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zwing

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zwing m.

Bd. 32, Sp. 1216
zwing, m. , zu zwingen, vb., neben zwang, m., wie gezwing neben gezwang teil 4, 1, 4, 7255 u. 7232. während getwing, m., seit den frühesten ahd. gloss. häufig ist, erscheint twing zunächst selten, doch auch schon im ahd., allerdings ganz vereinzelt gegenüber häufigem giduing, im abrogans neben cadhuing, kiduinc für ambages duinc ahd. gl. 1, 18, 7 (fehlerhaft sing. für plur. nach Baesecke d. dt. abrogans [1930] 112). in älterem deutsch bis ins frühnhd. lebendig, bes. in der bedeutung 2; dann durch daneben üblich werdende synonyma wie zwinger, 2zwingel, zwinghof, zwingolf, zwingelhof verdrängt. über die formen twinc, zwing und quinc vgl. s. v. zwingen, vb., die dortigen angaben über den anlaut sp. 1225f., belege für zwúng und zwenn bietet d. dt. rechtswb. 1, 1202 u. 1203. 11) gewalt, zwang, nötigung; coactio, violentia: der (Petrus) vloch ouch des todes twinc (die bedrängung durch den tod) Teichner 14 Karajan; gott herre, sitt du verschlichten mitt diner kraft machtt alle ding, so wende sorglichey (l. sorglichen) twing (zwang, druck der sorgen) Göttweiger Trojanerkrieg v. 10924 Koppitz; auf eine person bezogen: sus kom geriten in den rinc trûrens urhap, freuden twinc (Cundrie, bedrängerin d. freude) Wolfram v. Eschenbach Parzival 314, 12. 'andrang', der als nötigung wirkt: und da man in der antiffen (antiphon) ... dy wort sang: hodie deus homo factus, da enpfant sie (die kranke nonne) alz eins starken twinges von genaden, daz sie an alle hilf sich aufhube (die gnade überkam sie mit solch unwiderstehlicher gewalt) (ca. 1350) bei Bihlmeyer myst. leb. in d. Dominikanerinnenkloster Weiler bei Eszlingen, in d. württ. viertelj. f. landesgesch. n. f. 25 (1916) 71. 'vorladung': 'zwing raths-oder gerichtsgebot, gebot, vor dem rath (gericht) zu erscheinen' J. B. Rusch appenzellisches landbuch (1869) 118 register. 22) verordnungsgewalt der markgemeinde oder der herrschaft (grundherr, graf u. a.) in ihrer eigenschaft als bannherr, zunächst über die benutzung der dorfgemarkung, durch gebot und verbot, einschlieszlich der niederen polizeigewalt; dann der verfügungsbezirk dieser gewalt. ursprünglich von der gerichtsbarkeit geschieden, doch meist mit einschlusz der gerichtshoheit, bisweilen auch des blutgerichts (vgl. gezwing 2 teil 4, 1, 4, sp. 7256 u. 7233). diese rechtssprachliche bedeutung des wortes bleibt in der Schweiz besonders lange lebendig (vgl. die zusammensetzungen zwinganken, -geld, -gericht, -haber, -heit, -herr 1, -hof 1, -huhn, -mühle, -recht, -statt, -stein, -wachs an alphabetischer stelle): ohne dasz es der herr des twings gestattete, war aber niemand befugt, vom ... herrschaftsgut zu schwänden, einzuschlagen und auszureuten H. Zschokke ausgew. schr. (1824) 8, 43. für gewöhnlich in der festen rechtssprachlichen formel zwing (twing) und bann, die die ursprünglich deutlich ausschlieszende, negative natur des begriffs klar heraustreten läszt (vgl. V. Ernst d. entstehung d. dt. grundeigentums [1926] 37); die nutzung einer fläche wird