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Wohlwollen

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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10 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Wohlwollen

Wohlwollen

wohl Adv. ‘gut’. Das gemeingerm. Adverb zu dem unter gut (s. d.) dargestellten Adjektiv ahd. wela und (mit zu o verdumpftem e nach w) wola (8. Jh.), mhd. wol(e), asächs. wel(a), wola, mnd. wol, mnl. wēle, wel, nl. wel, afries. wel, wal, wol, aengl. wel(l), engl. well, anord. vel, schwed. väl, (ablautend) anfrk. asächs. wala, mnd. wal (germ. *welō-) sowie got. (mit abweichendem und nicht erklärtem Vokal) waíla oder waila stellt sich wie wählen, Wille und 2wollen (s. d.) zur Wurzel ie. u̯el- ‘wollen, wählen’ und bedeutet etwa ‘gewollt, gewünscht, nach Wunsch’. Die heutige Schreibung mit Dehnungs-h setzt im 16. Jh. ein und wird im 18. Jh. vorherrschend. Das Adverb mit der Bedeutung ‘gut, zweckmäßig, richtig, genau, geziemend, günstig, erfolgreich, glücklich, gesund, angenehm, schön, reichlich, ausreichend’ wird bereits im Ahd. in abgeschwächtem Sinne zur Partikel der Beteuerung, Vermutung, Einschränkung oder Verstärkung sowie interjektionaler Aus- und Zuruf. – Wohl n. ‘Wohlergehen’ (15. Jh.), Substantivierung des Adverbs; Wohl und Wehe (16. Jh.). wohlig Adj. ‘angenehm, behaglich’ (Anfang 18. Jh.). Wohlfahrt f. ‘Wohlergehen’ (16. Jh.), Abstraktum neben gleichbed. frühnhd. wolfaren n. (substantivierter Infinitiv, 15. Jh.); vgl. auch mhd. wolvar f. Wohlstand m. ‘Wohlhabenheit, Besitz, materiell gesicherte Verhältnisse’ (18. Jh.), zuvor ‘Wohlergehen, Gesundheit, was schön ist, gefällt, geziemt’ (16. Jh.). Wohltat f. ‘sittlich richtiges Verhalten, gute Tat, Geschenk, Labsal’, ahd. wolatāt (9. Jh.), mhd. woltāt. Wohltäter m. ‘wer richtig handelt, mildtätig ist, Gutes tut’ (16. Jh.), Gegensatz Übeltäter (s. d.). Wohlwollen n. ‘Gunst, Zuneigung’ (18. Jh.), ‘sittlich richtiges Wollen’ (17. Jh.). wohlhabend Adj. ‘vermögend, begütert, reich’, wolhabend (14. Jh.); vgl. ahd. sie habent wola ‘sie befinden sich wohl’ (9. Jh.), d. h. sie (die Kranken) gesunden (nach Handauflegen).
1894 Zeichen · 89 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wohlwollen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Das Wohlwollen , des -s, plur. car. die Neigung, andrer Bestes gern zu sehen. Jemanden aus bloßem Wohlwollen Gutes thun.…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wohlwollen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Wohlwollen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. Sprichwörter
    Wohlwollen

    Wander (Sprichwörter)

    Wohlwollen 1. Wem man nicht wohl will, dem steckt man keine Maien (s.d.). Wenn das Volk in der Schweiz mit der Verwaltun…

  4. Spezial
    Wohlwollen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Wohl|wol|len n. (-s) 1 bëgnorëi m. , benevolënza (-zes) f. , plajëi m. 2 (Sympathie) simpatia (-ies) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wohlwollen

3 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von wohlwollen 2 Komponenten

wohl+wollen

wohlwollen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

wohlwollen‑ als Erstglied (3 von 3)

Wohlwollende

GWB

Wohlwollende [bisher nicht publizierter Wortartikel]

wohlwollenheit

DWB

wohlwollen·heit

-wollenheit , f. , wohlwollen, zuneigung: ..., welche gnädige wolwollenheit ... ihm seine verbindliche manier ... bei selbigem ertzherzog er…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „wohlwollen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wohlwollen/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „wohlwollen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wohlwollen/pfeifer_etym. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „wohlwollen". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wohlwollen/pfeifer_etym.
BibTeX
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