lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

wif

mhd. bis Dial. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
15 in 11 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
17
Verweise raus
67

Eintrag · Westfälisches Wb.

Wīf n.

Bd. 5, Sp. 1297
Wīf n. [allg.] 1.1. Frau, erwachsene Person weibl. Geschlechts; Hausfrau. Käärl un Wiew Mann und Frau (WmWb). die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor kreggen sick de Wiewer in de Haore (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@HemdenHe). Hä well van’e Wīwer niks wïeten (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Dai suiht laiwer en junk Miäken ase en olt Weïf (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). Ek sai laiwer ne junge Dǟiene vöä de Fuet at ’n olt Wif in’t Gesichte (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Ra.: He iß nieschierig aß ’n aolt Wief sehr neugierig (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). Dat smäcket, os wänn me en ault Wif wat unner’n Arm wegfrätt schmeckt sauer (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@HambürenHb). De Weïwer schüddet de Schüärten ūt wenn im Herbst die ersten großen Schneeflocken fliegen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@ValbertVa || mehrf.). De Kerl nimmt ’t Wuif iudenanner die Frau gebiert (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Dat sall di wuell sou passen; ’n ollet Wief dä Trappe runnerschuppen un raupen: laup nich sou schier! ich lasse mich nicht übervorteilen (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Dao mot sik woll eïn ault Wiif uphangen häwwen bei Sturm (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LeedenLd). — Sprichw.: We en olt Wiew vüer Ümtied (des Morgens sehr früh) begiegent, hett den Dag keen Glück (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@OndrupOn). Wat en aolt Wief up de Been brenkt, dat könnt tein Piär nich wier inhalen (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@DarfeldDf). Wat dei Düwel nit wet, dat wet en old Wiw (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@DrolshagenDh || mehrf.). Wann []de Wiwer sind an’t Backen, hät de Düwel se in’n Nacken (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@DrensteinfurtDr || mehrf.), man geht ihnen besser aus dem Wege (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Wenn de Wuiwer Bücksen lappet (Hosen flicken), dann gïet et guet Wiär (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). Wenn de Wiewer an’t Loopen bünt, dann giff ’t Räägen (WmWb). Kuemt twe Wiwer bineen, wärd de Diärde in de Hiekel nuomen (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@DrensteinfurtDr || mehrf.). Wo mēä Wiwer sint at Schoatstǟine, do düeget ’t nit (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). De Wiwer heppt lange Håre un ’n kotten Verstand wenn man sich über die Klugheit einer Frau wundert (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). En Wif ka’ mēä inn’e Schöäte ūt’m Hūse drēägen at ’e Mann met vǟier Peäre rinfǟüen kann (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || mehrf.). Man mott den Wüiwern nich maier Verstand afföddern, os se hätt (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeidenoldendorfHd). Dei Wiwer lachent, wann sei kunnt, un hülent, wann sei wellt (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@DrolshagenDh). Niegenundniegenzig oalle Wiwer maket nit eïne Jungfer klauk (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.), man muss eigene Erfahrungen sammeln (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). Seß olle Wieber könnt käin junget Deenken gescheit maken die Jugend will alles besser wissen, muss durch Erfahrung lernen (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). ’n ollet Wief zankt nich alläin wenn einer den anderen beschuldigt (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). En olt Wīf hïet ’n Kalänner im Līf (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Olle Weïwer krawwelt usem Hiärrguott gären an den Täiwen rümme (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@BalveBa || mehrf.). En besoup’m Wīf es en Engel im Berre (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). En gleinig Wif stäckt ’t Hus op alle veer Kanten an (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@DrensteinfurtDr || mehrf.), Frau, die wie eine Furie im Hause schimpfend und scheltend herumläuft (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). Bui männigen Wuiwe ess de Tungen lenger os dat Bäffken bui’n Pasteor (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Bäter met’n aolt Wiew in’n Bedde as met ne junge Derne up’t Hecke (Hoftor) sagt man bei schlechtem Wetter (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@VredenVr || mehrf.). ’n Wif, dat met’n Kopp will buoben ut, dat döht vïell Schaden un richt doch nix ut (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@DrensteinfurtDr || mehrf.). Wuiwer un Brännnettel sind glüik, beude mott man wisse (fest) anpacken, wänn seu nich steken sött (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Wiwer un Sniggen driägt ’t Hus op’n Rüggen (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@DrensteinfurtDr || mehrf.). Wiwer un Müse is monks Untüg in de Hüse wenn Frauen unsauber sind (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@WesekeWs). Wiwer un Gaise häbbt en Kopp för sick (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@DrensteinfurtDr || mehrf.). Olle Wiwer un Kinner könnt nit swīgen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Olle Weïwer un junge Ruiens hett Hoor op den Tiähnen (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@BalveBa). Wejwer un Üöwens sollt nit alletejt iutgohn (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). Junge Wiewer un aolle Mannslö, dat giff ’n Schott vull Blagen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe). Wuiwer, de nich schellt, un Rüens, de nich blieket, düget nicks (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs || mehrf.). Wuiwer belehrn un Water in der Süggen (Sieb) wegdregen wolln, kümmet up euns hariut vergebliche Mühe (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Wiewer Raot un Bokweitesaot geraot maor alle säöwwen Jaohr (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BorkenBo). De öllesten Boime hett de soeitesten Priumen; de öllesten Wuiwer hett de fuinsten Döchter (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). Moarns froaih Riagen un olle Weïwer danzen, hallt nitt lange stand (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn []Hm). Selwes em Duiwel seïne Schweïgermömme was en schoin Weïf, bo se näo junk waß (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). De puppigsten jungen Fraulö gäwwt de schlackerigsten (unsaubersten) Wiewer (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@RamsdorfRd). Flinten, Flitzepeerds (Fahrräder) un Weïwer draff me nit iutläihnen (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). En Miählsack un en Wuif drüewet nit schlagen wären, süs goiht dat Beste d’r iut (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm || ähnl. mehrf.). Man kann äher ne junge Sïege lichten (aufheben) äs ’n aolt Wiew bekährn (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@OstbevernOb). An allen Huisern un allen Wäiwern is ümmer wat te flicken (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe || mehrf.). Op Eiern te danzen un met Wiwern ümmetegoahn, mat ’elährt wären siewen Joahre un äinen Dag (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs). — Sagw.: Dä Wiwer mat me met Hanschen un dä Käels met Wiwern anpacken, wann me se in de Hölle teien well, saggte de Düwel (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). — 1.2. Ehefrau. Mien Wief (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). Dat es sīn Wīf (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). Vöä fuif Miniuden kām duin Wuif bui mui verbui (Kr. SoestSos Kr. Soest@NatelnNa). Lustige Miäkes giet tahme Weïwer, bläoß draf me se nit op d’r Kiärmisse saiken (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). Eirst diän Küorf, dann diän Vuogel; eirst dat Berre, dann ’t Wief (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Deï junge Kärl, deï sik buowen den Lampenzylinder sine Zigarre ansticket, krieg eïn smiärig Wiif (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LeedenLd). Seït gistern es kein ümgohn män met min Weïw (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs). Dai wächtet op en Weïf, bat ’me fiär feïfentwintig Johr et Kostgeld metbrenget jmd., der lange nach einer Frau sucht (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). Dat Wuif hadde de Büxen anne die Frau führte das Kommando (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@GohfeldGo). Jeden Sundagmorgen schüff dän Buur sien Wief alle Sorgen in’t Underlief (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). Wann iek witt küre, kürst du schwatt, sagge dei Käl tau sinem Wiwe (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). — Ra.: Old un stief, un naoch keen Wief (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt || mehrf.) von älteren, noch unverheirateten Männern (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@RhedebrüggeRb). Iek well äok laiwer diäm Keerl seïn Räosenkranz seïn as seïn Weïf über einen Mann, der seine Frau sehr schlecht behandelt (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). Hä hät käinen Rüen nöidig, dat Bölken daiht sien Wief seine Frau schimpft viel und oft, er hat zu Hause nichts zu sagen (die krfr. Stadt WittenWit die krfr. Stadt Witten@WittenWi). — Sprichw.: Becker ’n böüs Wief hieroatet, hiät diän Döüwel tau’m Schwoager (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). Wieker en Wiw nimmt för’t Spinnen un Houhner för’t Eggerleggen, de sall sin Liawen van Nutzen nix seggen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi || ähnl. mehrf.). Wieker dat erste Wiw gawwe vergitt, de kann auk dat twede nich lange leiw häwwen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi). Wä sin Wif slätt, mǟket sik drai Dāge Last un ēä drai Fīedāge (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Bai äinen Dag verheïrotet