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wai

got. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
6 in 5 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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3

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wai interj.

Bd. 27, Sp. 1031
wai, waih, interj. wehe, namentlich in der verbindung au waih! dies au waih! ist besonders bei den Juden üblich, wird aber theil 1, 1045 mit unrecht als 'jüdische aussprache des auweh' bezeichnet, zu grunde liegt vielmehr mhd. ouwî. im älteren nhd. findet sich wei überhaupt als klageruf: ach mir armen ellenden, der gnad ist mir zu vil ... ach mir thummer wej, das ich sie nennen sal. fastnachtsp. 1388; o wei, o wei, schrey er. Kirchhof wendunm. 1, 318; o wey, o wey. H. Jul. v. Braunschweig 769. auch jetzt beschränkt sich waih nicht auf die Judensprache, sondern ist z. b. bei den Deutschen in Kur- und Livland üblich, vgl. auch bei Stieler 2488 auweh! quod Thuringi mei etiam pronuntiant auwich, theil 1, 598 aubi, aubeia, ferner: die früchte und das saftige blatt verzehrt es und sagt: 'ai!' und wenn's ihn leergefressen hat, sagt's auch zuweilen: 'wai!' Scheffel gaudeamus37 9. besonders wird allerdings au waih! zur kennzeichnung jüdischer rede verwendet: in den gedruckten editionen der historie von der zerstöhrung Jerusalem stehet, er habe: weh auch mir! geschrien: da doch ein jeder leicht sehen kan, dasz es: au wey mir! heissen soll: denn so sagen die Juden. Liscow schriften 21; Izick. au way! au way! Fr. Müller Fausts leben [] 1, 26, 21 neudr.; au weih, au weih! ich bin ein betrogener mann, ein unglücklicher mann. Hebel 3, 146; (der Jude) lief in die stadt zum richter. 'herr richter, au weih geschrien! ich bin auf offener landstrasze beraubt und übel zugerichtet worden von einem gottlosen menschen, ein stein auf dem erdboden möcht sich erbarmen.' Grimm märchen (1843) 2, 146.
1608 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 4.–6. Jh.
    Gotisch
    waiInterj.

    Köbler Got. Wörterbuch

    wai , Interj. nhd. wehe ne. woe (Interj.) ÜG.: gr. οὐαί; ÜE.: lat. vae Hw.: s. wainōn Q.: Bi (340-380) E.: germ. *wai, I…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    waiinterj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    wai , waih , interj. wehe, namentlich in der verbindung au waih! dies au waih! ist besonders bei den Juden üblich, wird …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wai

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Wai , Insel, s. Weh .

  4. modern
    Dialekt
    Wai

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Wossidia Wai (oft zweisilbig gesprochen) f. wie Waddick, s. d. mit Karte: Waje Monschr. 3, 57; vå·i Jac. 1, 124; Pa Parc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wai

269 Bildungen · 263 Erstglied · 6 Zweitglied · 0 Ableitungen

wai‑ als Erstglied (30 von 263)

Waiandot

SHW

Waiandot Band 6, Spalte 209-210

Waiblingen

Herder

Waiblingen , württemb. Oberamtstadt im Neckarkreise, im Remsthale, mit 3500 E.; dieses W. oder Wibelingen war salisches Eigenthum und erbte …

Waiblinger

Herder

Waiblinger , Wilh. Friedr., Dichter, geb. 1804 zu Heilbronn, gest. 1830 zu Rom; er hatte poetische Anlagen, namentlich eine glühende Phantas…

Waibstadt

Meyers

Waibstadt , Stadt im bad. Kreis Heidelberg, Amt Sinsheim, am Schwarzbach und an der Staatsbahnlinie Meckesheim-Neckarelz, hat 2 kath. Kirche…

Waich

Idiotikon

Waich Band 16, Spalte 660 Waich 16,660

waidaccise

DWB

waid·accise

waidaccise , f. abgabe von waid: die weit-accins und was dem anhengt recht inzufordern. buch Weinsberg 2, 248 (1572).

waidacker

DWB

waid·acker

waidacker , m. ager ad guasti culturam praeparatus, aut seminatus. Frisch 2, 417 a ; waid-land, nidersächs. waid-acker, terra ad culturam gu…

waidäschig

DWB

waidäschig , adj. mit waidasche vermischt: von waidäschigem wein. stadtrecht von München art. 383 var. ( im text: ungerechtem) Auer.

waidamt

DWB

waid·amt

waidamt , n. behörde, die den waidhandel zu überwachen hat. d. städtechron. 11, 811, 15 ( amptbuchlin v. Nürnberg 1516).

