Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
alabaster stN.
2 ‘Gefäß aus Alabaster’
1 ‘Alabaster’ (vgl. LexMA 1,261f.): von dem alabaster. nicomar oder alabastrum ist ain alabasterstain. der ist weiz und ist gar kalter nâtûr, dar umb behelt man edel salb dar inn lang BdN 453,12. – umgedeutet zum Totenkonservierungsmittel: in almariske siden / si die [gefallenen] herren legeten. / si namen pigmenten, / manc guͦt blaster, / daz tiure alabaster, / manige gute salben, / di strichen si in allenthalben Rol 7608 ( vgl. aber auch Kartschoke z.St.). – als Baumaterial (symbolisch): es was ain schneweisser stain / da mit di purgk gemawret was: / [...] / er haisset alabaster HvNstAp 13351; der estreich und das phlaster [der Kemenate] / von weisem allabaster, / die mewr und die wentt / warn an allem endt / geformyert von hellfenpain Seifrit 7202. – im Vergleich, auf die Farbe des weißen Alabasters bezogen: sy was geporen von hoher art, / [...] jr kel vnd auch ir kynn / geformirt nach der mynn / jn rechter maße an laster, / lind, weyß dann [wie?] ain alapaster Wigam 4940 (Hs. W); dar in [Antlitz der Geliebten] verstrawet rosenbleter, / reht sam uz alabaster / und von rubin ein pflaster / sy meysterlich gemachet Minneb 2425 2 ‘Gefäß aus Alabaster’ dô quam ein wîp di hatte ein alabastrum der salben einer tuͦren geschoszeten nardi und si brach den mermelstein und gôz si ûz ûf sîn houbit EvBeh Mc 14,3. Lc 7,37; man behelt den campfer in märmeleinen vazzen oder in alabaster BdN 396,7
MWB 1 143,5; Bearbeiter: Tao