in bestimmter hinsicht gesperrt oder vollständig untersagt (vgl. secundäres twingen und bännen in dieser anwendung s. v. zwingen, vb., B 3 d; zwinghof 1; zwingolf 1; zwinger B 1). im lauf der zeit sind aus diesem negativen kern positive befugnisse, ausgesprochene hoheitsrechte über den rechtlichen verfügungsbezirk erwachsen (vgl. zwinghof 2; zwingolf 2; zwinger B 3); sie bestimmen den lebendigen gebrauch dieser rechtsformel. über ihren sachlichen ursprung wie ihren juristisch im einzelnen stark umstrittenen inhalt, vgl. V. Ernst entstehung des dt. grundeigentums (1926) 37 -49; K. A. Eckardt zs. d. Savignystift., germ. abt. 46 (1926) 422-424; U. Stutz ebda 25 (1904) 199-227 u. 57 (1937) 289-354; reichliche belege dtsch. rechtswb. 1, 1202/03; schweiz. id. 4, 1272. häufig pluralisch gebraucht. heute nur noch im schwäbischen und oberrheinischen raum geläufig. 2@aa) vom sachlichen inhalt: die obrigkeitliche gewalt zum rechtsverbindlichen erlasz von vorschriften und anordnungen: cum omnibus aliis iuribus que vulgo dicuntur ban und twinch (1251) fontes rerum Bernensium 6, 338; (vgl. allodium ... cum omni eo quod ... dicitur getwinc et ban [1271] ebda 2, 764), vgl. dt. rechtswb. 1, 1202; in die hoeve bede hoeret quing unde ban von deme dorf ze R. (1286) constitut. d'Alsace 37 Hanauer; zwing und benn, wunn und waid sint des spitauls (15. jh.) stadtrecht v. Überlingen 125 Geier; vgl. ebda 128; zwing und benn über die ehaftinen, die garten, wisen und acker, holz und veld, so dann gewonlich zu höfen und aigen güten gehörent herrschaft der grafen von Montfort 1466 bei Fischer schwäb. 6, 1, 1458; erb- und schupflehen ... mit denen dazugehörigen gerichten, zwing und bännen, trieb und tratt, wun und waid (1779) stadtrecht v. Überlingen 687 Geier; dú herschaft hat ǒch thwing und ban und ze richtenne dúb und vrefel (amt Säckingen) Habsb. urbarbuch 1, 59 Maag; ebda 1, 5; in den gerichten, zwingen und pennen, derselben statt zuogehörig (1521) stadtrecht. v. Überlingen 350 Geier; ebda 132 (für das jahr 1459); das spital von Überlingen hat die zwing und benn ze Siggingen und mag daz gericht besetzen mit 12 gesworen richtern, wenn man richten will ebda 130 (15. jh.); es hat enpfangen Wernher truchsez von Rinfelden ... twing, benne und die kleinen gericht in demselben dorf (lehen von 1361) quell. z. schweiz. gesch. 15, 1, 444; item die gerichte twing und bann ane úber das pluot (für 1361) ebda 477; dasz allda alle gericht derselben statt dem probst ... zugehören söllind ... sambt allen rechten, so man nampt zwing und bann, uszgenommen das blut-gericht, welchs allein dem richs-vogt ... zugehört Tschudi chron. Helvet. (1734) 1, 184a; (es hat) empfangen Hartman von Schönnenwert ... item den twing und bann ze Nidern-Urdorf untz an den lib (lehen v. 1361, Aargau) quell. z. schweiz. gesch. 15, 1, 552; in dieselben hOef gehOertend etlich l t ... über dieselben hat die herrschaft ze richten zwing und bänn; die andern warend fry, über die richtetend gemein landt-lüt von Schwitz ebda 1, 172; (bescheid,) dasz niemand einen zwing und bann über den Klotz von Istein übe, und dasz nester bauen könne, wer da gelüste trage und des mauerns kundig sei Scheffel ges. w. (1907) 3, 8. gern in längerer aufzählung grundherrschaftlicher rechte: die burk ... mit allen nutzen und rehten, es si an wisun, an waiden, an zwingen, an bennen, an vogtay, an gerihten (1356) bei Fischer schwäb. 