ies, kennet seïn Weïf schon biäter, ase wenn hai taihn Johr drane frigget härre (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). Wänn de Weïwer goht un de Piärre stoht, dat es füö jäiden Buern guet (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs || mehrf.). Wien Guett straofen well am Luiwe, diem giet ’e ne Näggerske (Näherin) tau’me Wuiwe (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). Wenn de Herrgott en Narrn seihn well, lett hei enn Kerl dat Wiev afsteerben ein Witwer möchte schnell wieder []heiraten, um wieder eine Frau für die Hausarbeit zu bekommen (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@FrotheimFr || mehrf.), ..., git hei me allen Kerel en junk Weiw (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). Liawet en Mann van sinem Wiwe alläine, es hei nit mähr Här üewer Hänne un Bäine (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Nïemste en Wuif, kriste en Duiwel op’t Luif; nïemste en Mann, biste glücklich dran (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). Nimm di en Wiew ohne Vörbliew, du lad’st di den Düwel up’t Liew (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@OsterwickOw). Muss di ’n old Huus un ’n jung Wiew nemmen, dann häs Dagg un Nacht wat te doon scherzh. (WmWb). Boa siek Mann un Wif stritt, doa loat de Nase wiäg (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). Et giet männ ein böüs Wief op diär Welt, oawer jeïder glöüwet, hei här et (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Nen junget Wief giet Tiedverdrief (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). Nen böüs Wief es det Mannes Douengriäwer (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Nen slächte Wif stäk in den deipsten Sumpf; nen trü, flitig un prober daokiegen büt alles Trumpf (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Eun schmerg Wuiw ess dui jümmer secker (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Mann un Wiew sind een Liew, mä nech een Buk beim Essen hört die Liebe auf (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@KirchhellenKh || mehrf.). Nen jungen Käl un en old Wif, dei maket sick schlechen Tiedverdrief (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). Aule Kerls un junge Wieber giff viäl Kinner un viäl Kiefen (Streit) (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@HerfordHf). — Sagw.: Iek stroafe min Wief met guede Woare, saggte de Buer, doa schmeit hei iär de Bibel an diän Kopp (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). — 1.3. Mann mit weiblichen Zügen. Dat es en olt Wif vom Manne gesagt (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 1.4. Dame im Kartenspiel (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs). — 2. Aule Wuif Hebamme (Frbg.) (Kr. HalleHal Kr. Halle@BerghausenBn || mehrf. Kr. HalleHal Wie). — 3. Pflanzenbezeichnungen (immer im Pl. und meist kombiniert mit einem Adjektivattribut). — 3.1. Wiewer dornige Hauhechel (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@BorkenBo). — 3.2. Wiewer Ackererbse, graue Erbse (Pisum arvense) (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). — Mit åld: Aule Wiwer (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe) [Kr. TecklenburgTek Kr. BeckumBek Ennepe-Ruhr-KreisEnr Kr. ArnsbergArn Alt], mit dikke: Dicke Wīwer (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh), mit gra: Graoe Woiwer (Kr. SoestSos Kr. Soest@NatelnNa) [Kr. SteinfurtStf Kr. TecklenburgTek Kr. CoesfeldKos Kr. HöxterHöx Hellweg Kr. BürenBür Kr. WarburgWbg Bri], mit grīs: Gruise Wuiwer (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh) [Kr. HalleHal Kr. BielefeldBie Kr. WiedenbrückWie Wbg]. — 3.3. Grohe Weïwer Feldbohnen (Kr. BürenBür Kr. Büren@LichtenauLi). — 3.4. Alle Weïwer Pl. gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus) (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@FrielinghausenFh) [Kr. ArnsbergArn Mes]. — 3.5. Olle Weïwer (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@UnnaUn), Griese Wiewer (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@GeiseckeGs) eine Apfelsorte. ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 9,357: Weib; HnVwb 4,580: Weib. Zus.:→ Appel~, As~, Bāde~, Beªdel~, Bekken~, Bliᵉke~, Brō¹der~, Büᵉdeker~, Bǖker~, Bukke~, Büksen~, Būren~, Dacht-gārn~, Deªrske~, Dō²den~, Dral~, Duᵉner-weªders~, Dǖwels~, Eªrweten~, Fladder~, Hāgen~, Hē²den~, Höiken~, Hōren~, Janke~, Jūden~, Karten~, Katten~, Klāge~, Klander~, Klatsk~, Koppel~, Kōrn~, Kram~, Kwāter~, Kwatsk~, Lüᵉgen~, Niᵉwel~, Pantel~, Pot-krǟmers~, Reªgen~, Roggen~, Sāpe~, Satans~, Schǟper~, Siᵉkel~, Smuddel~, Snīder~, Snurre~, Stats~, Steªke-biᵉren~, Strō²~, Süchte~, Tāteren~, Titte~, Waske~, Weªder~, Wiᵉder~, Wikke~, Würte~.
15887 Zeichen · 518 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    wifstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    wif stm. schwung, schnelle bewegung. wirt dîn wille ervollet sô geriuwet dich der wif (: grif) MS. 2,71. b. Nith. 101,1 …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    wîfn.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +2 Parallelbelege

