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nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
15 in 10 Wb.
Sprachstufen
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25
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10

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

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1lehnen Vb. ‘an einen stützenden Gegenstand stellen’, reflexiv ‘sich an etw. stützen, gegen etw. stellen’. Zugrunde liegen zwei Verben, und zwar ein intransitives ahd. (h)linēn (8. Jh.), mhd. linen, lenen ‘lehnen, sich stützen’ mit asächs. hlinon, mnl. lenen, loenen, leunen, nl. leunen, aengl. hleonian, hlinian, engl. to lean und ein kausatives transitives ahd. (h)leinen (um 1000), mhd. leinen ‘lehnen’, nhd. leinen (bei obd. Schriftstellern noch bis zum 18. Jh.) mit mnl. leinen, aengl. hlǣnan. Die Vermischung von intransitivem und transitivem Gebrauch beginnt im Mhd., worauf beide Formen wohl in dem (neben mhd. leinen stehenden) md. lēnen zusammengefallen sind. Beide Verben führen mit ablautendem ahd. (h)lēo ‘Grabhügel, Grabmal’ (8. Jh.), asächs. hlēo, aengl. hlǣw, hlāw, got. hlaiw ‘Grab’, hlain ‘Hügel’ sowie mit aind. śráyatē ‘heftet an etw., lehnt sich an, befindet sich’, śráyati ‘lehnt, bringt an etw. an, legt auf etw.’, griech. klī́nein (κλίνειν) ‘(sich) neigen, (an)lehnen, niederlegen, beugen’ (s. Klinik, Klima, Klimakterium), spätlat. clīnāre ‘biegen, beugen, neigen’ (nach lat. acclīnāre ‘anlehnen’, dēclināre ‘abändern, abweichen’, s. deklinieren, inclīnāre ‘hinneigen, hinwenden’), lat. cliēns ‘der sich schutzeshalber an einen Patron Anlehnende, Schutzbefohlener einer Gens’ (s. Klient), lit. šliẽti ‘anlehnen, stützen’, šlýti ‘sich (zur Seite oder nach vorn) neigen’ auf ie. *k̑lei- ‘neigen, lehnen’, Erweiterung der Wurzel ie. *k̑el- ‘neigen’ (s. Halde). – ablehnen Vb. ‘zurückweisen, verweigern, nicht annehmen, ausschlagen, mißbilligen’ (um 1500), daneben (bis ins 18. Jh.) ableinen. auflehnen Vb. ‘die Arme auf etw. stützen, auflegen’, (reflexiv) ‘sich empören, widersetzen’, mhd. ūfleinen ‘auf-, anlehnen, befestigen’, (reflexiv) ‘sich aufrichten, sich empören’, (md.) ūflēnen, obd. (bis ins 18. Jh.) aufleinen. 1Lehne f. ‘Stütze eines Sitzmöbels für Rücken oder Arme’, obd. ‘sanfter Berghang’, ahd. (h)lina ‘Rückenlehne, Lagerstätte’ (8. Jh.), (h)lena (10. Jh.), mhd. lene, lin(e), auch ‘Geländer, Galerie’.
2040 Zeichen · 69 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ablêhnen

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Ablêhnen , (mit dem tiefen e,) verb. reg. act. 1) Eigentlich, einen Körper von einem Orte weglehnen. Das Bret von der Wa…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
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    Goethe-Wörterbuch

    ablehnen 3.Pers Sg Präs ‘ablehnet’ 7,202,24 51,114,7 mehrf subst a ab-, zurückweisen: etw als ein Fremder .. etwas Unzie…

  3. modern
    Dialekt
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    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    able h ne n abpachten. Ich han dëm das Gut abgele h nt un d muss jetz t Gëld le h ne n , fur ih ne ze beza h le n Dehli.

  4. Spezial
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    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ab|leh|nen vb.tr. 1 (nicht annehmen) refodé (-dëia) , refusé (refüsa ), sciuré zoruch 2 (nicht anerkennen) nia reconësce…

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Wortbildung

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