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Zither

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
15 in 13 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Zither

Bd. 20, Sp. 962
Zither (Cither, Schlagzither), kleines, etwa 1/2 m langes und 1/4 m breites, 5 cm hohes Saiteninstrument mit 29–42 Saiten, über einen flachen Resonanzboden gespannt. Die fünf Griffbrett- (Violin-) Saiten a', a', d', g', c (Münchener Stimmung) oder a', d', g', g, c (österreichische Stimmung) sind durch 29 Bunde chromatisch eingeteilt; die beiden tiefsten sind übersponnen. Die übrigen Saiten, für die Mittelstimmen und den Baß bestimmt, sind abwechselnd in Quinten und Quarten gestimmt; die höchsten fünf sind Darmsaiten, die andern aus Seide, mit Silberdraht übersponnen. Die Melodiesaiten werden mit dem Daumen der rechten Hand mittels eines Schlagringes gerissen, die andern mit den drei Mittelfingern gespielt; die Verkürzung der Saiten auf dem Griffbrett fällt der linken Hand zu. Zitherartige Instrumente reichen zurück bis ins Altertum (chinesisches Kin, s. Tafel »Musikinstrumente III«, Fig. 1). Im Mittelalter entspricht ihr die Cistole (franz. citole, v. lat. cistella, »Kistchen«), eine Art Psalterium oder kleines Hackbrett. Die heutige Z. war lange hauptsächlich in den Gebirgsländern Süddeutschlands heimisch, ist neuerdings auch in Norddeutschland sehr verbreitet und durch Verbesserungen zum Konzert-, ja Orchesterinstrument herangebildet. Man unterscheidet Diskant- (Prim-), Alt- und Baß- oder Elegiezithern. Die Streichzither besteht aus einem herzförmigen Korpus mit vier Drahtsaiten a', a', d, g, durch 29 Bunde wie die Schlagzither eingeteilt, und wird mit einem Violinbogen gespielt. Eine größere Abart der Streichzither heißt Streichmelodium mit fünf Saiten und kräftigem, celloartigem Ton. Auch gibt es noch tieferstehende Baßstreichzithern. Vgl. Baczyńsky, Für Freunde der Z. (Leipz. 1883); Bennert, Illustrierte Geschichte der Z. (Luxemb. 1887); Christ, Darstellung der Z. in ihrem Wesen und ihrer Geschichte (Trier 1891); Kennedy, Die Z. in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft (Tölz 1897); Thauer, Katechismus des modernen Zitherspiels (Leipz. 1902), und verschiedene Zeitschriften (»Zentralblatt deutscher Zithervereine«, Münch.); »Generalkatalog sämtlicher Zithermusikalien« (Köln, Vries, 1902 ff.). Schulen von Bayer, Darr, Bielfeld, Aug. Huber, Edlinger, Gutmann, Lang, Mayer, Messner, Moralt, Mühlauer, Renk, Thauer u. a.; für Streichzither von Fiedler, Füßlen, Hüchmann.
2323 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Zither

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    1. Die Zither , (sprich Zitter,) plur. die -n, ein musikalisches Saiten-Instrument, gemeiniglich mit vier Chören Saiten,…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Zither

    Goethe-Wörterbuch

    Zither [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Zither

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Zither , ital. cithara. sehr altes Saiteninstrument, bestehend aus einem flachen ovalen Kasten mit Hals, auf dem das Gri…

  4. modern
    Dialekt
    Zitherf.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Zither f. 1. wie im Hd.; im Tanzreim: Hei (mein Mann) späält de Zither un ick de Vigelin Ro Prang ; Vgll.: denn let em d…

  5. Sprichwörter
    Zither

    Wander (Sprichwörter)

    Zither 1. Eine Zither zu unterhalten kostet so viel wie ein Pferd. Dän. : At holde en hest og en luth ved lige, koster l…

  6. Spezial
    Zither

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Zi|ther f. (-,-n) ‹mus› (Musikinstrument) zitra (-res) f. ▬ Zither spielen soné la zitra.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zither