    * ~wîf, n. , Kellerbewohnerin. —

  3. modern
    Dialekt
    wif

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB wif [wíf allg. ] Adj. aufgeweckt, sehr erregt, hitzig, aufbrausend, zornig, jähzornig, von Menschen; le…

Verweisungsnetz

75 Knoten, 74 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 5 Hub 1 Kompositum 60 Sackgasse 9

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wif

204 Bildungen · 52 Erstglied · 148 Zweitglied · 4 Ableitungen

wif‑ als Erstglied (30 von 52)

wif(e)lin

Idiotikon

wif(e)lin Band 15, Spalte 659 wif(e)lin 15,659

Wifbold

SHW

Wif-bold Band 6, Spalte 547-548

Wifche

LothWB

Wifche [wifχə Pü. Kr. ; wíwlə Pfb. ] f. Öse an Kleidern, worin ein Haken eingreift: bring mer e Hoke un e Wifche! — vgl. baier. 2, 864 Wiff,…

wifel

DWB

wifel , f. , pferdekrankheit. s. 1 wiefel.

Wifel I

Idiotikon

Wifel I Band 15, Spalte 659 Wifel I 15,659

Wifel II

Idiotikon

Wifel II Band 15, Spalte 659 Wifel II 15,659

wifele

BMZ

wif·ele

wifele swv. stopfe oder sticke mit der nadel. wifflen acu pingere voc. 1618. Schmeller 2,36. Stalder 2,450. von golde u. sîden wæhe porten g…

wifelen

Lexer

wife·len

wifelen swv. BMZ tr. mit der nadel stopfen od. sticken, bildl. Renn. 213. 16707. vgl. Schm. Fr. 2,864. Stald. 2,450 ; refl. von 5 ℔ wîsser w…

Wifeli I

Idiotikon

Wifeli I Band 15, Spalte 659 Wifeli I 15,659

Wifeli II

Idiotikon

Wifeli II Band 15, Spalte 661 Wifeli II 15,661

wifelîn

Lexer

wife·lin

wifelîn adj. ib. w. tuoch Zürch. rb. 77. s. v. a.

wifelinc

Lexer

wife·linc

wifelinc stm. ib. grober zeug, dessen zettel linnengarn, der einschlag wolle ist Renn. 12734. Mone z. 9,162 ( 1497 ). — unter einwirkung vom…

wifelis

KöblerMhd

wife·lis

wifelis , Adv. nhd. grobleinen Q.: StRZürich (1304) E.: s. wifelen, weben W.: nhd. DW- L.: Benecke/Müller/Zarncke III, 626a (wiflis)

wifeln

DWB

wif·eln

wifeln , vb. , den einschlag machen; nähen, stopfen. s. 2 wiefeln.

