Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
alsam adv. conj.
1. eben so. welch kint getet ouch ê alsam a. Heinr. 524. im geschæhe alsame Iw. 37. vgl. Trist. 285. Parz. 50,11. Barl. 60,33. 72, 8. 98,16 Pf. der keiser sich ûf richte und der vurste ouch alsam Pass. K. 17,15. mohte alsam wol genesen Karaj. 10,15. daʒ immer alsam der wilde vogel wurde, daʒ er reden kunde Gudr. 1168,2. — alsame ne muoʒest du geswîchen mir Diemer 375,14. sam daʒ holz under der rinden, alsame sît ir verborgen Iw. 53. vergl. Walth. 123,32.
2. eben so wie.
a. in verkürzten sätzen. wîʒ alsam ein swan Er. 329. 336. Iw. 26. Walth. 76,3. 107,6. Nib. 98,2. Parz. 35, 23. 192,28. MS. 1,50. b. Barl. 18, 22 Pf. Bon. 87,21. begunde ir kleit zerren alsam ê Wigal. 4942. vgl. 128, 38 Pf. er kom rehte alsam ouch ir dâ her Iw. 233.
b. in vollständigen sätzen. niht eine, umbe sehende ein wênic ander stunden, alsam der sunne gegen den sternen stât Walth. 46,15. die vlût was breit, alsam die gerehtekeit vor des ûʒ gotes tougen brach Pass. K. 3,96.
3. mit conjunctiv, wie wenn, als ob. eʒ smecket, alsam es volleʒ balsmen sî Walth. 54. 16. daʒ waʒʒer wart verdecket von ross und ouch von man, alsam eʒ erde wære Nib. 1317,3.