Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Zinn n.
Zinn n.
Zinn n. weiches, silberweiß glänzendes Schwermetall, ahd. zin (8. Jh.), mhd. zin, cin, mnd. mnl. tin, ten, nl. aengl. engl. tin, entlehnt (aus dem Aengl. oder Mnd.) anord. tin, schwed. tenn; Herkunft ungewiß. Man verbindet germ. *tina- mit ablautendem *taina- ‘Stab’ in ahd. zein ‘Zweig, Richtholz, (Schilf)rohr, Rute’ (8. Jh.), mhd. zein ‘Reis, Rute, Rohr, Stab, Metallstäbchen, -spange’, asächs. tēn ‘Stab’, mnd. tēn, tein ‘Metallstab, Barren’, mnl. nl. teen ‘Zweig, Stab, Weidengerte’, aengl. tān ‘Zweig, Rute, Stab, Stange, Los’, engl. in mistletoe (aengl. misteltān) ‘Mistel’ (eigentlich ‘Mistelzweig’), anord. teinn ‘Zweig, Stab’, schwed. ten ‘Metallstäbchen, Spindel’, got. tains ‘Zweig’. Zinn bedeutet danach eigentlich ‘Stäbchenförmiges’; das Metall wurde früher in Stäben gegossen. Außergerm. Anknüpfungsmöglichkeiten bieten sich nicht. Vgl. Zinn und Zink (1952), besonders 71 ff. Zinnkraut n. Ackerschachtelhalm (17. Jh.), eine Kieselsäure enthaltende Pflanze, benutzt zum Putzen von Zinngeschirr.