waidasche

DWB

waid·asche

waidasche , f. 1 1) eine aus gebrannten weinhefen hergestellte lauge, deren sich die färber bei herstellung der waidküpe bedienten: clavilla…

waidball

DWB

waid·ball

waidball , waidballen , m. der zu kugeln geformte gemahlene waid: waidballen, globus e guasto in mola confracto compressus. Frisch 2, 417 a …

Waidballen

Adelung

waid·ballen

Der Waidballen , des -s, plur. ut nom. sing. der zu Ballen geformte gemahlne Waid; auch wohl der Waidball, des -es, plur. die -bälle.

waidbau

DWB

waid·bau

waidbau , m. anbau des waids. Adelung : der herzog in Sachsen Gotha ... ist einer der vornehmsten herren, welche den waide-bau in Teutschlan…

waidbauer

DWB

waid·bauer

waidbauer , m. Adelung : waidbauern nennt man in Thüringen und in der Lausitz die bauern, welche waid bauen. F. Ben. Weber ökon. lex. 628 b …

waidbereiter

DWB

waid·bereiter

waidbereiter , m. : weil die stadt Langensalze sich bey ihrer waydtinnung sehr wohl befunden, so ist die zurichtung des waydts durch gelernt…

waidbereitung

DWB

waid·bereitung

waidbereitung , f. ' die art, wie man die gesammleten und gewaschenen waidblätter in ballen oder kugeln zum blaufärben verwandelt '. Jacobss…

waidbeschauer

DWB

waid·beschauer

waidbeschauer , m. : man hat den schnellen vertrieb des waydts immer als dem waydthandel nachtheilig angesehen, und daher verordnet, dasz er…

waidblau

DWB

waid·blau

waidblau , adj. waidfarbig. substantivirt waidblau, n.: glastum Marperger kaufmannsmag. 2, 676 .

waidblume

DWB

waid·blume

waidblume , f. 1 1) die blume oder blüte des waids. Adelung. 2 2) waidblumen, flores guasti cocti, spuma coerulea, guasto innatans, detracta…

waidboden

DWB

waid·boden

waidboden , m. : die waydtballen, wie man sie von dem lande zur stadt bringt, werden auf dem waydtboden ellenhoch aufgeschüttet. Jacobsson 8…

waidbrühe

DWB

waid·bruehe

waidbrühe , f. : man gieszt nun nach verhältnisz der waydblätter auf jede 10 pfund derselben 2 bis 3 pfund frisches kalkwasser der gegohrnen…

Waidbue(b)

ElsWB

Waidbue(b) m. Pferde- oder Kuhknecht, der das Vieh auf der Weide hütet Pfetterhsn. Ruf. Su. Banzenh. Bf. [Wtpû Wh. ] Rda. Ër laüft wie n-e …

waide

DWB

waide , f. versammlung. ein in preuszischen quellen vorkommendes wort ( altpreusz. wayte, woytis, ansprache, besprechung, versammlung Nessel…

waideisen

DWB

waid·eisen

waideisen , n. : ferrum, sive culter quo guastum abscinditur in agro, womit man den waid abstöszt. Frisch 2, 417 a ; ' ein scharfes gekrümmt…

waidelei

DWB

waid·e·lei

waidelei , f. abgöttisches wesen, zanberei, abgeleitet von waideln ( s. d. ): auff eine grosse eiche, welche etwan der Preussen ein waydeley…

waideler

DWB

wai·deler

waideler , waidler , m. priester der heidnischen Preuszen, vgl. waidlotte: wiewol bey den kirwaiden zu Rickoyot viel waidler woren und waidl…

wai als Zweitglied (6 von 6)

twai

KöblerGerm

*twai , Num. Kard. nhd. zwei ne. two; RB.: got., an., ae., afries., anfrk., as., ahd. Hw.: s. *tu- Q.: PN (1. Jh. v. Chr.)? E.: idg. *du̯ōu,…

Ahowai

Herder

Ahowai , Schellenbaum, zu den Lorbeeren gehörig, in Brasilien einheimisch, unangenehm riechendes Holz, giftige Fruchtkerne.

Kes'wai

MeckWBN

kes·wai

Wossidia Kes'wai f. dass. Lu Ludwigslust@Barkow Bark .

Lawai

WWB

Law ai n. [WMünsterl] 1. Lärm, Krawall; unnötige Aufregung. Lawei māken ( Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt Bor Kr. Borken u. die krfr. …

schwai

DWB

sch·wai

schwai , f. heerde ( mhd. sweige, sweie): schway der süw. Steinhöwel Äsop 195 Österley.

Trawai

Idiotikon

tra·wai

Trawai Band 14, Spalte 1572 Trawai 14,1572