23 Bildungen · 23 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von zither 2 Komponenten

zit+her

zither setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

zither‑ als Erstglied (23 von 23)

zitherbube

DWB

zither·bube

zitherbube , m. : der zitherbub zieht durch die welt, und weilet, wo es ihm gefällt A. Kahlert blätter a. d. brieftasche e. musikers (1832) …

zitherer

DWB

zitherer , m. , zitherspieler: ein geiger und ein zitherer Steub drei sommer in Tirol (1895) 1, 211 .

zitherinchen

DWB

zither·inchen

zitherinchen , zitrinchen, zitrinlein , n. , s. auch citrinchen teil 2, sp. 628. kleines lautenartiges, bes. im 17./18. jh. übliches saiteni…

zitherist

DWB

zither·ist

zitherist , citharist , m. , zitherspieler. vereinzelt von lat. citharista, gr. κιθαριστής ins dt. übernommen: wir predicanten seint glych w…

zitherklang

DWB

zither·klang

zitherklang , m. : mit dem zitherklange und gesange Francisci wol d. ewigkeit (1683) 290 ; klangreich auf die stadt hernieder sank die laue …

Zitherklub

RhWB

zither·klub

Zither-klub m.: 1. wie nhd. — 2. scherzh. im Z. sin den Tatterich haben, also mit Anlehnung an zittern.

zitherlaute

DWB

zither·laute

-laute , f. , eine zister ( s. d. ): ain messine und aine hilzine zitterlauten qu. v. j. 1629 bei Fischer schwäb. 6, 1244 ; zitherlaute Krün…

zithermädchen

DWB

zither·maedchen

-mädchen , n. : ein geigenspieler und ein zithermädchen mit feinen zigeunerhaften zügen Th. Storm s. w. 1, 281 Köster. —

zithermann

DWB

zither·mann

-mann , m. : Immermann w. 11, 241 Hempel; du bist doch der zither- und hackbrettmann? Rosegger schr. (1895) II 15, 244 .

zithersaite

DWB

zither·saite

zithersaite , f. : zittersaiten fides ferreae et aeneae Stieler stammb. (1691) 1671 ; die dame erröthete auch, tändelte halb abgewendet auf …

zitherschall

DWB

zither·schall

-schall , m. : so lange Cynthia sich an dem steuerruder sah, ... so lange war zum zitterschall fast jeden tag bei hofe ball Arist schilderun…

zitherschlag

DWB

zither·schlag

-schlag , m. : Zesen helik. rosentahl (1669) 71 ; seyd ihr minstrel, rief ich aus, kommt ihr heut uns sehr gelegen, denn von spiel und zitte…

zitherschlagen

DWB

zither·schlagen

-schlagen , n. : Ayrer dramen 2685 Keller; dem( oiselle ) Meyer wegen des zitherschlagens (1816) Göthe III 5, 293 W. —

zitherschlager

DWB

zither·schlager

-schlager , -schläger , m. : citherschläger qui ioue du cistre, sonator di cetra, m. Hulsius-Ravellus t.-frz.-it. (1616) 71 ; zitterschläger…

zitherspiel

DWB

zither·spiel

-spiel , n. 1) das spielen auf der zither: gesang und zitherspiel gehört zum leben des bergmanns Novalis schr. 4, 122 Minor; weit und breit …

zitherspielen

DWB

zither·spielen

-spielen , vb. : die tochter seines zitherspielenden gönners D. Fr. Strausz ges. schr. (1876) 1, 172 ; Rückert ges. poet. w. (1867) 3, 30 ; …

zitherspieler

DWB

zither·spieler

-spieler , m. , chitarista, chitarrino Kramer t.-ital. 2 (1702) 1469 c : den ziterspieler Arion Francisci seelenlabende ruhpuncte (1678) 1, …

zitherton

DWB

zither·ton

-ton , m. : was klingst du, sanfter zitherton? Gottsched ged. (1751) 1, 161 .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „zither". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/zither/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „zither". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/zither/meyers. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „zither". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/zither/meyers.
BibTeX
@misc{lautwandel_zither_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„zither"},
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