6, 1458; wie ir (der kläger) yetweder ires tails die muntat (immunität) in gemeyne und in sunderheit innengehabt haben in stiller, nutzlicher, rüwiger gewelt un gewere mit freiheiten, herlichkeit, gerichten, zwingen und bennden (1438) chron. d. stadt Bamberg 1, 343 Chroust; (der abt hat) gekauft: dasz dorf Genderichingen mit aller zugehorung, am ersten der kirchensaz, item die vogtey, gericht, zwing und pen mit allen iren zugehorungen und anhengen (1531) Knebel chron. v. Kaisheim 332 lit. ver.; die gericht, zwing, bänn vnnd die burgerliche policey Stumpf Schweizerchron. (1606) 444b. nicht selten verlagert sich die bedeutung auf die abgaben oder gefälle, die für die ausübung der obrigkeitlichen gewalt an den grundherrn zu entrichten sind: hab ich mir ... usgedingot und behalten die zwing und bänne der stat ... die da gefallent von winschenken, von brotbecken, von den metzgern (1365) bei Fischer schwäb. 6, 1459; vnser ... statt ... stüren, zinsen ... vnd andern nutzung vnd geuellen ab zwing, bann ... wunn, weid ... wir ... zu rechten vnderpfanden ... setzend Riederer rhetoric (1493) w 6a. 2@bb) von der räumlichen ausdehnung: geltungsbereich der obrigkeitlichen rechtsgewalt, vgl. territorium der äcker oder güteren ban vmb ein statt, zwing vnd ban vmb ein fläcken Calepinus dict. (1598) 1456b: wie die von Nuwenburg dem egenanten herren marggrafe Rudolfen in siner herlikeit uswendig zwinge und bann der statt Nuwenburg intrag und übergriffe tuen (1462) stadtrecht v. Neuenburg a. Rh. 63 Merk; sollen wir, graf Eberhardt, sie (die bürger) in den weingarten und darunter gegen den Necker-wertz, als weit ihr zwing und ban geht, mit dem wiltbann ungeirrt lassen (1490) Schwappach handb. f. forst- und jagdgesch. (1886) 1, 215; wo aber der merer teil sollicher abgüter usserhalb unsern zwingen und bennen werenn d. stadt Worms reformation (1513) 32b; wan ein schiff gelege in unserm zwing und ban uf eim grien, so soll inen nieman helfen weisth. 6, 377; dann die statt sampt jhrem zwing und bann ist stracks gegen auffgang gelegen J. Boterus allg. weltbeschreibg. (1596) 1, 9; es ist in N. zwing vnd bann gelegen. der statt N. zwing vnd bann hat sich von ... her bisz an N. erstreckt Sattler teutsche orthogr. (1607) 110; baumsteine (d. i. bannsteine), welche zwing und bann oder die hohe obrigkeit scheiden ... marckungssteine, so einer stadt oder eines dorffes zwing und bann, die man eben gar öffters die marckung nennet, absondern Chomel (1750) 6, 530; soweit unser twing und bann reicht Scheffel ges. w. 2, 45; das war zur zeit das einzige leben in zwing und bann des weltvergessenen niederrheinischen winkels J. Lauff Pittje Pittjewitt (1903) 23; reiche schwäbische belege bis ins 17. jh. bei Fischer 6, 1459. mit spielerischer wortassociation: gebt die (2 pfg.) einem weibel und laszt im gebieten, das er diser statt zwing und beinen miessig gang Wickram w. 3, 81 Bolte. 