wîfelstat

Lexer

wifel·stat

wîfel-stat stf. stätte für die wîfel. weifelstat Oest. w. 29,34.

wifelīn

KöblerMhd

wife·līn

wifelīn , Adj. nhd. grobleinen Q.: StRZürich (1304) E.: s. wifelen, weben W.: nhd. DW- R.: wifelīn tuoch: nhd. grobes Tuch aus Leinen und Wo…

wîfen

Lexer

wîfen stv. II. BMZ winden, schwingen Frl. 366,17. dô sie den slac zuo im weif Apoll. 20532. gt. veipan nhd. bekränzen , vgl. Dief. 1,152. Gs…

wifer

KöblerAe

wifer , Sb. nhd. Geschoss, Pfeil, Lanze E.: ? L.: Hh 395

wifern

RhWB

wif·ern

wifern -īf- vereinz. Rhfrk in Saarbr-Sulzb schw.: winseln, vom Hunde; s. mifern. — Abl.: die Wiefer(er)ei, das Gewifer.

wiffa

KöblerAhd

wiffa , F.? nhd. Hacke (F.) (2), Haue ne. hoe (N.) ÜG.: lat. (marra) Gl Q.: Gl (10. Jh.)

wiffare

KöblerAhd

wiffare , lat.-ahd.?, V. Vw.: s. wifare

wiffe

DWB

wiffe , f. , grenzmarke. s. o. wiefe.

wiffel

DWB

wif·fel

wiffel , m. , nebenform zu wipfel teil 14, 2, sp. 504: dasz sie ( die bergwerkspächter ) die sonst zu verderben liegende legern, windwürf un…

wiffelig

RhWB

wiffelig -ef- Ahrw-Kirchsahr Adj.: lebhaft, munter.

wiffeln

RhWB

wiffeln -ef- ein Iterativum zu weben vereinz. Malm-Bütgenb Nidrum schw.: et weffelt do bussen bei leichtem Schneetreiben, wenn feiner Staubs…

Wiffelter

RhWB

wiffel·ter

Wiffelter wefeltər, Pl. -rə vereinz. Geilk-Baesw m.: Nachtschmetterling.

Wiffi

Idiotikon

Wiffi Band 15, Spalte 659 Wiffi 15,659

Wifität

ElsWB

Wifität [Wifitét Heidw. Hf. Ingw. Betschd. ; Wifətét K. Ingenh. ] f. Lebhaftigkeit, blinder Eifer, Zorn, Jähzorn; Unbedachtsamkeit, Unüberle…

Wifkierl

MeckWB

Wossidia Wifkierl a. Spr. Wivekerl m. 1. verheirateter Geselle: 'so ein modtwillich gast sines meisters brodt schenden wurde ... mit einer d…

wif als Zweitglied (30 von 148)

*swif

KöblerMhd

*swif , st. M. Vw.: s. nider-, umbe- E.: s. swīfen L.: Benecke/Müller/Zarncke II/2, 787a (swif)

Aswīf

WWB

As-wīf. „ Aoswif “ ( Kr. Vechta Vch Kr. Vechta@Langförden Lf ).

Bādewīf

WWB

bade·wif

Bāde-wīf ⟨ „ Bad “( Kr. Lübbecke Lüb Kr. Lübbecke@Alswede Al Kr. Lübbecke@Frotheim Fr Kr. Lübbecke@Gehlenbeck Gb Kr. Lübbecke@Isenstedt Is K…

Bäckerwif

MeckWB

baecker·wif

Wossidia Bäckerwif n. Bäckerfrau; im Reim: dat Bäckerwif, dee hett de Düwel in dat Lif sagt die Lokomotive Wi. Me. 1, 214.

