichen Strahlen der Rücken- und der Afterflosse des Barschs bilden die Ursache von Übertragungen des Namens. So wird mit b. bezeichnet: a) ein zur Gattung der Butte gehöriger Fisch, wohl dem heutigen Steinbutt, Rhombus maximus, entsprechend, der durch kurze Stachelschuppen gekennzeichnet ist (vgl. Brehm 3,536 f.): bars rhombus [aut scari, Prisc., Inst. xi p. 570,26] Gl 2,379,36; b) der Seeigel, Echinus L.: bars echinus Gl 3,720,45. 3) vom Lemma her unverständlich ist mir: pars farbo Gl 3,46 Anm. 17; ist f. verschriebenes barbo, Nebenform zu barbus ‘Barbe’ (vgl. Diefb. Gl. 68 c)? Aber was hat dann den Glossator veranlaßt, als Übersetzung das abseitige b. statt des naheliegenden barbo zu wählen?
Vgl. bersa (st.?) f., bersih st. m.