2@cc) verhältnismäszig selten twing für sich allein stehend, später als die zwillingsformel auftretend: twinch und alle gerichte sint sîn Baseler bischofs- u. dienstmannenrecht 17 Wackernagel; wer ye die herschaft und zwing ze Ruszegk inn hat, sol iarlich meyen geding unnd herpst geding haben (1423) weisth. 1, 171. für das gebiet, in dem der twing gilt (vgl. 'zwing auch die grenzen eines bezirks, der bezirk selbst' bei Brinckmeier a. a. o. mit quellennachweisen): es hât ouch die hêrschaft das reht, das alle, die in dem twinge gesessen sint, süllent ze gerihte gân (14. jh.) Habsb. urbarbuch 1, 367 Maag; wer ain ergrift in den zwingen der vier höfen oder dess gotzhuss Vischingen (Thurgau 1432) weisth. 1, 281; das nieman dem anderen nütt sölle intuon (kein vieh pfänden), ob eitweders von einem zwing in den andern gieng, als fer das man es nütt mit willen darin tribe mit tribnen ruten (1513) schweiz. id. 6, 1825; (Aargau) weisth. 4, 373; item giebt ein jedes im twing Worb da man sizt mit feuer und licht jährlich auf Andreae 1 alt huhn (um 1500) arch. f. schweiz. gesch. 13 (1862) 68. 33) der raum zwischen und vor den mauern der mittelalterlichen burg- und stadtbefestigungen, der der freien verfügung entzogen ist, weil er unter dem rechtsverbindlichen verbot der bebauung steht (daher die bezeichnung zwing, s. oben unter 2) und der nach dem verfall der festungsanlagen zu beginn der neuzeit zum schlosz- oder stadtpark geworden ist; für gewöhnlich zwinger B 2 a oder zwinghof 2 b (s. d.) genannt: innert seinem (des schlosses) zwing oder gemeur ist noch diser zeit ein meyerhauss Stumpf Schweizerchron. (1606) 538a; es werden zweyerley lustgärten gefunden. zum ersten sein die grüne zwingen oder die wAerder, welche man pfleget am schönen grünen ort oder feldern anzurichten (am rande: grüne zwingen) Sebiz feldbau (1580) 311 (neben der form zwinger ebda, vgl. unten s. v. zwinger B 2 a). schlieszlich für die gesamtheit der befestigungsanlage, 'burg, zwingburg', in der Schweiz bis in die neuzeit üblich: das ist doch hart, dasz wir die steine selbst zu unserm twing und kerker sollen fahren! ... frohnvogt, wie wird die veste denn sich nennen, die wir da baun? — zwing Uri soll sie heiszen, denn unter dieses joch wird man euch beugen Schiller 14, 288 G.; jenes (Hessen) ist ... wegen der schönen mischung anmuthiger hügel ... und schöner felsen, welche scene mit waldbergen, die verfallene twinge tragen, bekrönt ist, angenehm J. v. Müller s. w. (1810) 5, 52; gebrochen ist der alte twing, ringsum ergrünt sein mauerring C. F. Meyer ged. (1899) 135; bildlich für staatlich-politischen druck: ihr träumtet, völkerlenzliche trompeter, den grauen zwing mit phrasen umzublasen ... zwing-Uri braucht nur einen zum defensor Gaudy s. w. (1844) 1, 101.
12149 Zeichen · 284 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    zwingm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    zwing , m. , zu zwingen, vb., neben zwang, m., wie gezwing neben gezwang teil 4, 1, 4, 7255 u. 7232. während getwing, m.…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zwing