Bädelwif

MeckWB

Wossidia Bädelwif Beddel- f. Bettelweib: ... 'n Stück von 'n oll Bädelwif, Dormit bestrik ick di dat Lif im Segen gegen Kolik Lu Ludwigslust…

Beªdelwīf

WWB

Beªdel-wīf ⟨ › beªdel- ‹ ⟩ Bettlerin (Lip Oesterh, die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor WWB-Source:252:Schleef Schleef Wl,…

bîwîf

MNWB

bîwîf , n. , Nebenweib, Konkubine.

Bliᵉkewīf

WWB

Bliᵉke-wīf n. Blekkwīf schimpfende Frau ( Kr. Grafschaft Bentheim Ben Hi).

Böttcherwif

MeckWB

boettcher·wif

Wossidia Böttcherwif n. Böttcherweib; das Geräusch der anfahrenden Lokomotive bildet nach der Reim: dat Böttcherwif, dat Böttcherwif, dat is…

Botterwif

MeckWB

botter·wif

Wossidia Botterwif n. Butterverkäuferin, im Erzählreim Sta Stargard@Wesenberg Wes .

Brō¹derswīf

WWB

broder·s·wif

Brō¹ders-wīf n. „ Brorswif “ Brudersfrau, Schwägerin ( Kr. Osnabrück Osn WWB-Source:145:Klön Klön ). Ge-bro¹der Pl. ⟨ Gebrauer ( Kr. Brilon …

Büᵉdekerwīf

WWB

bueedeker·wif

Büᵉdeker-wīf n. Böttkerwief, im Fingertrommelreim: „ Dat Böttkerwief, dat Böttkerwief / Frett all den suren Kohl in’t Lief “ ( Kr. Bersenbrü…

Buᵉkewīf

WWB

buk·e·wif

Buᵉke-wīf n. Buckeweⁱf Bettelweib ( Kr. Warburg Wbg Kü).

Büksenwīf

WWB

buksen·wif

Büksen-wīf n. „ Büssenweif “ Hebamme ( Kr. Herford Hfd Kr. Herford@Dreyen Dr ).

Buernwif

MeckWBN

buern·wif

Wossidia Buernwif n. Bauernweib: Burenwiw Müll. Reut. 21 b .

Būrwīf

WWB

bur·wif

Būr-wīf n. ⟨ › Būr(e)nwīf ‹; Dimin.: Biuernweⁱweken ( Kr. Iserlohn Isl Dh) ⟩ Bauersfrau, Bäuerin ( Kr. Brilon Bri Kr. Brilon@Brilon Br ), Ba…

Dachtgārnwīf

WWB

dachtgarn·wif

Dacht-gārn-wīf Dechtgaonswiw Frau, die mit Dochten hausiert und nebenbei bettelt ( Kr. Coesfeld Kos Ow).

Deªrskewīf

WWB

Deªrske-wīf n. [verstr.] Frau, die gerne über andere redet. — Ra.: Küren as ’n Diäschewīf sehr grob (über andere) reden ( Ennepe-Ruhr-Kreis …

Dō²denwīf

WWB

doden·wif

Dō²den-wīf n. Döenwoiv Frau, die einen Todesfall ansagt ( Kr. Minden Min Ve).

Dralwīf

WWB

dral·wif

Dral-wīf n. Drohlwäif langsam und langweilig sprechende Frau ( Kr. Meschede Mes No).

Duᵉnerweªderwīf

WWB

duner·weaderwif

Duᵉner-weªder-wīf n. tüchtige, vielseitig begabte Frau ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Wl).

Dǖwelswīf

WWB

duewel·s·wif

Dǖwels-wīf n. Frau mit bösartigem Charakter ( Kr. Tecklenburg Tek Me).

Ableitungen von wif (4 von 4)

gewif

DWB

gewif , n. mundartliche bildung wie das zugehörige verbum ( s. gewifen): das gewif, wette. Schmeller 2 2 , 864 . der bedeutung nach liesze s…

gewife

KöblerAe

gewife , N. nhd. Schicksal, Gewebe ÜG.: lat. fortuna Gl Q.: Gl E.: s. ge-, *wife L.: Hh 395

gewifen

DWB

gewifen , verb. , vgl. das vorhergehende: gewifen, wetten. Schmeller a. a. o.

wîfe

Lexer

wîfe f. BMZ markzeichen von grundstücken Mb. ;