172 Bildungen · 158 Erstglied · 3 Zweitglied · 11 Ableitungen

zwing‑ als Erstglied (30 von 158)

Zwing(s)chrǖz

Idiotikon

Zwing(s)chrǖz Band 3, Spalte 943 Zwing(s)chrǖz 3,943

Zwing(s)mann

Idiotikon

Zwing(s)mann Band 4, Spalte 288 Zwing(s)mann 4,288

Zwing(s)rëcht

Idiotikon

Zwing(s)rëcht Band 6, Spalte 308 Zwing(s)rëcht 6,308

Zwing(s)zug

Idiotikon

Zwing(s)zug Band 17, Spalte 600 Zwing(s)zug 17,600

Zwingauf

SHW

Zwing-auf Band 6, Spalte 999-1000

zwingaufig

SHW

zwing-aufig Band 6, Spalte 999-1000

Zwingburg

SHW

Zwing-burg Band 6, Spalte 999-1000

zwinganken

DWB

zwinganken , m. , ' heiszt der drittel, welcher von aller butter, die durch Basel geführt wird und über 10 pfd. beträgt, im kaufhaus zurückb…

zwinganstalt

DWB

zwinganstalt , f. : indem die natur ... die staaten stiftete ... hat sie es ... besser gemeynt, als alle sophisten mit ihren ... zwinganstal…

zwingart

DWB

zwi·n·gart

zwingart , m. , wohl in falscher analogie etwa zu wingart aus zwinger ( s. d. ) gebildet: vallum notwer, schantz, bastey, wagenburg, zwingar…

Zwingauf

PfWB

zwi·n·gauf

Zwing-auf m. : 'Mensch, der unter allen Umständen seinen Willen durchsetzt', Zwinguff (dswiŋuf) [ KU-A'glan Schmittw/O RO-H'stätt Kalkof Reh…

zwingband

DWB

zwingband , n. , binde, die angelegt wird, damit klaffende haut wieder fest zusammenwächst: ist ein feldscherer mit wund- und zwing-bändern …

zwingbau

DWB

zwingbau , m. , neuzeitlich gelegentlich für zwing 3 anstatt zwingburg: und eh'r nicht wieder wird der zwingbau eingerissen Fr. Rückert ges.…

zwingbaum

DWB

zwingbaum , m. , roh verarbeiteter baumstamm an groszen bäuerlichen wirtschaftsgegenständen, der zu gewaltsamem drücken und pressen dient: .…

Zwingbett

Idiotikon

Zwingbett Band 4, Spalte 1816 Zwingbett 4,1816

zwingbuch

DWB

zwingbuch , n. : ' ein geisterbeschwörungsbuch ', s. M. Rumpf religiöse volkskde (1933) 173 u. vgl. zwingen B 1 g; ferner zwingwort, -zauber…

zwingburg

DWB

zwingburg , f. , burg, die eine widerstrebende bevölkerung durch dauernde bedrohung zur anerkennung einer oberhoheit zwingen soll, vgl. zwin…

zwingburgbrecher

DWB

zwingburg·brecher

zwingburgbrecher , m. : mach' dein schurzfell zum freiheitsschilde, zum zwingburgbrecher deinen hammer! Fr. Rückert ges. poet. w. (1867) 1, …

zwingeblatt

DWB

zwinge·blatt

zwingeblatt , n. : ' bankhaken ... auch bankzwinge, zwingeblatt ( an der hobelbank zum befestigen der werkstücke )' Mothes ill. baulex. (188…

zwingeisen

DWB

zwinge·isen

zwingeisen , n. , ' ein werkzeug der messerschmiede, worauf die beschläge der messerschaalen aufgespieszt und gebildet wurden. es hat auf se…

zwingel

DWB

zwi·n·gel

zwingel , m. , riegel, gerätename mit dem -il- suffix der nomina agentis zu zwingen, vb., A: pessulum cleng, grundel, zwingel (1476) Diefenb…

zwingeland

DWB

zwinge·land

zwingeland , m. , einer der ein land besiegt, beherrscht, zu zwingen B 1 a; imperativbildung wie zwingetier, zwingetod, zwingezorn ( s. d. )…

Zwingelbühl

PfWB

zwingel·buehl

 Zwingel-bühl m. : ehem. FlN; a. 1539: Zwingelbuell (am Zwinger der Burg Grevenstein) [ Zink FlN 71].

zwingelêre

MNWB

zwinge·lere

° zwingelêre , m. ( Nom. Pl. -n ) : Anhänger der Lehren des Schweizer Reformators Ulrich Zwingli (Nd. Jb. 9, 85).

zwingelhof

DWB

zwingel·hof

zwingelhof , m. , vgl. zwing 2, 2 zwingel 2, 3, zwinghof, zwingolf: pomoerium ein zwingelhof, die weite innerthalb vnd ausserthalb der rinck…

zwingeliānære

KöblerMnd

zwingeliānære , M. nhd. „Zwinglianer“, Anhänger der Lehren des Schweizer Reformators Ulrich Zwingli E.: s. PN Zwingli W.: s. nhd. Zwingliane…

zwingeliānærisch

KöblerMnd

zwingeliānærisch , Adj. nhd. „zwinglianerisch“, den Lehren des Schweizer Reformators Ulrich Zwingli anhängend, der Lehre des Schweizer Refor…

zwing als Zweitglied (3 von 3)

Amtszwing

DRW

Amtszwing Zwing und Bann so unser gnedig herrn den amptstwing besetzend oJ. LuzernRQ. I 389 Faksimile

Nachzwing

DRW

Nachzwing, Genus? wie ¹Nachgericht wer ouch, dass jeman einen ammann betti ..., dass er ihm ein nachtwing hetti, die soll er gebiethen darna…

Stadtzwing

DRW

Stadtzwing, m. wie Stadtgebiet (I u. II) diewyl einer statt ... nachtheil vß dem entstanden, das vßere vnd frömbde lüth vil stuck vnd gůter,…

Ableitungen von zwing (11 von 11)

bezwingen

DWB

bezwingen , vincere, subigere, cogere, premere, zwingen, alts. bithuingan, ahd. piduingan ( Graff 5, 273. 274 ), mhd. zuweilen noch bedwinge…

bezwinglich

DWB

bezwinglich , vincibilis: das ist der theure stein ( der diamant ), der nur von blut und sonst wil nicht bezwinglich sein. Logau 2, s. 67 ; …

bezwingung

FWB

1. s. bezwingen 1.; 2. s. bezwingen 2.; 3. s. bezwingen 4.

entzwingen

DWB

entzwingen , extorquere, abnöthigen: o Hagedorn, der sanften klang zuerst dem rohen spiel entzwang. Voss 6, 203 ; die ungebärden entzwingt m…

erzwingen

DWB

erzwingen , extorquere, extundere, ahd. arduingan ( Graff 5, 273 ), mhd. ertwingen: ich trouwe an im ertwingen beidiu liute unde lant. Nib. …

Erzwingung

DERW

Erzwingung, F., ›Erzwingung‹ 1478 Qued- linburg, s. erzwingen, ung

gezwing

DWB

gezwing , adj. , ' eng ' ?; in substant. verwendung: angustus eyn gezwinger ( md. voc. v. j. 1476) Diefenbach n. gl. 24 a . s. o. gezwang, a…

gezwingen

DWB

gezwingen , vb. , gleichbedeutend mit einfachem zwingen. ahd. ga-, gidwingen, -thwingan; as. githwingan; mhd. getwingen, mnd. gedwingen. das…

verzwingen

DWB

verzwingen , vb. , nhd. ableitung zu zwinge(n) ( s. d. ), nur im süddeutschen raum belegt. 1 1) mit zwingen, krampen zusammenklammern, anein…

zerzwingen

DWB

zerzwingen , verb. , zerdrücken, zum bersten bringen: ob dir die hirnschal zerbrochen, zerzwungen und entzwey sey H. Braunschweig chir. (153…

zwinge

DWB

zwinge , f. 1 1) wie zwing 1; gewaltige, gewaltsame kraft; zu zwingen, vb., B 4; personifiziert: do sahent die Brabande sa den wunsch, des w…